Albanien

  • 29.Mai 2019

    Eintrag ins Tagebuch:


    "Südlich nach Murino (Montenegro) und über Plav zur albanischen Grenze bei Gusinje.

    Weiter bei schwerem Regen nach Vermosh. Da gibt es zwar zwei CP, aber keine Sau will bei dem Wetter da bleiben.

    Nach Süden durch den äußersten Nordosten Albaniens über Selce und Tamare nach Hani Hoti, und am Skutari See entlang zum CP am Seeufer.

    TOLLE FAHRT TROTZ REGEN !!! "


    Jaaaa, GANZ FETT geschrieben und mit drei Ausrufezeichen. So stehts in meinem Tagebuch !!!

  • Rückblende in das Jahr 2004:


    Damals war ich zur Olympiade in Athen und wollte auf dem Rückweg nach Hause mit dem Motorrad durch Albanien fahren. Das ist gründlich misslungen. Sogar die treue "BMW GS Paris Dakar" hat angesichts der katastrophalen Pisten ihren Dienst verweigert.


    Übernachtet habe ich neben einer Bar am Strand. Schon ein Jahr später war die Gegend fest in der Hand von Spekulanten, die ein Hotel nach dem anderen hoch gezogen haben. "Meinen" alten Platz habe ich nie mehr wieder gefunden.

  • !!!

    29.Mai 2019

    Eintrag ins Tagebuch:......., aber keine Sau will bei dem Wetter da bleiben...............TOLLE FAHRT TROTZ REGEN !!! "

    Da scheint immer miserables Wetter zu sein.

    Hab in Vermosh in strömendem Regen auf dem Parkplatz im Ort übernachtet.

    Natürlich auch vor Ort eingekauft.

  • Da scheint immer miserables Wetter zu sein.

    Hab in Vermosh in strömendem Regen auf dem Parkplatz im Ort übernachtet.

    Natürlich auch vor Ort eingekauft.

    Ich bin durchs Landesinnere da runter gefahren, also ab Plitvice/Kroatien durch Bosnien-H., Montenegro mit Durmitor und Tara Schlucht, und dann nach Nordostalbanien rein. Und es hat dauernd geregnet !

    Aber unten ab Shkoder und dann an der Küste entlang nach GR gabs Sonne pur.

  • Auf der Tour habe ich übrigens ungewöhnlich viele CS getroffen. Kaum einer der Piloten war sonderlich gesprächig. Im Gegensatz zu den beiden Jungs, die mit ihrem Steyr unterwegs waren. Die habe ich dann auch zufällig im Oktober auf der Rückreise aus GR auf der Fähre wieder getroffen.


    FrühjahrSommer 2019 078_autoscaled.jpg

  • Den nenne ich geländegängig - ich empfand die (teils sehr schmalen) Straßen aber in Albanien als wirklich gut zu zu befahren mit dem höhergelegenen Rondo ? Allrad hab ich nie vermisst. Alte Sprinter der ersten Baureihe gab’s einer enormen Anzahl in allen Längen und Rostzuständen..... neben alten MB Taxis das Hauptfortbewgungsmittel. Aber natürlich auch eine kleine Menge neuester SUV der Oberklasse und immer mal wieder deplatziert wirkenden Lambos, Ferraris, Maybachs und Rolls - Mafia lässt grüßen.

    ?Grüsslis Peter

    2020 Jan/Feb Myanmar, Ende Juni/Juli Normandie, September/Oktober Toskana8)

  • Den 124er DB von meinem verstorbenen Vater habe ich nach Albanien verkauft, denn in D wollte den niemand mehr haben.


    Kommentar des albanischen Käufers:" Nur Mercedes hält albanische Straßen lange aus !"


    Okay, seitdem sind 10 Jahre ins Land gegangen, und die EU hat enorm viel Geld als sog. "Heranführungshilfen" ins Land gepumpt. Davon ist viel in den Straßenbau geflossen.


    Abseits der Hauptstraßen ist aber allergrößte Vorsicht geboten, besonders für Weissware.

  • Das ist die berühmt berüchtigte Fähre von Butrint. Die ist auch heute noch in Betrieb, aber man MUSS sie nicht mehr nutzen, wenn man von Saranda/Albanien nach GR will. Es gibt eine neue Umgehungsstraße.


    IMG_1057.JPG

  • Wir haben die Fähre gesehen (hatte tageweise Pause) und sind bequem über die Straße gefahren ....

    2020 Jan/Feb Myanmar, Ende Juni/Juli Normandie, September/Oktober Toskana8)

  • Die Verbindung von Butrint (lohnend aber auch recht touristisch als Weltkulturerbe eben) nach Griechenland ist landschaftlich sehr schön.... und über Bistrice SH 99 bestens zu fahren von der Vikos Schlucht im NW Griechenlands kommend ... Grüsslis Peter

    2020 Jan/Feb Myanmar, Ende Juni/Juli Normandie, September/Oktober Toskana8)

  • Aber natürlich auch eine kleine Menge neuester SUV der Oberklasse und immer mal wieder deplatziert wirkenden Lambos, Ferraris, Maybachs und Rolls - Mafia lässt grüßen.

    ?Grüsslis Peter

    Ja kann ich auch bestätigen, als wir in Shkodra (Albanien) eingefahren sind, ist mir auch erstmal die Kinlade runtergefahren. Dutzende neue SUV -ML-GL- Range Rover- X5 und alle in schillernden Farben die man hier nie sehen würde. Fahrer waren auch selten älter als 40, und man hat keinerlei Kopftuchmädchen auf der Straße gesehen.


    Entspannt waren eigentlich alle die wir gesprochen haben, inclusive Polizei.

    Also nix im vergleich zu Marokko, wo hinter jeden Stein ein Sackgänger sitzt der dich erstmal in beschlag nimmt.


    Mirko

  • Den 124er DB von meinem verstorbenen Vater habe ich nach Albanien verkauft, denn in D wollte den niemand mehr haben.


    Kommentar des albanischen Käufers:" Nur Mercedes hält albanische Straßen lange aus !"


    Okay, seitdem sind 10 Jahre ins Land gegangen...

    stimmt, die Halbwertzeit heutiger Sternprodukte ist schon lange nicht mehr die von damals...

    Mein Wunschmobil: von aussen Smart, von innen Sattelschlepper!
    dazu passt mein Motto auch gut: "Einen Tod muss man ja sterben..."

  • Wie gesagt: 2004 hatte ich einen ersten Versuch unternommen, Albanien mit dem Motorrad zu durchqueren. Das war misslungen.


    2005 kam dann der nächste Versuch, und der war erfolgreich. Von Griechenland kommend bin ich in Kakavia über die Grenze gefahren und konnte mir und dem Bike gegen eine "Spende" von 2 Euro das Durchfahren der widerlichen Desinfektionsgrube ersparen. Das fand ich schon sehr sympathisch.


    Die Straße hinter der Grenze war neu, und ich gab mal richtig Gas. Und dann war da die erste Straßensperre. Ich dachte schon:"Hhmm, wieviel wird das wohl kosten ?"


    Natürlich wurde ich gestoppt. Die Uniformträger raunten sich irgendwas zu, gingen alle mal rund ums Bike und nochmal, und dann nahm mich einer in den Arm und sagte:" Welcome in Albania!" Und ich war entlassen.


    Sowas ist mir seitdem mehrmals passiert.....aber nur in Albanien....nie in D oder sonstwo ;-)


    Das Foto ist von 2004 in Albanien nahe am Grenzübergang Kakavia.


    IMG_1065.JPG

  • Also nix im vergleich zu Marokko, wo hinter jeden Stein ein Sackgänger sitzt der dich erstmal in beschlag nimmt.


    Mirko

    Was meinst du mit dem Sackgänger? Interessiert mich, weil ich jetzt eigentlich in Marokko sein wollte. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

  • Was meinst du mit dem Sackgänger? Interessiert mich, weil ich jetzt eigentlich in Marokko sein wollte. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

    Egal wo wir in Marokko mal kurz standen, es tauchte immer ein freundlicher Mensch auf der dann fragte,


    Probleme ? nö

    was zeigen ? nö

    essen übrig ? nö

    Geld über ? nö


    Wir haben in den gut 14 Tagen nur 3 mal freigestanden, wie auf dem Bild auf 1.600m im Atlasgebirge, aber auch da kam ein Kollege mit Fahrrad vorbei.

    Klar kann ich verstehen das die Leute nix zu tun haben, und diese auf die Doofe Fremde anquatschen, könnte ja interessant werden oder was abfallen.

    Wir für unser teil hatten zu der Zeit beruflich immer mit Leuten zu tun und wollten einfach mal unsere Ruhe haben, uns geht es um Landschaft nicht um Kultur. Wir leben in Berlin da hat man genug Kultur.

    Wir standen ansonsten auf Campingplätzen da hatten wir unsere Ruhe und es war auch unkompliziert.


    Nicht desto trotz sollte man sich Marokko schon mal anschauen, wenn man ein Womo hat !


    In Albanien hab ich so was in keinster Weise erlebt, die Leute sind entspannt und eher etwas zurückhaltend.


    Mirko

    IMG_2308.jpg

  • In Albanien hab ich so was in keinster Weise erlebt, die Leute sind entspannt und eher etwas zurückhaltend.

    Das ist genau mein Eindruck aus bisher runden 10 Reisen durch und in Albanien, meistens auf der Durchreise nach oder von GR.


    Damals, als ich noch mit der BMW unterwegs war, war ich es gewöhnt, in Ländern, in denen diese Bikes kaum bekannt waren, von Leuten umringt zu sein, meist schüchtern, manchmal aber auch feindselig und fordernd. In Anatolien wurde ich mehrmals von Kindern mit Steinen beworfen, ohne dass Erwachsene einschritten.


    In Albanien ist sowas nie geschehen. Die Leute haben mich ignoriert und völlig in Ruhe gelassen.


    Thema Sicherheit: 2006 habe ich in Vlore im Hotel übernachtet. Das Bike musste auf der Straße parken. Auf meine Frage, ob es da sicher sei, antwortete die Dame an der Rezeption:" Absolut sicher ! Unsere Verbrecher sind alle in Deutschland!"


    Nochwas: In den letzten Jahren hat der Womo- und Motorradtourismus sprunghaft zugenommen, mit allen Begleiterscheinungen.

  • Da finde ich den 2006er Zustand aber uriger und schöner. Leider werden solche "Abenteuerlust versprühenden" Pisten immer rahrer. Wir sind in den 90ern in Skandinavien auch noch vielfach solche Straßen gefahren. Heute gibt es sie zwar teilweise noch, aber vielfach sind daraus tunnelverseuchte Touri-AB's geworden. :rolleyes:

    ... sorry, das Thema war ja Albanien ;)


    Gruß Eckard

  • Es ist leicht zu übersehen, aber auf dem obigen Foto schlendert ein Rind auf das "Sarande" - Schild zu. Sowas kann Dir hinter jeder Biegung passieren. Manchmal sind es ganze Herden, die sich da über die Straße verteilen, und ich denke, die Freundlichkeit der Albaner ist schnell zu Ende, wenn Du eines dieser Tiere über den Haufen fährst.


    In den Ortsdurchfahrten sollte man unbedingt auf die Kanaldeckel in der Straße achten. Manchmal sind sie schlichtweg nicht vorhanden, und wenn Du da rein rauschst, ist die Reise erstmal zu Ende.

  • Heute musst Du auf Nebenstraßen im albanischen Hinterland nur ein paar Minuten warten, und schon hörst Du das sonore Brummen der BMW GS auf Dich zu kommen....und dann noch eine....und noch eine....u.s.w.


    In den einschlägigen Foren wird Albanien groß gehandelt als letztes großes Abenteuer in Europa.

  • Ja lustig wird's, wenn auf den kleinen Straßen in den Bergen den Gruppen von GS Fahrern in der Kurve mal ein Kastenwagen entgegenkommt.8)


    Ansonsten wie schon geschrieben haben sie mit EU Mitteln diverse Straßen neu gebaut. In dem Zuge wurden in den Hot Spots auch Kleinkredite an Privatleute ausgegeben um den Tourismus zu fördern.

    So haben Familien Zimmer in ihren Häusern neu ausgebaut um sie an eben diese Motorradtouristen zu vermieten.

    Die Übernachtungspreise sind dann immer mit Abendbrot und Frühstück und lagen zwischen 25-45 Euro.

    Wir haben auch zum Abend diverse Motorradgrüppchen vor Privathäusern gesehen.


    Mirko


    .....man beachte den Verkehr :)

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