Einmal Paris bitte

  • Kurzfristig hatte es sich ergeben, dass einige Familienmitglieder meiner Frau von Bangkok aus nach Paris reisen.

    Wir haben natürlich die Gelegenheit genutzt uns dort zu treffen.


    Nach den Sturmtagen Anfang Oktober gings dann los. Der erste Reisetag, ein Samstag, war immer noch sehr stürmisch. Da ich bis gegen Mittag noch Arbeiten musste, gings dann gegen 12 Uhr los. Erstes Etappenziel war der Reisemobilhafen in Düren.

    Ich wollte dort eigendlicheine kleine Fahrradtour unternehmen und mir den Braunkohletagebau Inden ansehen. Es soll dort eine schöne Umrundungsmöglichkeit bestehen.

    Da der Wind immer noch sehr stark war, habe ich auf die Radtour verzichtet und bin statt dessen mit meiner Frau eine schöne Runde an der Rur spazieren gegengen.


    Sonntags hatte sich der Wind deutlich verringert und wir sind nach dem Frühstück weiter gefahren. Zwischenziel war derWohnmobilstellplatz in Boussois, wenige Kilometer hinter der belgischen Grenze in Frankreich. Der Stellplatz für 4 Wohnmobile liegt direkt am La Sambre Kanal.

    Da wir hier kurz nach Mittag eintrafen, habe ich im Laufe des Nachmittags die Gelegenheit genutzt eine Radtour entlang des Kanals zu machen.

    Erst gings mal Richtung Belgien. Ganz unbewusst hatte ich schnell dir Grenze zu Belgien überfahren und bin weiter bis Merbes le Chateau. Dort habe ich gewendet und bin in Frankreich noch bis Maubeuge gefahren. Die Gegend um den Kanal herum ist recht nett anzusehen und nicht langweilig. Es waren allerdings einige Radfahrer unterwegs, die das sonntägliche Sonnenwetter ausgenutzt haben.


    Montags ging es dann weiter, immer entlang der N2, bis nach Soissons auf den Camping Municipal. DerWohnmobilstellplatz in Soissons gefällt uns nicht, eng und direkt an einer Hauptverkehrsstrasse gelen. Mit einem Preis von 13,06 Euro ist der Campingplatz nicht teuer und bietet dafür den Comfort von Sanitäranlagen und Stromanschluß.


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    Nach dem Mittagessen dann der erste Stadtbesuch. Markttag und die Innenstadt mit tausenden Leuten überfüllt. Also durchgeschlängelt und am nächsten Tag die sehenswerte Stadt besichtigt.


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    Wohnmobilstellplatz und auch Campingplatz sind an der L'Aisne gelegen. Für eine Radtour bin ich dann etwas entlang des Flusses gefahren und dann auf einem größeren Bogen wieder zum Campingplatz. Der Innenstadtbereich ist nicht sehr fahrradfreundlich.


    Nach 2 Tagen ging es dann die letzten 120km weiter nach Paris. Gebucht hatte ich einen Stellplatz auf dem Camping Indigo Paris. Als 4 Sterne Campingplatz ist der auch nicht besser wie der Platz mit 2 Sternen in Soissons. Alle Stellplätze liegen unter dichtem Baumbestand. Bei voller Belegung dürften die Sanitäranlagen knapp werden. Für Nichtcamper bietet der Platz auch Mietunterkünfte, die eine echte Alternative zu einem Hotel in Paris darstellen. Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs und auch frisches Brot gibt es im kleinen Supermarkt des Campingplatzes. Das Restaurant auf dem Platz ist eine teure Pizzabude. Das Personal in der Rezeption ist sehr hilfsbereit und gibt gerne Auskünfte. Einen Fahrradverleih gibt es auch auf dem Campingplatz. Für Zeltcamper gibt es leider keine Kochmöglichkeit und auch keine Gelegenheit tewas kühl zu lagern. Der Campingplatz liegt zwischen einer gut befahrenen Strasse und der Seine.


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    Die Umgebung des Campingplatzes lädt zu Radtouren eine. Viele Radwege führen durch den angrenzende Park. Rund um die Pferderennbahn De Longchamp ist ein speziell für Radfahrer vorgesehener Rundkurs autofrei angelegt. Diese Möglichkeit wird von sehr vielen Radlern genutzt.


    Einen Tag haben wir dann genutzt um mit der Metro zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu kommen. Der Campingplatz bietet einen Shuttlebus zur Metro an. Dort haben wir dann einen Tageskarte gekauft und konnten die Sehenswürdigkeiten besuchen. Empfehlenswert ist auch der Besuch der Dachterasse auf dem Kaufhaus La Fayette. Dort hat man einen tollen Blick über Paris.


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    Am nächsten Tag habe ich mich dann mal alleine auf Erkundungstour durch Paris begeben. Diesmal mit dem Fahrrad. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hatte ich mir vorher als Route in meine Fahrradnavi-App geladen und brauchte die dann nur noch abfahren. Es war das erste mal, dass ich solch eine Tour ohne nähere Planung einfach abgefahren bin. Ich war mehr als überascht wie gut das alles funktionierte und auch die Routenführung war too. Geführt wurde man meisst über Radwege. Ganz Paris ist mit Radfahtreifen und Radwegen durchzogen. Die Busspuren sind auch für Radfahrer frei gegeben.

    Paris mit dem Fahrrad erkunden, meine persönliche Empfehlung. Mit etwas vorbereitung ist alles sicher zu erreichen. Wer Shoppen möchte, sollte allerdings die Metro als Verkehrsmitte vorziehen.

    An allen Sehenswürdigkeiten waren strenge Sicherheitskontrollen. Körper- und Taschenkontrollen.


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    Die Rückfahrt fand dann Samstags Non Stop statt. Nur ein Stau bei Mons verursacht durch Gaffer, ansonsten trotz der vielen Baustellen in Belgien gutes Vorankommen. Nach Stunden Fahrzeit waren wir dann zu Hause.

  • Danke für den schönen Reisebericht, lieber Uwe!

    Mit dem Fahrrad durch Paris.....wow, davor hätte ich Angst gehabt, aber Du berichtest ja, dass es sehr gute Fahrradwege in dieser Stadt gibt!

    Ich möchte schon immer mal mit einem Caprio durch Paris.......allerdings mit einem "Paris-erfahrenen" Chauffeur!;)

    Liebe Grüsse

    Anette

  • Genau auf den Songtext spielte ich an, danke, lieber Martin!;)

    Aber, ganz ehrlich......mit inzwischen 63, fast 64 neige ich denn doch dazu, die Hoffnung aufzugeben!;):00008235:

    Aber man weiss ja nieeeee!

    Liebe Grüsse

    Anette

  • "in einem Taxi nach Paris"... :D - oder muss ich das jetzt umtexten in "mit einem Camper nach Paris, nur fuer einen Monat"? :P

    Mein Wunschmobil: von aussen Smart, von innen Sattelschlepper!
    dazu passt mein Motto auch gut: "Einen Tod muss man ja sterben..."

  • Hallo Uwe,


    vielen Dank für deinen interessanten Bericht.

    Vielleicht schaffen wir es auch noch mal, nach Paris zu kommen.

    Gruß vom Dieter


    Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
    darf man den Kopf nicht hängen lassen.
    (Walther Matthau)

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