Mosel - erste Tour nach Coronapause 2021

  • Wir sind gerade von einer einwöchigen Moseltour zurückgekommen. Es war der erste Ausritt nach Corona Beschränkungen. Jetzt spürte man gar nichts mehr davon. Das merkten aber auch die anderen: die Stellplätze u CP waren schlicht gnadenlos voll. Zu 95% weißhaarige Rentner in Joghurtbechern, eigentlich sind die ja nicht auf die Ferien angewiesen. Kästen waren fast keine unterwegs, edler schon gar nicht. Wir fanden immer noch ein Plätzchen aber meist schon gegen Mittag, so war es dann ganz gemütlich und wir konnten uns entspannen und kleine Wanderungen machen am Nachmittag. Wir sind auf der Autobahn bis Bingen gefahren, dann linksrheinisch am Rhein entlang ohne irgendeinen Verkehr. So ruhig haben wir das noch nie erlebt. In Koblenz das genaue Gegenteil. Ein Parkplatz am Samstag zu bekommen war schlicht unmöglich, wir kamen um die Mittagszeit an und Lidl war die einzigste Möglichkeit, hier am Ort nicht limitiert. Wir haben natürlich auch etwas eingekauft… teurer kam die Visite zu Armani wo sich die Frau neu entdeckte. Das war aber auch das einzigste schicke Geschäft in der Stadt ansonsten sehr ärmlich und auf den Straßen fast nur sehr junge Menschen mit Migrationshintergrund. Aber Autos haben sie offensichtlich sonst wären nicht alle Parkplätze weg gewesen.

    Gegen 17:00 Uhr fuhren wir unbehelligt weiter nach Hatzenport da konnten wir bequem und ruhig vor einem Restaurant parken und haben lecker gegessen. Am nächsten Tag fuhren wir nach Moselkern, Der Campingplatz Burg Eltz erschien uns überfüllt und nicht attraktiv. Er kann aber in der Ortsmitte gratis parken. Oder noch 1 km das Elztal hochfahren für die bequemeren. Die Wanderung von der Mosel hoch bis zur Burg Eltz und zurück war am Sonntagvormittag dann aber ein echter Genuss. Leider war die Burg im Mai noch verschlossen, jetzt kann man wohl wieder hinein .

    Schon am Sonntag Mittag waren wir auf dem Mosel Campingplatz in Cochem. Er war eigentlich ganz nett und bot viel Platz und wir standen ganz vorne an der MoselEr kostet er aber auch 29 € obwohl alle Sanitäreinrichtungen geschlossen waren. Erbärmlich nervend war aber der massive Krach von der Bundesstraße und der Bahnlinie auf der anderen Moselseite der durch eine Mauer Reflektiert wurde. Sonntag nachmittags waren diverse 20-40 man starke Harley Clubs Unterwegs den man gerne die Polizei auf den Hals gehetzt hätte da garantiert aufgebohrt. Dazwischen noch Ratternde Güterzüge….. kein wahrer Genuss aber die Nacht war ruhig. Der Weg mit dem Fahrrad nach Cochem hinein war nicht weit, Und der Ort recht überlaufen.

    Am Montag waren wir am Vormittag in dem winzigen Beilstein, sehr pittoresk aber auch touristisch wenn gleich leer, Burg Metternich grüßte.

    Das nächste Nachtquartier war in Pünderich auf dem Stellplatz, der Kassierer ließ sich nicht blicken beziehungsweise wir waren immer unterwegs. Mit dem Fahrrad waren es 6 km Nach Zell auf immer separatem Radweg. Das ist an der Mosel leider nicht die Regel!

    Die nächste Stopp war in traben Trarbach, sehr pittoresk. Kröv mit seinem nackt Arsch brachte nicht viel, das Nachtquartier in Ürzig auf dem städtischen Stellplatz war sehr angenehm und ruhig. Acht Euro. Eine nette Weinprobe bei C . Berres Rundet das Ganze ab.

    am nächsten Morgen fahren wir nach Bernkastel-Kues wobei der Letztere Stadtteil mit vielen Jugendstilhäusern attraktiv war .

    In dem kleinen Örtchen Kesten war wieder ein ordentlicher Stellplatz für zehn Euro mit Strom direkt an der Mosel. Aber auch dieser am Tag vor dem Feiertag fast komplett ausgebucht beziehungsweise reserviert. Wir fanden aber noch etwas Dank früher Ankunft . Den Nachmittag ruhten wir unter alten Bäumen im angenehm im Schatten denn die Temperaturen waren deutlich angezogen. In den Abendstunden dann noch eine Wanderung zu den römischen sauerquellen - schön.

    Für Donnerstag Abend war unser Ziel in Trier das Weingut von Nell . Es bietet 25 Stellplätze die meisten davon mit Strom direkt im Weinberg. Man steht eng hat aber zum Bach runter schönen Platz. Wir haben uns allerdings nicht hin gesetzt sondern sind in einer guten halben Stunde den herrlichen Weg nach Trier in die Innenstadt gelaufen da ein Gewitter drohte und so das Fahrrad ungeeignet erschienen. Trier war viel gepflegter als Koblenz, man merkt die Kaufkraft der Luxemburger. Außerdem natürlich unendlich viel römische Kultur, wir kannten die Stadt schon von früheren Besuchen unter anderem einem CS treffen. Zurück haben wir ein Taxi genommen (wegen des Regens) am Abend um 17:15 Uhr dann eine Weinprobe mit dem Hausherren, er redet etwas viel und es war ziemlich kalt und der Wein nicht so ganz meine Sache trotzdem haben wir drei Flaschen mitgenommen und ganz hervorragend gespeist. Die Wirtin ist außerordentlich freundlich und kocht ambitioniert. Am Freitag früh haben wir weitere römische Funde besichtigt, es lohnt ganz bestimmt. Wenn die Frau Historikerin ist gibt es auch wenig Diskussions Möglichkeit. Die Heimfahrt durch den Pfälzer Wald war angenehm, in Karlsruhe erwarten uns dann am Freitagabend schlappe 30°. Wir mussten zu Hause sein da heute unsere Enkel mit uns einen Ausflug nach Baden-Baden machen wollten. Da parkt man toll am Alten Schloss. Als wir vom Klettersteig zurück kamen hatten wir einen Plattfuß. Genau an der selben Stelle hinten links wo vor zwei Jahren in SchottlandUns das selbe alte. Wir hatten dann das alte Reserverad - das schon ausgemustert war montiert und jetzt hat das Ventil aufgegeben. Lehre : auch Reserveräder sollten nicht zu alt werden. Auch das Profil war ziemlich abradiert . Nach acht Jahren ist man selber schuld. Trotzdem übernimmt Mercedes natürlich die Kosten und war innerhalb 15 Minuten da und nach weiteren 15 Minuten war alles erledigt. Während dessen haben wir gekocht und die Enkel versorgt…… 


    Fazit: touristische Hotspots in Deutschland zu Ferien und Feiertagszeit sind nicht das unsere. Was haben wir in den vergangenen Jahren doch für schöne Reisen gemacht in der Vorsaison. Freunde waren jetzt in der Toskana komplett leer, zwei Fußballfelder pro Auto. Und alles offen! Wir hatten leider nur eine Woche und da war uns der Weg zu weit. Dafür dürften wir jetzt kuscheln und früh am Tag eine (schöne) Bleibe suchen……. 

    Grüsslis Peter 😎



  • Ich hoffe wirklich, dass sich die Gesamtsituation mittelfristig wieder etwas entspannt, wenn wir in Europa wieder frei reisen dürfen. Wir haben im Herbst 2020 (keine Ferien !!) ja in Thüringen und Rügen den Wahnsinn erlebt. Wenn das so bleiben würde....ich fürchte bei Mobile.de stünde ein Bresler Junior zum Verkauf..... ;(


    Gruß

    Roman

  • Gestern liefen im TV mehrere Dokus zum Thema Camping, allerdings teilweise schon vor Corona aufgenommen. Gruselig, einfach gruselig !


    Dazwischen ein Interview mit dem Geschäftsführer eines Camping - Dachverbands.


    Wenn ich mir vorstelle, dass jetzt noch zigtausend Neucamper dazu kommen, dann sehe ich wirklich schwarz. Kuschelcamping ist mir ein Graus.


    Wenn Skandinavien wieder aufmacht, entspannt sich die Lage hoffentlich ein wenig.

  • Wir haben im Herbst 2020 (keine Ferien !!) den Wahnsinn erlebt Wenn das so bleiben würde....ich fürchte bei Mobile.de stünde ein Bresler Junior zum Verkauf..... ;(


    Gruß

    Roman


    Wenn ich mir vorstelle, dass jetzt noch zigtausend Neucamper dazu kommen, dann sehe ich wirklich schwarz. Kuschelcamping ist mir ein Graus.


    Wenn Skandinavien wieder aufmacht, entspannt sich die Lage hoffentlich ein wenig.

    Für uns wird es hoffentlich besser - aber so viele fahren ja nicht nach Skandinavien…. (erfreulicherweise).


    Italien u Griechenland geht ja schon und völlig leer!!!!


    Aber Kurzreisen in D sind unattraktiv geworden 🤢 - dann vielleicht doch lieber ein ausgesuchtes nettes Hotel reservieren. 😋


    Beim Womo wollen wir ungebunden und unreserviert spontan reisen!!!! 🧐 und uns nicht um rare Stellplätze prügeln bzw von 2m Latten ausgesperrt werden und nur Halblegal parken. Für Pkw war alles üppig ausgelegt und leeeeer.


    Grüsslis Peter 😎

    2020 Jan/Feb Myanmar, Ende Juni/Juli Normandie, September/Oktober Toskana8)

  • Die Werbefilmchen von Caravaning TV wurden doch in Skandinavien gedreht.

    Dahin werden sich viele Neucamper wenden, wenn sie sehen, dass an Nord-, Ostsee, Unterelbe und Oberbayern keine große Freiheit mehr zu finden ist.


    Hier mal ein gruseliges Video vom Fahrtüchtigkeitsguru:


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  • hab in das Video mal kurz reingeschaut, nein danke. Leider wird das Thema aktuell echt breitgetreten damit auch die die gar nichts damit zu tun haben was davon mitkriegen.

    Wir waren dieses Jahr schon einige Male unterwegs, haben dabei Touri-Hotspots gemieden und immer freistehend übernachtet. Zuletzt 2 Wochen in der Schweiz. Überhaupt keine Probleme. Man muß sich halt an Verbotsschilder halten und auch nicht grade auf den Marktplatz stellen. Und auch nicht zu anderen dazu, oder quer auf dem Wanderparkplatz damit die Karre grade steht. Auch nicht grillen, etc.

    Auch essen wir meist erst irgendwo zu Abend und fahren erst dann an einen Platz zum Übernachten. Also meist nicht vor 19:00.

    Gruß Ronald

  • Wir waren dieses Jahr schon einige Male unterwegs, haben dabei Touri-Hotspots gemieden und immer freistehend übernachtet. Zuletzt 2 Wochen in der Schweiz. Überhaupt keine Probleme...Auch nicht grillen, etc. Auch essen wir meist erst irgendwo zu Abend und fahren erst dann an einen Platz zum Übernachten. Also meist nicht vor 19:00.

    Hallo Ronald,


    das kann man mal so machen, ABER.


    Wenn das Wetter passt, gehört für uns zum Wohnmobilurlaub auch dazu, den Abend vorm Womo ausklingen zu lassen, ein Glas Wein zu trinken, noch was zu lesen oder die nächste Etappe zu planen. Das mache ich aber nur auf offiziellen SP´s oder CP´s.

    Frei stehend verhalte ich mich so unauffällig wie es nur geht. Das käme für mich aber für einen ganzen Urlaub nicht in Frage. Daher ist man doch irgendwie auf eine Infrastruktur angewiesen.


    Und ganz ehrlich, wenn alle, die neu zu unserem Hobby dazu stoßen das so machen, sind die Tage des Freistehens europaweit gezählt, dann werden wir noch nicht mal mehr in der Nebensaison geduldet ,was ich sogar verstehen könnte.


    Ein paar Zahlen verdeutlichen die Dramatik, die dahinter steckt:


    Von 2015 bis 2020 legte der Bestand an Wohnmobilen (D) von 390 000 auf knapp 590 000 zu. Das entspricht einem Plus von 50 % !! Und das geht so weiter. 2020 wurden rund 80.000 Wohnmobile neu zugelassen. Wenn der Trend so weiter geht, steigt die Zahl bis 2026 auf rund 1 Million Fahrzeuge. Dann wirds richtig eng.....


    Gruß

    Roman

  • Hallo Roman,

    das von mir oben dargestellte ist in diesem Jahr natürlich auch C19 geschuldet. Stellplätze in D haben ja erst seit kurzem wieder offen. Die Zahlen lassen aber nichts gutes erwarten.

    Zum Verhalten beim Freistehen habe ich vor kurzen hier ein gutes Video gesehen, da ist eigentlich alles drin:

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    Oder in einem Satz den ich vor einigen Jahren mal in UK auf einem Stellplatz gelesen hab:

    No antisocial behavior please!

    Gruß

    Ronald

  • Danke Bericht. Doc

    Mit welchen Kastenwagen fährt du jetzt? 🤔

    Klicke einfach auf mein Profil da siehst Du es: CS Rondo 319 Bj 13 der im Spätsommer oder Frühherbst zum Verkauf steht😄

    Grüsslis Peter 😎

    2020 Jan/Feb Myanmar, Ende Juni/Juli Normandie, September/Oktober Toskana8)

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