Das Elektroauto.......

  • Hallo,

    bei der ganzen Diskussion bzgl. Elektroautos kommt man mit einem neuen Womo schon ins Grübeln. Jetzt drängt sich mir die Frage auf, ob es bei Fahrzeugen wie dem Sprinter nicht möglich wäre den Verbrennerantrieb durch einen Elektroantrieb zu ersetzen. Da sollte doch, verteilt auf Motorraum und Unterboden, genug Platz für die Akkus bleiben. Ist so eine Vorstellung ganz naiv und nur Wunschdenken, oder wäre es denkbar, dass hier, wenn schon nicht Mercedes, dann vielleicht ein Zulieferer einsteigt?

    Gruß Hans

  • Hans

    das Problem ist nicht der Platz, der ist irgendwie in jedem Auto vorhanden, das Problem ist das Gewicht.


    Beim Sprinter / Crafter / Ducato etc. müsste dann 4.5 Tonnen Standard sein.

    D.h. fast eine ganze Fahrzeuggruppe müsste neu kontruiert werden.

    Führerscheine ? Der Führerschein bis 3.5 To. wäre dann erledigt.


    Und solche Reisenprobleme soll ganz Europa in den Griff bekommen..................................


    Vielleicht in 50 Jahren

  • Wird Alles kommen und nicht erst in 50 Jahren. Der „Kommunikator“ aus Raumschiff Enterprise kam ja auch schon nach ca. 40 Jahren und die Entwicklung beschleunigt sich 😀👍. Irgendwann heisst es „Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Strassen!“ (Zurück in die Zukunft“).


    Grüsse

    • Official Post

    Da sollte doch, verteilt auf Motorraum und Unterboden, genug Platz für die Akkus bleiben. Ist so eine Vorstellung ganz naiv und nur Wunschdenken, oder wäre es denkbar, dass hier, wenn schon nicht Mercedes, dann vielleicht ein Zulieferer einsteigt?

    Leider ja. Das wäre ungefähr so, als würde man fragen, kann man in eine analoge Kamera statt eines Films nicht einfach einen Sensor einbauen...es geht natürlich fast alles, wäre aber m.E. unbezahlbar. Wenn man selbst Autobastler ist, könnte man sicher darüber nachdenken, da dann die Zeit ja keine Rolle spielt. Ich glaube in einer Womozeitschrift einen Beitrag gelesen zu haben, in dem ein Dethleffs Alkoven auf Fiatbasis zusätzlich mit einem E-Antrieb ausgestattet wurde. Soweit ich mich erinnern kann lagen die Umbaukosten bei rund 70.000 Euro....?


    Probleme sehe ich vor allem beim benötigten Platz für die Akkus. Die kann man nicht einfach unter den Boden schrauben. Innen geht auch nicht, da sich dort ja schon der Womoausbau befindet. Das muss bereits beim Gesamtkonzept berücksichtig werden. Es wäre auch noch die Frage, wie die Antriebsstränge das deutlich höhere Drehmoment eines E-Motors verkraften...

    Und wie Werner schon geschrieben hat, wird es sicher im Rahmen der Elektrifizierung der Transporter eine Anpassung bei den Gewichtsklassen geben müssen. Ein ausgebauter 3,5 Tonner ist dann nicht mehr machbar, es sei denn er hat keinerlei Zuladung. Parallel wird man die Führerscheinklassen anpassen müssen.


    Gruß

    Roman

  • Eigentlich.........................


    Eigentlich ist es ganz einfach ein Reisemobil elektrisch zu fahren.

    Wenn dann wohl in Kürze ( ich persönlich gehe davon aus ) die Batterie kommt die weit über 1000 km im PKW

    hält, wäre es doch schon HEUTE angebracht das die vielen Strategen da in der EU einmal weiterdenken.


    Ganz speziell für den sogenannten Leicht LKW ( egal ob bis 4.5 To., 5.5 To oder 7,5 To ) eine E-Klasse schaffen.

    D.h. E-Antrieb, Gesamtgewichtsklasse anheben und wer so ein Auto mit einem E-Antrieb fährt braucht auch nur

    unseren alten Führerschein KL. 3 bis 7.5 Tonnen, ist jetzt ja wohl die Klasse C1.

    Ging ja über 50 Jahre ( PKW Kl 3 Führerschin bis 7,5 To. ) auch gut.


    Aber da müssten die Strategen ja in die Zukunft schauen und denken, das können Sie aber nicht.

    Ist die neue Superbatterie da hat die Industrie doch in ganz ganz kurzer Zeit solche Autos fertig, da brauchen die

    max. 1 Jahr für, alle Grundkomponenten sind ja schon da.

    Aber bei der 3.5 To. Gewichtsklasse lohnt es sich nicht einmal darüber nachzudenken.


    Ob diese " EU Menschen " überhaupt wissen was eine Batterie für ein E-Auto wiegt ?

    Ich denke die glauben alle das ist wie eine Starterbatterie.


    Ideen gibt es doch genung nur keiner traut sich / oder will nicht sie nicht die Tat umzusetzen.

    Z.B. Überall Pufferspeicher, die mit Solar aufgeladen werden, da Sonnenlicht nichts kostet muss ja auch nicht

    sofort ein Wirkungsgrad von 100 % her.

    Nur wenn ich mir so etwas in den Garten stelle brauche ich einen Antrag mit mind. 500 Seiten.


    Warum hat von diesen GRÜNEN und Freitagsdemonstranten eigentlich noch nie jemand ausgerechnet was an Kraftwerken

    eingespart werden könnte, wenn jede Dachfläche in Deutschland mit Solarplatten benagelt wäre, jede Dachfläche?

    Ist per heute erst einmal Utopie, wäre aber mal interessant was da an Leistung herkommen würde.

  • Ganz speziell für den sogenannten Leicht LKW ( egal ob bis 4.5 To., 5.5 To oder 7,5 To ) eine E-Klasse schaffen.

    Man staunt - diese Idee ging in der Tat vor einigen Jahren mal durch irgendwelche Köpfe des "Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur" und mündete in einer (vierten) "Verordnung über Ausnahmen von den Vorschriften der Fahrerlaubnisverordnung" vom 22. Dezember 2014. Im Grundsatz erlaubte die Ausnahme mit der Fahrerlaubnisklasse B einen eTransporter für den Gütertransport im Inland bis 4.25T zulässiges Gesamtgewicht zu fahren. Im Führerschein wurde nach einer Einweisung die Schlüsselzahl 192 eingetragen - leider mit einem Ablaufdatum 31.12.2019...


    Bundesanzeiger Verlag

  • Leider ja. Das wäre ungefähr so, als würde man fragen, kann man in eine analoge Kamera statt eines Films nicht einfach einen Sensor einbauen...es geht natürlich fast alles, wäre aber m.E. unbezahlbar.

    Man staunt - auch diese Idee ging in der Tat vor zig Jahren mal durch irgendwelche Köpfe:


    Silicon Film EFS-1 (1998)


    Nie auf den Markt gekommen, weil "es geht natürlich fast alles, wäre aber m.E. unbezahlbar".

  • Vierte Verordnung

    über Ausnahmen von den Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung

    Vom 22. Dezember 2014

    Auf Grund des § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a, b, c, g, h, v und w in Verbindung mit § 6 Absatz 3 des

    Straßenverkehrsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. März 2003 (BGBl. I S. 310, 919), von

    denen § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b durch Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe a des Gesetzes vom

    2. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1748) und Buchstabe w durch Artikel 1 Nummer 6 Buchstabe d des Gesetzes

    vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3313) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zu-

    ständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom

    17. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4310) verordnet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

    nach Anhörung der zuständigen obersten Landesbehörden:


    Solange wir diesen Paragraphen Irrsinn nicht abschaffen bzw. vereinfachen kommen wir keinen Schritt voran.

    Mit diesem MIST haben sich bestimmt ein ganzes Dutzend Menschen monatelang beschäftigt.

    Dann war sogar alles nach wenigen Jahren für de Katz.

    Wer soll so einen Mist eigentlich noch versehen?

  • Die Umweltmenschen schreiben uns vor ab xxxx Datum nur noch E Auto nur wo man es in der

    Innenstadt laden soll sagt niemand.

    (...)

    D.h. jeder PKW eine Ladesäule und zwischen jedem PKW dann ein Kabel... (...)

    Es müsste wohl über solche Ansätze lösbar sein - als Beispiel Langenhagen:


    Laternen-Lades%C3%A4ulen.jpg


    Strom aus der Laterne


    Dank des Mess- und Eichgesetzes etwas aufwändig und gross.


    Eine schlankere Lösung läuft als Pilotprojekt in Bern.


    1920-738-detail-laternenladen.jpg


    ewb Pilotprojekt


    Dies mit erstaunlich günstigen Preisen für Nutzer mit Wohn- oder Geschäftssitz in Bern:

    Monatspreis 9.90 CHF

    pro kWh 0.21 CHF


    Für Auswärtige gilt der Preisplan und der Zugang über MOVE:

    MOVE

  • Dann war sogar alles nach wenigen Jahren für de Katz.

    Ja - leider!


    In der Schweiz läuft zur Zeit eine Petition mit dem Ziel, die Gewichtslimite von 3500 kg auf 4250 kg anzuheben.


    Quote

    Erhöhung der Gewichtslimite der Führerscheinkategorie B von derzeit 3500 kg auf 4250 kg.

    Der Schweizerische Camping- und Caravaning Verband SCCV lancierte am Suisse Caravan Salon in Bern eine Petition für die Erhöhung der Fahrzeugkategorie B von 3.5 auf 4.25t. Wohnmobilland Schweiz ist im Grundsatz für diese Petition und unterstützt den SCCV dahingehend.

    Petition


    In der EU läuft eine Initiative zur Überarbeitung der Führerscheinrichtlinie - die Kommentarfrist ist allerdings abgeschlossen:


    Überarbeitung der Führerscheinrichtlinie


    Quote

    Annahme durch die Kommission

    Geplant für
    Viertes Quartal 2022 :00008359:

  • Aber Wasserstoff kommt….

    ...nicht für Fahrzeuge der Kategorien bis 3500 kg (oder hoffentlich auch bald bis 4250 kg). Zumindest lässt da Diess keine Zweifel:


    Quote

    Volkswagen-Chef Herbert Diess kritisiert das Wasserstoffauto in einer Gesprächsrunde mit Journalisten. Damit distanziert er sich von seinem ehemaligen Arbeitgeber BMW.

    wiwo


    Und auch die Leute von Toyota scheinen von Wasserstoff auf Batterie umzudenken:


    Quote

    Nun kündigte der Präsident des japanischen Unternehmens Akio Toyoda 30 neue Batterie-Modelle der Marken Toyota und Lexus bis 2030 an. Er bezeichnete diese Antriebstechnik als „eine der vielversprechendsten“ Optionen. Erste Bilder geben eine Vorschau auf Modelle vom Klein(st)fahrzeug über Sportwagen und SUV bis hin zum Pick-up.

    ecomento.de


    Für Wohnmobilisten könnte der ePick-Up mit Wohnkabine von Interesse sein:


    61b8b10d8fe45b0018b051b0?width=1000&format=jpeg&auto=webp


    businessinsider

  • Das Problem ist wohl nicht nur das es machbar ist sondern die Anzahl.

    Auf Deinem Bild wird auch sehr schön sichtbar was passiert wenn erst einmal

    in den Großstädten 100.000 oder 200.000 E-Autos so wie abgebildet ihre Zuleitung auf den Boden legen.

    Stolpergefahr alle 4 Meter und das in der ganzen Stadt.

  • Nikola Tesla hat schon gewusst, dass man Energie drahtlos übertragen kann. Er ist angeblich sogar mal von NY nach Chicago mit einem Auto ohne Motor und ähnlichem Spökes gefahren, NUR mit der "freien Energie".

    Leider war kein Zeuge dabei.

  • Um die 3.500 kg Grenze auf 4.250 kg anzuheben brauchen die Behörden in Deutschland

    10 Jahre.

    Das geht nur wenn es andere Länder in Europa machen, die EU ja sagt und Deutschland sich dann anhängt.

    Die deutschen Amtsschimmel werden das wohl gar nicht hinbekommen.

  • Wenn man den 22. Dezember 2014 als Startdatum nehmen würde, würde es ja nur noch gut zwei Jahre dauern. Zugegeben - eine optimistische Annahme!

    • Official Post

    Auf Deinem Bild wird auch sehr schön sichtbar was passiert wenn erst einmal

    in den Großstädten 100.000 oder 200.000 E-Autos so wie abgebildet ihre Zuleitung auf den Boden legen.

    Stolpergefahr alle 4 Meter und das in der ganzen Stadt.

    Daher wird die Zukunft im öffentlichen Bereich u.a. auch aus diesem Grund, in der kalbelosen Ladetechnik liegen.


    Gruß

    Roman

  • Danke fürs Magnetfeld!!!

    . . . da hüpft das Herz vor Freude (oder so).

    Wie sieht das aus mit Schrittmacher und Magnetfeld bei hohen Ladeleistungen?


    Die oben erwähnte Induktionsstrecke (1,6 km lang) reicht bei 100 km/h für etwa eine Minute Aufladung, etwas wenig, selbst bei Verlängerung auf 50 km. Zumindest Schrittmacher dürfte keine Probleme machen, im Gegensatz möglicherweise zu stationären Induktion-Ladepukten.


    In Dortmund soll es (und gibt es wohl schon) rund 300 Laternen-Steckdosen geben. Zwei davon sehe ich auf dem Weg zur Arbeit, gelegentlich hängt ein E-Mobil dran, in der Regel -weil nicht für E-Mobile reserviert- steht ein Verbrennerfahrzeug auf dem Platz vor/hinter dem Ladepunkt.


    Aufbau von 320 Laternen-Ladepunkten in Dortmund gestartet - electrive.net
    Im Rahmen des Projekts NOX-Block sollen in Dortmund 320 Laternen-Ladepunkte entstehen. Die ersten 25 Exemplare sind nun betriebsbereit. Die Hardware liefert…
    www.electrive.net

  • Hallo,

    ich sehe es ja schon ein.

    Allerdings möchte ich doch noch etwas widersprechen. Viele Sprinter sind ja schon für 4.1 t zugelassen oder könnten durch geringe Fahrwerksveränderungen aufgelastet werden. Das mit dem höheren Drehmoment kann man sicher elektronisch begrenzen. Nachdem die Aussicht besteht, dass Batterien leichstungsfähiger und kleiner werden, könnte ja in absehbarer Zeit der Platz am Unterboden und Motorraum ausreichen. Um das hochwertig ausgebaute Wohnmobil zu erhalten, würde ich mich notfalls mit 300 km Reichweite und 100 PS begnügen.

    Und die Führerscheinproblematik für die Jüngeren betrachte ich eher als einen formalen Akt.

    Na ja, wird wohl nur ein Wunschtraum bleiben.

    Gruß Hans

    P.S. Es gab für einige analoge Kameras auch digitale Rückwände. Das hat einigermaßen funktioniert.

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