Schottland 2014

  • Reif für die Insel – eine Fahrt nach Schottland


    Ja, wir waren wirklich reif für die Insel. Zum ersten ging für mich ein langes und im Endspurt stressiges Schuljahr zu Ende, zum zweiten, weil wir schon sehr viele Jahre – genauer seit 2003 - nicht bei den Briten waren. Das hohe Pfund war wohl hauptsächlich schuld daran, heuer wollten wir die Insel dennoch wieder packen.


    Im Vorfeld hatte ich die temporäre Mitgliedschaft beim Camping und Caravanning Club erworben (http://www.campingandcaravanni…-from-germany/einfuhrung/). Um knapp EUR 30.- für drei Monate kommt man so in den Genuss satter Rabatte (30 %) auf die Personengebühren. Da uns diese Campingplätze 2003 sehr gut gefallen haben, wollen wir sie auch heuer wieder anfahren.


    Als Hauptziel kristallisierte sich bald Schottland heraus. Doch wie kommt man nach Schottland? Die meisten würden sofort eine Fähre vom Festland, z.B. Amsterdam, nach Nordengland nehmen, eine Nachtüberfahrt, die im Sommer entsprechend frühzeitig gebucht werden muss – nichts für uns! Warum?
    Zum ersten sind wir nicht seefest, bei längeren Überfahrten war es fast immer einem von uns nicht wohl. Auch das Feeling an einer Fähre finden wir nicht so prickelnd, der Transport ist einfach Mittel zum Zweck. Für die Anreise nach Amsterdam müssen wir zwei harte Fahrtage rechnen, besser drei. Da sind Staus noch nicht eingerechnet. Der Stress beginnt somit schon zu Urlaubsbeginn. Grund drei gegen eine monatelange Vorausbuchung ist auch unser Vater, der mit seinen 86 Jahren noch gern mitfährt, aber in dem Alter kann und will man nichts mehr so lange planen. Pflücke den Tag, wie er kommt!
    Wir entscheiden uns für die Fähre Calais – Dover, für die man keine Vorausbuchung braucht, mehr dazu aber später.


    Die Anreise nach Calais


    Routenplaner geben die Strecke Graz – Wels – Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt – Köln – Aachen – Brüssel – Calais aus. Diese Strecke haben wir schon mehrmals unter die Räder genommen. Doch muss man sich das alles antun? Nein. Wir werden versuchen, die Großräume von Frankfurt und Brüssel zu meiden.
    Am Freitag, den 11. Juli starten wir. Der erste Tag führt uns auf der vom Routenplaner vorgeschlagenen Strecke bis Nürnberg, hier fahren wir aber weiter nach Norden bis Bamberg und dann weiter nach Westen bis Haßfurt, wo wir auf dem bekannten Stellplatz um 19 Uhr ankommen. Viel los war auf der Straße, allein ein kleines Gewitter hatte bei Bamberg schon zu einem Stau geführt. Um diese Zeit bekommt man in der ersten Reihe natürlich keinen Stellplatz, die zweite Reihe ist auch nicht schlecht.


    Am nächsten Morgen, bei uns heißt das etwa 10 Uhr, geht es weiter. Doch kaum einen Kilometer auf der Autobahn sind wir gefahren, da gibt es das uns bekannte „Peng…“ aus dem Motorraum. Der Hochdruckluftschlauch zum Turbolader hat sich gelöst. In der nächsten Nothaltebucht befestigt Roland den Schlauch, aber offensichtlich nicht gut genug, denn gleich drauf kommt das Problem wieder. Also ab von der Autobahn, die nächste Steigung hätten wir nicht geschafft und auf der Zufahrt zu einem Feldweg in aller Ruhe das schon etwas „vernudelte“ Ding befestigt! Sollten wir nicht noch hier in Deutschland eine neue Schlauchschelle besorgen? Ja, wir werden bei einem ATU in Schweinfurt, zu dem uns unser Navi-Fritze führt, eine neue Schlauchschelle besorgen, nachdem man an Tankstellen offensichtlich dazu nicht an der Lage ist, dort gibt es dafür Getränke…
    Nun aber wirklich weiter! Auf der Autobahn geht es zügig nach Norden über Fulda hinaus, dann weiter nach Gießen, Limburg, dort wieder auf die A3 und dann Richtung Koblenz. Wäre es nicht nett, ein wenig den Rhein entlangzufahren? Sofort ist Roland dabei, er ist froh, dem Autobahnwahnsinn auskommen zu können. Also geht es an der rechten Rheinseite flussabwärts – nur ist das, was da mein Autoatlas tief unten im Falz versteckt zeigt keine Brücke, es ist eine Fähre. Auch gut! In Linz am Rhein queren wir gegen ein paar Euro die Flussseite
    Wir kommen gut weiter und erreichen Aachen – der Stellplatz ist so voll, da ist kein noch so kleines Fleckchen frei. Der Stellplatzatlas weiß einen Platz in Jülich – nichts wie hin: Dort haben wir noch gut Platz, der einzige Wermutstropfen ist, dass man den Verkehr von der Autobahn ein wenig hört.



    Am nächsten Morgen ist es trüb, Regen scheint zu kommen. Abends hat niemand kassiert, jetzt am Morgen kommt auch keiner? Ich sehe nach, ob es irgendwo einen Briefkasten gäbe, wo man die Gebühr hinterlegen könnte, finde aber nichts. Es ist schon nach 10 Uhr, als wir aufbrechen, da latscht gerade noch ein junger Mann über den Weg und kassiert…
    Wir fahren nun über Aachen nach Belgien, auf der Autobahn geht es zügig dahin. Zeitweilig nieselt es ein wenig, es ist recht frisch. Wir passieren Lüttich, Namur, Charleroi, Mons und Tournai. Ob Belgien wohl einmal eine Reise wert wäre? Wohl eher im Frühling, ist unsere Meinung. Bei Lille erreichen wir Frankreich und fahren auf der mautfreien Autobahn Richtung Dunkerque. Es ist noch früh am Nachmittag, wir wollen mit der Suche nach einem Stellplatz beginnen. Doch gleich der erste Platz in Gravelines, direkt am Rande des Städtchens und der Marina, gefällt uns, hier bleiben wir.







    Und da morgen französischer Nationalfeiertag ist, gibt es um 23:30 Uhr direkt neben dem Stellplatz ein tolles Feuerwerk – so schön kann Urlaub beginnen!


    Die Kunst, ein Fährticket zu kaufen


    Am nächsten Morgen geht es noch schnell zum Einkaufen (die großen Supermärkte haben trotz des Nationalfeiertags offen) und dann zum Fährterminal. Da wir noch kein Ticket haben, werden wir auf einer eigenen Spur zu einem Parkplatz geführt. Dort ist dann das Gebäude, in dem die Tickets erworben werden können. Wir gehen zum Schalter von P&O, bringen unseren Wunsch vor. Der ältere Herr, der uns bedient, schaltet sofort auf Englisch um, es scheint ein Brite zu sein. „Wollen Sie heute fahren?“, fragt er. Ja, das wollen wir. „Wenn Sie heute fahren, zahlen Sie ca. 130 Euro, buchen sie dieselbe Abfahrtszeit für morgen, dann zahlen Sie etwa die Hälfte. Aber wenn Sie erst morgen das Ticket für morgen kaufen, zahlen Sie wiederum etwa 130 Euro. Sie können das Ticket hier bei mir oder im Internet kaufen.“
    Na klar, dann bleiben wir noch einen Tag in Frankreich, hier ist es ja auch schön, aber wir verstehen diese Preispolitik nicht ganz. Wir wägen alle Für und Wider gegen diese Preispolitik ab, finden aber keine schlüssige Antwort.


    Also kurz noch einmal: Um an ein preisgünstiges Ticket für die Fähre Calais – Dover zu kommen, muss man nicht Monate im Voraus buchen, es reicht ein Tag und man kann das sogar am Fährhafen tun.


    Jetzt müssen wir wohl den heutigen Tag im Großraum Calais verbummeln. Als erstes sehen wir uns den Stellplatz am Hafen an – nein danke. Obwohl wir den besten Platz ganz vorne haben könnten, gefällt es uns hier überhaupt nicht. Als nächstes fahren wir vorbei am Cap Blanc Nez (dort kann man mit dem Wohnmobil überhaupt nirgends mehr parken) in das Dörfchen Escalles. Auf dem Campingplatz Les Erables bleiben wir eine Nacht (http://www.camping-les-erables.fr/) . Die Umgebung ist angenehm, die Sanitäranlagen sind zwar sauber, aber viel, viel, viel zu gering dimensioniert.



    Die Überfahrt und die ersten Tage in England


    Am nächsten Morgen ist es trüb, der Wind bläst ein wenig und von Zeit zu Zeit nieselt es. Genau so muss wohl das Wetter sein, wenn man zu den Briten fahren will! Viel zu früh sind wir am Fährterminal, da die nächste Überfahrt offensichtlich gleich viel kostet wie die von uns gebuchte, nimmt man es als selbstverständlich an, dass wir früher fahren wollen. Und schon stehen wir in der Wartelinie und bald darauf sind wir auf dem riesigen Schiff, das mit ca. 160 LKW und 10 Bussen (laut Lautsprecheransage) auf dem Deck für hohe Fahrzeuge noch immer nicht voll ist. Als erstes wechsle ich gleich einmal 300 Euro in Britische Pfund, ich habe immer gern Bares in der Tasche und bekomme so auch gleich ein paar Münzen zum Füttern von Parkautomaten. Die Überfahrt verbringen wir wegen des unfreundlichen Wetters nicht auf Deck.






    Nach ca. 1½ Stunden spuckt uns der Fährkoloss wieder aus. Erstes Ziel ist der Rastplatz Samphire Hoe zwischen Dover und Folkestone, unser nun schon traditionelle erste Anlaufpunkt auf der Insel.
    Samphire Hoe ist ein Stück Land, das unterhalb der Kreidefelsen durch Anschüttung des Aushubs aus dem Kanaltunnel entstanden ist. Durch einen einspurigen, durch einen durch eine Ampel geregelten Tunnel geht es auf einen Parkplatz direkt am Meer.





    Nach der Mittagsrast wollen wir noch ein wenig nach Westen fahren. Die Straßen sind schlecht, so schlechte Straßen hatten wir schon lang nicht mehr. Wenn man bedenkt, dass das die Hauptroute Richtung Cornwall ist – unglaublich! Wir fahren bis Hastings und bekommen auf dem dortigen Campingplatz (http://www.shearbarnholidaypark.co.uk/) ein schönes Plätzchen.
    Auf britischen Campingplätzen läuft das in der Regel ein wenig anders als auf dem Kontinent. Als erstes kommt da immer die Frage: „Haben Sie reserviert?“ Offensichtlich scheint das die Regel zu sein. Obwohl wir nur einmal reserviert haben, haben wir bis auf ein einziges Mal immer ein schönes Plätzchen bekommen. Dann muss man immer genau angeben, wie lang man bleiben will, bezahlt wird im Voraus. Wenn alle Formalitäten erledigt sind, geht man zum Wohnmobil, ein Bediensteter des Campingplatzes geht oder fährt (mit Rad oder Auto) voraus und weist den Camper auf seinem Stellplatz ein. Wie man zu stehen hat, wird oft von diesem Bediensteten festgelegt. Zum Nachbarn hat man mindestens einen Abstand von 6 m einzuhalten. (Oft gibt es „hard standings“, also geschotterte Plätze, was vor allem bei Regen sehr angenehm ist. Neben diesem „hard standing“ ist dann genug Rasen, auf dem man es sich gemütlich machen kann. Wiesenparzellen, die durch den Vorzeltboden des Vorgängers in Mitleidenschaft gezogen wurden, werden oft erst wieder vergeben, wenn sich der Rasen erholt hat.) Der Bedienstete wartet noch, bis der Strom angeschlossen ist, informiert über alles Wichtige und wünscht dann einen schönen Aufenthalt.



    Am nächsten Morgen geht es weiter westwärts. Die Straße führt zuerst durch Hastings



    und dann geht es mal auf besseren, mal auf schlechteren Straßen weiter. Um Southampton gibt es sogar Autobahn, dann wieder „normale“ Straße.
    „Normale Straße“ – in dem Fall sieht sie wie eine Schnellstraße aus, wie Spuren in jede Richtung. In der Regenrinne geht ein „Radweg“ – nie und nimmer möchte ich den fahren müssen. Und dann und wann taucht ein Schild auf mit dem Hinweis, dass hier Fußgänger die Straße kreuzen. Um was in der Welt müssen Fußgänger mitten in der Pampa eine vierspurige Straße kreuzen? Wir kennen die Antwort nicht.
    Kurz vor Oxford biegen wir ab, wir fahren den CP Lincoln Farm Park in Standlake an: sehr schön, sehr gepflegt. (http://www.lincolnfarmpark.co.uk/)



    Am nächsten Morgen hole ich das tags zuvor bestellte Brot in der Rezeption, frisch gebacken soll es sein. Doch so wie es sich anfühlt, so schmeckt es dann auch – wie Aufbackbrötchen aus der Mikrowelle! Heute geht es auf der Autobahn nach Norden, Städte, wie Birmingham, Liverpool und Manchester werden dabei passiert. Entsprechend viel los ist daher auf der Straße, dann und wann gibt es Stau ohne Grund, nur die mautpflichtige Autobahn um Birminghar ist leer.
    Nachdem wir das dicht besiedelte Gebiet mit den Großstädten hinter uns gelassen haben, ist es Nachmittag. Sollten wir nicht langsam einen Campingplatz suchen? Die Beschreibung eines Platzes bei Silverdale liest sich gut, also versuchen wir den Platz! Die Straßen werden schmal, wären da nicht immer wieder Schilder, die auf den Campingplatz hinweisen, müsste man annehmen, man habe sich verirrt.




    Und dann sind wir angekommen, der Campingplatz ist wirklich schön (https://www.holgates.co.uk/sil…ents-and-touring-caravans). Die Stellplätze befinden sich in einem eigenen Bereich, auf der Wiese tummeln sich Hasen, die Sanitäranlagen sind schön, es herrscht paradiesische Ruhe und in der Ferne glitzert das Meer.






    Am kommenden Morgen beschließen wir, die Fahrt nach Norden durch den Lake District zu machen. Schon einmal waren wir hier gewesen, allerdings ohne in den Jubel auszubrechen, der von Reiseführern und Tourismusexperten unisono vorgebracht wird. Also geben wir dem Lake District eine zweite Chance!
    Um es kurz zu machen: Eine dritte Chance wird der Lake District nicht so schnell wieder bekommen. Ja, die Landschaft ist schön, sie erinnert ein wenig an das österreichische Salzkammergut, nur sind die Berge im fernen Mitteleuropa bewaldet, im Lake District sind es Grasberge. In den Städtchen schieben sich Touristenmassen, da wie dort. Während im Salzkammergut Mozart touristisch vergewaltigt wird, sind es hier die Dichter der Romantik. Kein Plätzchen, das nicht irgendwie touristisch ausgeschlachtet ist, kein Parkplatz ohne Gebühr… Uns drängt es zur Flucht.
    Wir brauchen Brot. Ja, es gibt sogar Bäcker, aber wo lässt man das Wohnmobil stehen, um zum Bäcker zu marschieren? Wohnmobile sind in dieser Art von Tourismus nicht vorgesehen. Die hier Wohnenden brauchen ja auch eine Versorgung. Schließlich werden wir an einer Tankstelle fündig und hier versorgen sich offensichtlich auch die Einheimischen mit den Dingen des täglichen Bedarfs – komische Welt!


    So, jetzt haben wir Brot, aber jetzt fehlt der Parkplatz, um das Brot zu verzehren. Bis Carlisle finden wir nichts Passendes, dort stolpern wir über einen Supermarkt (ASDA), füllen dort gleich einmal unsere Vorräte auf und essen dann auf dem Parkplatz eine Kleinigkeit.
    Und jetzt? Während wir futtern, hat es ein wenig zu regnen begonnen, es donnert. Wir haben keine Lust auf Kilometerfressen. So queren wir gleich einmal die Grenze nach Schottland, werden in gälischer Sprache willkommen geheißen (Fàilte gu Alba), fahren fast bis Lockerbie und zum Campingplatz Hoddom Castle Park (http://hoddomcastle.co.uk/german/index.html). Ja, in einem Schlosspark zu campen, das ist schon was Besonderes, auch wenn das Schloss schon bessere Zeiten gesehen hat.



    Unterwegs in Schottland


    Ein trüber Morgen begrüßt uns, wie es die Wetterprognosen in Internet und Zeitung gesagt haben. Schade, dass sie recht hatten! Als erstes fahren wir nach Dumfries, kaufen hier sehr gut ein (Morrisons) und dann fahren wir zum Caerlaverock Castle im Süden der Stadt.



    Inzwischen hat es stark zu regnen begonnen und unser Entschluss steht fest: Wir fahren zum Campingplatz des Camping an Caravanning Club (http://www.campingandcaravanni…ire/maybole/culzeancastle) beim Culzean Castle nördlich von Stranraer. Dort wollen wir zwei Nächte bleiben und den Regen „aussitzen“.





    Am Morgen hat der Regen aufgehört, das ist wohl eine gute Gelegenheit, um Wäsche zu waschen. Eine Ladung Kochwäsche wandert in die Maschine, dann in den Trockner, aus dem sie so nass herauskommt, wie sie hineingekommen ist. Also noch ein Pfund geopfert und noch einmal getrocknet. Noch immer ist die Wäsche nass. Nach viermal Trocknen und vier Pfund geopfert, gebe ich auf, nicht ohne die Campingplatzleitung zu informieren, dass mit dem Trockner etwas nicht in Ordnung sein muss. Der Trockner ist in Ordnung, wird behauptet, für Handtücher braucht man eben mehr Trockenzeit.
    Na, dann trockenen wir eben so und mit Hilfe des Haarföns:



    Am nächsten Morgen klopft es an der Tür. Der Mann, der am Vortag behauptet hat, wir könnten nicht richtig den Trockner bedienen, steht zerknirscht draußen. Der Trockner wäre doch defekt, es täte ihm leid, hier wären die vier Pfund…
    Da zudem noch die Sonne scheint, ist die Welt wieder in Ordnung.



    Nach einem Tankstopp und Großeinkauf bei Morrison in Ayr fahren wir entlang der Küste fast bis Glasgow und dann weiter nach Norden. Jetzt werden die Straßen richtig schlecht und eng. Offiziell handelt es sich um zweispurige Straßen, doch als Beifahrerin sitze ich in der Regel auf der Gegenfahrbahn. Zudem herrscht viel Verkehr, was das Fahren doch recht anstrengend macht. Entlang der A82 geht es nach Norden, im Hochland erwartet uns eine eindrucksvolle Landschaft, leider denke ich viel zu spät an den Fotoapparat. Dann geht es wieder hinunter auf Meeresniveau und nach Fort William.
    Auf dem Campingplatz Glen Nevis (http://www.glen-nevis.co.uk/) , der ruhig in einem Seitental liegt, finden wir einen angenehmen Übernachtungsplatz. Es ist fast heiß, der Ben Nevis, der höchste Berg Großbritanniens, schaut uns ins Wohnmobil.



    Auch am kommenden Tag ist es sehr, sehr warm. Als erstes besuchen wir die Schleusentreppe Neptun’s Staircase am Kaledonischen Kanal:




    Dann fahren wir durch eine wirklich schöne und eindrucksvolle Landschaft hinaus nach Mallaig. Die Eisenbahnbrücke, die man auf dieser Strecke „gesehen haben muss“, haben wir uns verkniffen, da waren Busladungen von Touristen.



    In Mallaig angekommen, fahren wir gleich zum Fähranleger. Von hier wollen wir mit der Fähre auf die Insel Skye fahren. Doch da müssen wir erst einmal etwa vier Stunden warten, bis dahin ist die doch recht kleine Fähre ausgebucht.
    Macht nichts, wir haben ja Zeit. Inzwischen ein paar Worte zum Thema „Brot“:
    Wir essen grundsätzlich gern gutes Weißbrot und mögen gute Semmeln. Doch hier bei den Briten ist das Brot auch für uns so eine eigene Sache. Am ehesten schmecken uns bei den Briten die „French sticks“, die den französischen Baguettes ähneln. Alles andere fällt in die Kategorie „Quetschbrot“. Das ist sehr praktisch, wenn man im Schrank wenig Platz hat. Man quetscht das Brot einfach auf die nötige Größe zusammen und wenn man es wieder aus dem Schrank nimmt, dehnt es sich wieder auf die ursprüngliche Größe aus. „Memory-Effekt“ nennt man das in der Naturwissenschaft, aber seht selbst:





    Interessant ist auch, dass dieses Brot auch nach Wochen noch nicht schimmelt, selbst wenn es in der Wärme in der angebrochenen Kunststoffverpackung aufbewahrt wird. Ach ja, wir haben gelesen, dass nur wirklich weiches Brot gutes Brot wäre und die Kunst eines Bäckers eben darin bestünde, wirklich weiches Brot zu backen.


    Was wohl ein Engländer zur mitteleuropäischen Brottradition sagt?


    Inzwischen ist es Zeit geworden, die Fähre zu besteigen und nach Skye zu schippern:





    Nun sind wir auf der Insel, wo wir schon öfters waren, doch noch nie bei solch einem Wetter! Das muss ausgenützt werden. Doch inzwischen ist es schon relativ spät geworden und wir finden auf dem Campingplatz des Camping und Caravanning Clubs (http://www.campingandcaravanni…k/isleofskye/portree/skye ) Unterschlupf für die kommende Nacht:



    Noch immer ist das Wetter perfekt, man sieht die Äußeren Hebriden. Nun umrunden wir aber gleich einmal den östlichen „Finger“ der Insel auf der Strecke Uig – Staffan. Der Großteil dieser Straße ist eine „single-track road“ mit vielen Ausweichstellen, das Fahren macht keine Mühe, man verhält sich grundsätzlich defensiv und höflich gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern:










    Am frühen Nachmittag verlassen wir Skye über die Brücke. Wir fahren Richtung Loch Ness.





    Falls es uns dort irgendwo gefällt, können wir ja bleiben, ansonsten wollen wir bis Dingwall weiterfahren. Je weiter wir zum Loch Ness kommen, desto mehr fällt das Thermometer, obwohl weiterhin die Sonne scheint. Der Versuch, auf Urquhart Castle einen Blick zu werfen, scheitert am völlig überfüllten Parkplatz. Da hätte nicht einmal ein PKW mehr Platz. Also geht es weiter. Am Ende des Loch Ness kriecht dicker Nebel vom Osten ins Land. In Inverness ist’s dann grauslich und kalt, während ein paar Meilen weiter nördlich in Dingwall wieder die Sonne scheint. Auf dem Campingplatz in Dingwall (http://www.campingandcaravanni…ghlands/dingwall/dingwall) verbringen wir eine angenehme und ruhige Nacht.
    Nach einem ausgedehnteren Einkauf geht es am nächsten Morgen wieder nach Nordwesten. Grün, grün ist alles um uns, es ist einfach nur schön. In Ullapool drehen wir eine Ehrenrunde, dann geht es weiter auf großteils single-track roads. Zu Mittag sind wir an einer Schlossruine mit Geistern, stilvoll, nicht wahr?






    Am frühen Nachmittag erreichen wir die Nordküste bei Durness. Unser Plan, dort auf den Campingplatz zu gehen, wird gleich wieder verworfen. Der Platz ist voll, wohl wegen der Highland Games, die am nächsten Tag hier stattfinden werden. Man bekäme kein halbwegs ebenes Plätzchen mehr. Da werden wir wohl was anderes finden. So fahren wir gemütlich weiter nach Osten, immer mit Blick auf das blitzblaue Meer. Auf der Suche nach einem Campingplatz finden wir den Strand für Menschen und Kühe:



    Erst in Thurso finden wir den Platz, den wir suchen: direkt am Ortsrand und am Meer mit einem weitem Rundumblick (http://www.thursobaycamping.co.uk/).



    Nach einem kurzen Einkaufsstopp fahren wir am nächsten Morgen zu Dunnets Head, dem nördlichsten Punkt auf „Mainland Britain“.





    Von einer Anhöhe hat man eine schöne Rundumsicht. Da sehen wir auch, dass es im Westen wunderbar ist, während im Osten der Nebel kriecht. Doch genau dorthin wollen wir.
    John o’Groats heißt dieses Ziel. Das „letzte Haus in Britain“ steht da, es gibt Fähren zu den Orkney Islands (da waren wir vor ein paar Jahren) und Tierbeobachtungssafaris. Aber bei dem Wetter haben wohl nicht viele Leute Lust dazu, dennoch bleiben wir hier für eine Nacht (http://www.visitscotland.com/i…ing-site-p206251#overview).




    Nun geht es unweigerlich wieder Richtung Süden. Da die Wetterprognosen für die nächsten beiden Tage nicht so gut sind, wollen wir nur bis Dingwall fahren und dort diese beiden Nächte bleiben. Die Straße dahin führt über weite Strecken hoch über der Küste, doch je weiter man in Küstennähe ist, desto dicker ist der Nebel. Erst später wird der Nebel „dünner“ und liegt dann nur mehr über dem Meer – ein faszinierender Ausblick!



    Auf dem Campingplatz in Dingwall bleiben wir nun die beiden kommenden Nächte, das Wetter wird gar nicht so schlecht, wie prognostiziert.Wir genießen die Campingplatzidylle:




    Am Abfahrtstag lacht die Sonne wieder vom Himmel. Heute soll es auf den Whisky-Trail gehen, vielleicht auch in eine Distillery. Daraus wird dann zwar nichts, wir haben schon einmal eine besichtigt und wollen diesmal eigentlich uns nicht unter die Menschenmassen schieben. Aber wir genießen die Fahrt durch das schöne Land, queren Dufftown, die „Whisky-Hauptstadt“, und gelangen auf abgeschiedenen Wegen zu einem wunderschönen Mittagsrastplatz.







    Wie immer überlegen wir beim Mittagessen, wie es weitergehen soll. In der Nähe gibt es laut Beschreibung drei akzeptable Campingplätze – dann sehen wir uns die gleich einmal an. Schon der erste Platz bei Alford gefällt uns sehr gut, im Park eines Herrenhauses gelegen. Hier bleiben wir gern (http://www.haughtonhouse.co.uk/).



    Weiter geht’s! Nachdem uns die Royals nicht auf Balmoral Castle eingeladen haben, fahren wir daran nur vorbei, genießen aber die schöne Gegend. Nach Braemar geht die Straße hinauf auf einen schönen Pass:



    Nun leitet uns das Navi bei Perth auf die Autobahn, bei der großen Brücke bei Edinburgh in einen Stau und dann um die Stadt herum. Ziel ist heute North Berwick, dorthin führt uns das Navi auf den kleinsten Straßen, aber wir lassen gewähren. Und dann bekommen wir noch einen Stellplatz mit tollem Ausblick, allerdings weht beständig stürmischer Wind (http://www.meadowhead.co.uk/TantallonHome.aspx).





    Während der Nacht hat der Wind ein wenig nachgelassen, am Morgen nimmt er wieder Fahrt auf. Wir beobachten, wie Zeltcamper Mühe haben, ihr Zelt abzubauen und in die Packtasche zu stecken. Auch Vorzelte werden nur unter größten Mühen abgebaut. Als ich dann gehe, um den Müll wegzuwerfen, komme ich an einem Wohnwagen vorbei, an dem zwei Frauen versuchen, das Vorzelt, das nur auf der Kederleiste hängt, festzuhalten. Ich frage artig, ob ich helfen kann. „Bitte, gerne, „ antwortet der Mann, der Dritte im Bunde. „Aber wir bauen das Vorzelt nicht ab, sondern auf. Wir haben das noch nie gemacht, ich muss parallel zum Aufbauen erst die Anleitung dazu lesen.“ „Aber warum, denn, warum denn bei diesem Wind?“, frage ich fassungslos. „Damit wir zusätzlichen Raum haben“, ist die Antwort. Nie und nimmer würde ich das bei diesem Wind machen, versuche ich den Zeitgenossen klarzumachen. „Ach, da sehen wir keine Probleme“, ist die Antwort. Nun, da wir eigentlich wegfahren wollen und ich nicht einen halben Tag auf einem Vorzelt im Wind klammern möchte, mache ich wieder aus dem Staub, was die drei auch verstehen. Als wir dann an ihnen vorbeifahren, sehen wir, dass das Vorhaben doch aufgegeben wurde und das Vorzelt in einen Karton gequetscht wurde. Warum können so viele ohne Markise oder Vorzelt nicht existieren?


    Heute fahren wir quer durch das Land Richtung Carlisle. Richtig, wir verlassen Schottland. Östlich von Carlisle gelangen wir auf bzw. an den Hadrian’s Wall, der hier grob entlang der Straße B6318 verläuft. Gleich bei Greenhead will ein Museum mit „echten römischen Artfakten“ werben. Danke, Artefakte brauchen wir nicht, wenn dann Originale! Aber der Wall ist eindrucksvoll, wie sich das Gesamtbauwerk mit Gräben und Wällen auch noch heute präsentiert.



    Zurück nach Calais


    Nach einer Nacht auf einem nicht gerade schlechten, aber wegen der großen Zahl von Dauercampern nicht extrem attraktiven Campingplatz bei Hexham unweit des Hadrian’s Wall ist unweigerlich die Zeit für die gemütliche Rückfahrt Richtung Heimat gekommen. Entlang der Ostküste geht es nun mit einer Nächtigung in Scarborogh (http://www.campingandcaravanni…e/scarborough/scarborough) nach Sandringham unweit von King’s Lynn. Nein, die Queen hat hier uns abermals nicht eingeladen, obwohl sie hier den Sommer verbringt, aber im Schlosspark gibt es einen sehr schönen Campingplatz des Camping und Caravanning Club, wo wir nach vielen Jahren der Abwesenheit gerne wieder eine Nacht verbringen (http://www.campingandcaravanni…k/sandringham/sandringham).



    Nachdem Roland abermals die M25 um London meiden möchte, geht es dann weiter Richtung Oxford. Wir möchten gerne auf dem Platz, wo wir schon bei der Fahrt in den Norden waren, ein oder zwei Nächte verbringen. Doch leider – es ist der erste wirklich volle Platz! Außerdem erklärt man uns sehr bestimmt, dass man wohl nirgendwo ein Plätzchen finden werde, schließlich seine ja jetzt überall Schulferien. Etwas genervt beschließen wir einfach weiterzufahren und bei nächstbester Gelegenheit jeden sich bietenden Campingplatz anzufahren. Das Ist der Postern Hill Campsite bei Marlborough, einem Platz der Forestry Commission (http://www.campingintheforest.…and/postern-hill-campsite). Wir bekommen keinen Stromanschluss und finden auch so nur mehr schwer einen geeigneten Platz, da ein Wolkenbruch zuvor einige Stellflächen unbenutzbar gemacht hat. Der Platz ist auch äußerst einfach, liegt aber schön in der Natur:



    Am nächsten Morgen geht es weiter nach Süden, bei Sonne und Wärme erreichen wir Southampton, wenden uns nach Osten, überqueren den Nullmeridian und finden in der Norman’s Bay, der Bucht, in der 1066 die Normannen an Land gingen, zwischen Eastbourne und Hastings ein schönes Plätzchen und da es uns hier so gut gefällt, bleiben wir gleich zwei Nächte (http://www.campingandcaravanni…ussex/pevensey/normansbay):







    Hier ist reservieren wir auch zum ersten und einzigen Mal während unseres Aufenthalts auf der Insel unseren nächsten Campingplatz bei Folkestone voraus. Dorthin geht es dann gemächlich entlang der Küste, als Wohnmobilist hat man allerdings vielfach schlechte Karten, wollte man hier irgendwo stehenbleiben und das Meer genießen. Die berühmt-berüchtigten Teppichstangen tauchen hier erstmals auf und versperren die Zufahrt zu Parkplätzen.
    Den Platz in Folkestone haben wir bei unserem letzten Englandurlaub kennengelernt (http://www.campingandcaravanni…ent/folkestone/folkestone). Er liegt an den Klippen nordöstlich der Stadt und hat einen fantastischen Ausblick über den Ärmelkanal. Da der Platz auch relativ klein ist, muss man hier fast reservieren, schon zu Mittag war er bei unserer Ankunft voll. Für Gespanne ist er absolut ungeeignet, führt doch die Zufahrt über ein enges, steiles, schlechtes und oft auch verparktes Sträßchen. Wer sich die 800 m durchgekämpft hat, wird aber mit einer tollen Lage belohnt:







    Hier bleiben wir auch wieder zwei Nächte, buchen über das Internet die Fähre und lassen eine Störung über unsere Köpfe hinwegziehen.


    Rückkehr auf den Kontinent und eine lange Heimreise


    Natürlich sind wir am Tag der Überfahrt wieder viel zu früh am Fährhafen, diesmal müssen wir für die frühere Überfahrt ein paar Pfund aufzahlen. In der Zeit, in der wir auf die Verschiffung dann warten, wechsle ich meine Pfund wieder in Euro, ca. 100 Euro bekomme ich wieder zurück. Ich habe nur in den letzten Tagen bewusst mit Bargeld gezahlt und dennoch blieb so viel übrig. Bargeld ist bei den Briten fast unnötig.
    Und bei Traumwetter geht es dann zurück nach Frankreich – Bye-bye, Great Britain:







    Es ist Donnerstag und in Calais wollen wir auf dem Campingplatz hinter den Dünen bis zum Sonntag bleiben, doch auch der ist voll. So geht es wieder auf den Platz, auf dem wir schon auf der Hinfahrt waren, den Campingplatz Les Erables in Escalles. Ob wir der Madame so sympathisch sind wissen wir nicht, aber sie verrechnet uns nur EUR 13.- pro Nacht inklusive Strom.



    Das Wetter ist wechselhaft, teilweise stürmisch und regnerisch, am Freitag füllen wir noch unsere Vorräte in Calais auf, ehe es dann am Sonntag ohne besonders volle Straßen nach Aachen geht. Diesmal ist für uns genug Platz vorhanden und wir bleiben eine Nacht bei Blitz und Donner (http://www.aachen-camping.de/).
    Am nächsten Tag geht es quer durch die Eifel Richtung Koblenz und weil wir eigentlich nicht besonders gern weit fahren wollen, bleiben wir auf dem durchaus netten Stellplatz in Bad Ems (http://boots-service-kutscher.de/wohnmobil-stellpl%C3%A4tze/). Allzu weit bewegen wir uns aber nicht vom WoMo weg, da jederzeit mit einem Regenguss zu rechnen ist.




    Die Vorräte aus Calais sind abermals fast zur Neige gegangen, ebenso brauchen wir Gas. In Limburg finden wir am nächsten Tag beides, dann fahren wir auf dem Weg, den wir auch auf der Hinfahrt gewählt haben zurück bis Haßfurt.
    Mittwoch ist es indes geworden, wir fahren quer durchs Land Richtung Selb, füllen unsere Vorratsschränke mit Brot, Wurst, Fleisch und Bier auf, um bis zum Montag genug zu haben. Dann fahren wir ins nahe Thierstein, wo wir ein paar Tage bei einem sehr netten Forentreffen verbringen, ehe es dann am Sonntag wieder zurück nach Graz geht.


    Fazit


    Dass ein England- bzw. Schottlandurlaub nicht billig ist, wussten wir. Alle Preise sind etwa um ein Viertel höher als in Österreich.
    Der Verkehr, die Höflichkeit der Verkehrsteilnehmer zueinander ist überaus angenehm. Nur zwei Idioten in diesen zwei Wochen konnten den angenehmen Eindruck nicht verändern. Auch das Linksfahren hat Roland keinerlei Probleme bereitet. Die Straßen sind schlecht, schlechter sind nur jene in Norwegen.
    Die Campingplätze sind angenehm und liegen preislich in der Größenordnung der mitteleuropäischen Plätze mit Ausreißern nach oben und unten. Man sieht alle Varianten von „Bleiben“: riesige Wohnmobile mit Slideout, Gespanne, viele riesige Zelte.





    Es gibt unzählige Supermärkte, in denen man die Vorräte auffüllen kann. Am besten haben uns jede von Morrisons gefallen, sie waren am besten sortiert. Oft kann man auch an Supermärkten etwas günstiger tanken.
    Das Wetter war gut, großteils sehr gut. Da hatten wir einfach Glück, weil sich im Sommer 2014 der Norden Europas über beste Wettersituationen erfreuen konnte. Die wenigen Störungen zogen flott über das Land.
    Wir waren ca. 7200 km unterwegs und haben in Großbritannien alle Nächte auf Campingplätzen verbracht.


    Und wir kommen wieder…

  • Hallo Ulrike
    Danke für den schönen Bericht! :-)
    Da kommen Erinnerungen hoch.
    Die Insel Mull habt ihr jetzt doch ausgelassen!
    Oder hast du die nicht so schön gefunden!
    Ich freue mich schon auf unseren nächsten England Urlaub! :-)

  • Hallo Uli,


    vielen Dank für deinen wunderbaren Reisebericht.
    Eine Busreise nach London und ein privater Besuch in Shoreham-by-Sea waren bisher unsere einzigen Reisen auf die königliche Insel.
    Vielleicht sollten wir es uns doch mal mit dem Womo vornehmen.
    Allerdings wird es schwierig sein mit der Verständigung, da ich nur ein paar wenige Worte Englisch kann.

    Gruß vom Dieter


    Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
    darf man den Kopf nicht hängen lassen.
    (Walther Matthau)

  • Hallo Ulrike,


    vielen Dank für Deinen schönen Reisebericht. Schottland wäre auch noch ein Ziel von uns, wobei wir aber keine Campingplatzübernachter sind.


    Weißt Du ob freies Stehen in Schottland geduldet wird, oder findet man überall die Schilder mit "No overnight parking!"?


    Gibt es viele Parkbeschränkungen für hohe Fahrzeuge mit entsprechenden Barrieren?


    Danke!

  • Hallo egn
    Wie es mit freistehen in Schottland ist weiss ich auch nicht, aber in den Stätten gibt es viele Parkplätze mit Höhenbeschränkung.
    Außerorts findest du aber immer wieder einen Parkplatz, aber eben wie es mit Übernachten aussieht, weiss ich nicht, wir stehen gerne auf Campingplätzen.

  • Hallo,


    Erstmals danke für eure lieben Worte!


    @Masaha: Wir waren nicht auf Mull. Es gab ein paar Gründe, aber wir waren sicher nicht das letzte Mal in der Region. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Mull bleibt auf der Liste.


    @egn: Emil, freies Stehen ist in Schottland erlaubt. Ob es dafür schöne Plätze gibt, könnte ich nicht so einfach beantworten. Parkplätze gibt es immer wieder wo, in ganz England habe ich diese Querbalken nur im äußersten Südosten gesehen. V+E gibt es nicht im Sinne von Deutschland, Frankreich oder Italien. Da muss man erst wieder Campingplätze anfahren.


    rodiet: Dieter, wie es ohne Englischkenntnisse klappen könnte, kann ich dir beim besten Willen nicht sagen. (Unser Englisch ist recht gut, ich suche eher das Gespräch mit Hinz und Kunz und mag über jedes Thema quatschen.)


    Beste Grüße,
    Uli

  • Hallo Uli,


    vielen Dank für Deinen informativen und auch lustigen (Ansichten zum schottischen Brot... :D ) Reisebericht. Auf Skye hattet Ihr wirklich Glück mit dem Wetter. Aber auch über den Abschnitt "Lake District" musste ich schmuzeln.
    Auch wir hatten dieses Jahr den dritten Anlauf genommen. Und wieder wurde nichts daraus. Nun habe ich, obwohl ich nicht abergläubig bin, das Ziel erst mal aus unserer Routenliste rausgenommen....da liegt wohl doch ein Fluch drauf.... :evil:


    Übrigens, solltet Ihr wieder mal oben sein, ein Besuch von "Balmoral Castle" lohnt auch ohne persönliche Einladung der Royals.... ;)


    Zum Thema "Frei stehen" muss ich sagen, dass auch wir in Schottland immer ausschließlich auf Campingplätze gehen. Das hat mehrere Gründe. Einmal sitze ich gerne draußen und betrachte mir die wunderschöne schottische Landschaft. Da hätte ich auf einem Parkplatz oder einem Feldweg schon meine Probleme damit. Dann liegen die meisten Campingplätze so schön, dass man auch als Freisteher da nicht viel gewinnt.
    Und das Thema Ver- und Entsorgung hat sich damit auch erledigt, was mangels offizieller Stellplätze ansonsten gar nicht so einfach zu lösen ist.


    Gruß
    Roman

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