Prypjat und Tschernobyl

  • Ich erinnere mich noch gut an die Tage Ende April vor 35 Jahren. Ich war auf einem CP bei Reit im Winkl auf dem Weg nach GR (natürlich) , als im Radio die ersten Meldungen über ein Reaktorunglück in Tschernobyl kamen. Damals kannte hier kein Mensch diesen Ort. Das sollte sich sehr schnell ändern.


    Heute gehört das Gebiet zur Ukraine, und es wurde für den Tourismus geöffnet. Man erwartete bis zu 1 Mio Besucher pro Jahr. Wahrscheinlich hat de aktuelle Pandemie das aber erstmal ausgebremst.


    Wer war denn schonmal da ?

  • Als wir im August 1987 mit dem Auto nach Sotschi fuhren, haben wir Tschernobyl in ca. 100 Kilometer Entfernung passiert. Hatten davon aber keine Ahnung, weil uns das entsprechende Kartenmaterial fehlte.

    Ob uns die radioaktive Strahlung geschädigt hat? Keine Ahnung. Aber ich strahle heute auch noch.

    Heute gehört das Gebiet zur Ukraine

    Das gehörte damals schon zur Ukrainischen SSR, der Ukrainischen Sowjetrepublik.

    Gruß vom Dieter


    Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
    darf man den Kopf nicht hängen lassen.
    (Walther Matthau)

  • Servus Dieter,


    interessant! Wie lange hat Deine Reise bis Sotschi gedauert? Und wie funktionierte die Reise bezüglich Karten. Navi und Google Maps gabs ja damals weder bei Euch noch bei uns.


    VG

    Rupert

  • Hallo Rupert,


    wir sind mit dem Skoda 105L insgesamt sieben Tage bis Sotschi unterwegs gewesen. Die Übernachtungen waren vom Reisebüro organisiert und zwar in Lwow, Kiew, Charkow, Rostow am Don und Krasnodar. Eine Nacht haben wir in der Slowakei verbracht.

    Navi oder Mobiltelefon hatten wir damals noch nicht. Ein mir bekannter LKW-Fahrer, der schon mehrmals in der UdSSR unterwegs war, hat mir einfache Landkarten besorgt, auf denen aber nur die Hauptstraßen eingezeichnet waren. So konnten wir die Übernachtungsorte relativ gut anfahren. An den Stadtgrenzen haben wir uns von den dortigen Polizeiposten erklären lassen, wie wir zum Hotel kommen. Das hat problemlos geklappt. Abweichungen von der Reiseroute waren nicht möglich, da die Polizei das untersagte und unser Kartenmaterial es auch nicht zuließ.

    Nach zehn Tagen Aufenthalt im Hotel "Sport" ging es dann die gleiche Route zurück nach Hause. Insgesamt war es eine interessante Reise, an die wir noch heute gute Erinnerungen haben.

    Gruß vom Dieter


    Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
    darf man den Kopf nicht hängen lassen.
    (Walther Matthau)

  • Hallo Dieter,


    danke für die Info. Das war bestimmt eine tolle, erlebnisreiche Reise. War es Urlaub? Wenn ja, schon eine Herausforderung für 10 Urlaubstage dann 14 Reisetage. Dennoch, auch auf den Fahrten sieht man genug und gewinnt tolle Eindrücke.


    Und Dein Skoda hat das alles gut mitgemacht?


    VG

    Rupert

  • Ja, es war Urlaub und der Skoda hat alles problemlos mitgemacht.

    In den Übernachtungsorten hatten wir immer etwas Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung.

    Gruß vom Dieter


    Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
    darf man den Kopf nicht hängen lassen.
    (Walther Matthau)

  • Damals konnte man als "Klassenfeind" natürlich nicht so einfach in die glorreichen Sowjetrepubliken einschl. Ukraine einreisen und schon gar nicht wieder raus :-)


    Heute wäre das einfach, gäbe es Corona nicht. Die Ukraine ist leicht zu bereisen. Ich war zweimal dort und brauchte noch nichtmal ein Visum etc. Der Reisepass genügte vollkommen.


    Ich wollte immer schonmal die E40 in ihrer ganzen Länge abfahren, denn sie führt hier im Rheinland praktisch an meiner Haustüre vorbei. Also von Calais bis Stalin- äähh... Wolgograd. Und von Kiew ist es nur ein kurzer Abstecher hoch nach Prypjat.

  • D2B06F94-7E98-46D5-A0B0-4A3E5FEE4397.png2015 sind wir nach einer Nacht in Gomel entlang der Grenze zur Ukraine über den Übergang drei Schwestern unkontrolliert weiter nach Russland gefahren. Zu der Zeit galt das Einreiseformular noch für Belarus und Russland.

    Am rechten Straßenrand gab es Schilder mit dem Symbol „Radioaktiv“. Mit Fotos haben wir uns hier sehr zurückgehalten. Unser Zoel war ja die Seidenstraße, in Russland haben wir uns dann erst wieder Die Gedenkstätten in Wolgograd angeschaut.

  • Russland und die Stan-Staaten (außer Pakistan) sind immer noch ein weisser Fleck auf meiner pers. Weltkarte.

    Aber -wie schonmal hier irgendwo erwähnt- scheue ich ein wenig vor den riesigen Entfernungen zurück.

  • Hans, Russland ist wie so viele andere Ziele derzeit auch nicht (über den Landweg) möglich.

    Diese Mail erhielt ich heute:


    Grundsätzlich kann über uns ein Visum für drei Monate mit zweifacher Einreise (z.B. in Form des Geschäftsvisums inkl. Einladung von König Tours) beantragt werden. Informationen zu diesem Visum finden Sie hier:https://www.buch-dein-visum.de/russland-business-visum.htm

    Zurzeit ist die Einreise auf dem Landweg noch nicht möglich, derzeit kann die Einreise nur per Linienflug der Aeroflot über Berlin oder Frankfurt erfolgen. Dies kann sich kurzfristig ändern so dass wir Sie gerne bei der Visabeantragung unterstützen sobald die Einreise auch auf dem Landweg wieder gegeben ist.

    Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen telefonisch und via E-Mail gerne zur Verfügung.




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