Russland - E-Visum ab 2021

  • Ich finde das toll wie Frau Dr. Merkel das macht.

    Sie lässt die Russen zuerst die sauteure Pipeline fertig bauen, und dann sagt sie:" Sorry, Wladi, aber wir brauchen Euer Gas nicht. Vielleicht kann man aus dem Ding aber eine Rohrpost machen. Ihr Russen habt doch ein Faible für alte rustikale Technik ."

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  • ...und jetzt ist auch klar, warum Putin die Krim nicht mehr hergeben will . Er hat da ein bescheidenes Ferienhäuschen selbst gebaut, eine sog. Datsche, wie sie auch unsere sozi. Brüderinnen und Brüder in der Tätärä hatten.

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  • Herr Robert Spomer (Visa-Net Bad Honnef) hat mir heute auf meine Anfrage nach einem Geschästsvisum folgendes mitgeteilt:

    „leider die Grenzen nach Russland sind immer noch geschlossen.

    Man könnte ein Visum beantragen, aber nur mit einer Einladung aus

    Ministerium, die wir leider nicht besorgen können.

    Möchte Ihnen auch mitteilen, dass wir die Firma schliesen und

    befinden uns bis ende des Jahres in Liqidation.

    Ich würde sagen, schauen Sie sich nach einem neuen Partner,

    vielleicht e-Visa in Frankfurt, info@e-visa-online.de

    Mit freundlichen Grüßen,

    Robert Spomer


    Schade, ein Unternehmen, das uns immer hervorragend alle Visa besorgt hat.

  • Schade, von der Firma hat man viel Positives gehört. Sie wird nicht die einzige bleiben.


    Aber BRAUCHT man für das Russland - Visum in normalen Zeiten denn wirklich eine Agentur?


    Ich habe noch nie sowas in Anspruch genommen und habe eigentlich alles bekommen, außer für den Sudan und Kongo/Zaire. Und auch das wäre gegangen, wenn ich ein paar Grants oder Jacksons (50$ bzw. 20$-Scheine) beigelegt hätte.

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  • Spomer hatte alle unsere Daten, Digitale Passfotos und einmal auch unsere Zweitpässe. Einmal war es knapp mit dem Visum für Belarus, Spomer hat es geschafft...

    Aktuell läuft für Russland und etliche andere Länder alles über eine Agentur.

    http://www.ruskonsulatbonn.de/de/consinfo/entry/vz2.php

    Es geht sicher oft auch ohne zusätzliche Kosten einer Agentur, aber die Agenturen haben die Connections...

    Wenn man mal mehrere Visa für eine Reise benötigt, bekommen die Agenturen das mit Boten meist schneller geregelt.

    Und wer schon mal im Ausland an einer Botschaft angestanden hat, weiß den Service, auch um Einladungen zu schätzen.

    Träumen wir noch ein wenig von besseren Zeiten...

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  • WENN überhaupt nochmal was gehen sollte, dann werde ich nichts im Voraus besorgen sondern nur unterwegs. Das Russland- und evtl . das Iran - Visum in Tiflis/Georgien. Wenn das eine nicht geht, geht vielleicht das andere .


    Ein bisschen Spannung muss sein. :-)

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  • Heute gabs im Radio einen Bericht über die Zustände in russischen Straflagern im Zusammenhang mit dem Fall Nawalny. Da standen mir aber die Haare zu Berge! Ich hätte nicht gedacht, dass es sowas so lange nach dem Ende der Sowjetunion noch gibt. Da scheint noch immer der Geist von Stalin zu wehen, und ich frage mich: Ist das wirklich eine zivilisierte Nation, in die ich da evtl. reisen will ??

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  • Was hast Du denn erwartet? Muckibude und Sauna gibt's nur in mitteleuropäischen Vollzugsanstalten.

    Ich hatte mir keine Illusionen dahingehend gemacht. Das wird hart für ihn. Aber auch eingesperrt wird er weiterhin für Putin ein Problem bleiben. Das ist die gute Seite. Er schafft das. Offenbar hat er Nerven wie Drahtseile. Natürlich stehen hinter ihm auch super Unterstützer.

  • Ein russischer Politologe sagte, Nawalny werde nie wieder frei sein, solange Putin an der Macht ist. Man wird immer einen Grund für einen nächsten Schauprozess finden, und sei es nur, dass Nawalny mal falsch über die Straße geht.


    Und meine Vermutung ist, dass er irgendwann einen "Unfall" oder einen "Kreislaufkollaps" oder sowas haben wird.


    Okay, ich war schon in Ländern, in denen ähnliche Zustände herrschten, z.B. Iran und Myanmar. Als Tourist war man da relativ sicher vor staatlicher Willkür, aber unterschwellig habe ich mich unangenehm gefühlt.

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  • Lawrow hat vorige Woche klar gemacht, dass ihm die Beziehungen zur EU am Arsch vorbei gehen. Putin denk wohl ebenso.


    Ich denke, unsere Regierungen sollten diese Staatsterroristen abschreiben.

    Bald haben wir Sommer und wärmere Temperaturen. Also wäre auch ein Gasboykott zu verkraften, und zwar mindestens so lange, bis die Versorgung durch verbündete und befreundete Staaten gesichert wäre.


    Im Baltikum weiss man schon seit Jahrzehnten, dass Russland nicht zu trauen ist. Da baut man heute schon auf Flüssiggas. Ein Terminal gibts in Klaipeda.


    Für uns als Touristen bedeutet das wohl weiterhin: Keine Visa !

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  • Na, wo hier so einhellig auf Putin und Rußland rumgehackt wird, will ich mal eine Gegenposition einnehmen. Eine "lupenreine" Demokratie ist Putins Rußland sicher nicht. Aber sieht das in der westlichen Vorzeigedemokratie USA so viel besser aus? Und wer wie wir mit seinen Gefangenen (Assange, Guantanamo,etc) umgeht, sollte zu dem Thema besser nicht so laut tönen.

    Letztlich geht es auch dem Westen immer nur um Macht und wirtschaftliche Interessen, auch wenn immer von "Werten" die Rede ist. Und Blockaden und Sanktionen, von militärischen Interventionen ganz zu schweigen, bringen außer Leid für die einfachen Leute garnichts.

    Viel sinnvoller ist, was die meisten von uns sowieso tun: Reisen, Kontakte knüpfen,eigene Erfahrungen machen.

    Gruß Bernd

  • Genau deshalb waren wir in Myanmar 🇲🇲 vor 1 Jahr - tolle Reise aber geholfen hats leider nicht..... Grüsslis Peter

    2020 Jan/Feb Myanmar, Ende Juni/Juli Normandie, September/Oktober Toskana8)

  • Kein Staat funktioniert durchgehend "lupenrein", wir nicht, und die USA schon gar nicht. Aber im aktuellen Russland ist der Staatsterrorismus zur Staatsdoktrin geworden.


    Die "Elite" bereichert sich schamlos, Kritiker werden mundtot gemacht, inhaftiert oder umgebracht. Es gibt keine Justiz, die diese Bezeichnung verdient. Das Parlament ist ein Witz.


    Und Putin wird bis an sein Lebensende im Kreml bleiben oder sich und seinen Getreuen zumindest eine lebenslange Amnestie sichern.

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  • Burma und Afrika waren schon als Jugendlicher meine Sehnsuchtsziele.

    Myanmar bzw. Burma haben wir 1974 besucht, ein Visum gab es nur für sieben Tage. Umsere kleine Reisegruppe von drei Deutschen, zwei Holländern wurde ab Bangkok von einem holländischen Reiseleiter und einer "Stewardess" der UBA, der lokalen Airline von Rangoon über Paganini nach Mandalay begleitet. wir waren auf der Reise die einzigen Touristen im Land. Eine Militärdiktatur war und ist es auch heute wieder oder immer noch.

    wir sind froh, einige Länder, die heute noch als Schurkenstaaten bezeichnet werden, besucht zu haben.

    Es sind nach meiner Erfahrung nicht die Menschen sondern die Politiker und religöse Eiferer die ein Land in Krisen und Kriege führen.

    Ich bemühe mich weiterhin, ein Visum für Russland zu erhalten. Klappt es nicht, hoffen wir auf ein anderes interessantes Reiseziel, das wir auf vier Rädern oder mit dem Flugzeug erreichen können. Verschiffen ist uns zu riskant.

  • wir sind froh, einige Länder, die heute noch als Schurkenstaaten bezeichnet werden, besucht zu haben.

    Es sind nach meiner Erfahrung nicht die Menschen sondern die Politiker und religöse Eiferer die ein Land in Krisen und Kriege führen.

    Naja, Politiker und Eiferer sind auch Menschen ;-)


    Aber je unwissender und ungebildeter die Massen sind, je einfacher haben es die Rattenfänger.

    Ich hatte damals, kurz nach dem Tode Khomeinis, echte Bedenken, durch den Iran zu fahren, denn der Ayatollah hatte den Menschen ja eingetrichtert, der Westen sei der Satan. Und dann kam ich daher, der personifizierte Satan :-)


    In den Städten war das kein Problem. Die Menschen waren aufgeklärt und freundlich. Einer raunte mir mal zu:" Grüßen Sie Berlin. Ich habe da studiert."


    Aber auf dem Land war das etwas anders. Da galt zwar auch die vorgeschriebene islamische Gastfreundlichkeit. Diie Leute waren zwar neugierig auf den "Satan", aber sie hielten Abstand.


    Z.B. war ich im Januar mit einem öffentlichen Bus unterwegs. Es war saukalt, denn im Bus war die Heizung ausgefallen. An einem Rastplatz gab es eine Teestube, und alle Passagiere strömten da rein. In der Mitte stand ein großer Bollerofen und heizte ordentlich ein. Alle standen rund um den Ofen. Aber als ich auch ran trat, gingen alle anderen weg und schauten mich aus der Distanz feindselig an.

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