Unser Neuer

  • Hallo Wilhelm :applaus:

    Schön zu lesen, dass es noch jemanden gibt, der den Winter in Norwegens Norden, mit all seinen Vor- und Nachteilen liebt.

    Wir haben vor ein paar Jahren unseren Luxor - mit guten Allwetter-Reifen, Anfahrhilfen und guten Schneeketten (natürlich ohne Spike und ohne Allrad) - 3 Monate, von Dezember bis Februar, von Bergen bis Alta geqält.

    Was mir bei deinem Bericht abgeht, sind die Temperaturen. Du schreibst, in der Nacht, Heizung aus und 1 Fenster einen Spalt offen, das wäre bei unseren Temperaturen nicht möglich gewesen. Wir hatten zwischen -10 bis -36 Grad, bei diesen Minusgraden, machst du die Heizung maximal 1 Stunde aus, ab dann kannst du deine Leitungen auftauen. Wir hatten auch eine Motorstandheizung, ohne der hätte der Motor am Morgen bei 35 Grad minus keine 3 Umdrehungen mehr gemacht. Dein Fahrzeug ist für den Winter besser geeignet, unser Luxor ist für den Winter eher nicht geeignet. Aber da muß unser Womo durch, die nächste mögliche Reise wird von Oktober bis Neujahr sein, mit Winterstollenreifen. Auf einem Campingplatz im Süden von Schweden, bekommen die Reifen dann 200 Spikes mit der Akkubohrmaschine eingeschraubt, dann gehts los, Richtung Nordkap.

    Wir wünschen euch noch viel Freude, mit eurem Woelke :we_tk:


    Grüße aus Bayern

    Rosi und Ernst :00000436:

  • Hallo,

    Interessant. Dann warst du mit der Performance deiner Allwetterreifen offenbar nicht ganz zufrieden. Welche Spikereifen machst drauf und schraubst du die Nägel dann selber rein?

    Du hast wohl einen ziemlich harten Winter erwischt. In Alta soll es derzeit nicht kälter als minus 17 werden. Den norwegischen Webcams zufolge liegt auch nicht extrem viel Schnee. Ich bin auch noch am Grübeln. Schweden lässt uns momentan noch rein!

  • Gibt es den Golfstrom eigentlich noch?

    Damals in der Schule hieß es, der heize Norwegen im Winter auf und halte die Fjorde eisfrei bis rauf nach Murmansk, wo übrigens gestern der "Rote Oktober" ausgelaufen ist mit James Bond als Kapitän :)

  • Der Golfstrom bringt sehr viel Feuchtigkeit mit. Das führt zu vereisten Straßen und Gehwegen. wir haben diese Erfahrung bei eine Hurtigruten-Reise im März von Bergen nach Kirkenes und wieder zurück gemacht.

    da wünscht man sich Spikes auch unter den Schuhsolen.

  • Hallo miteinander,

    wollte mich noch einmal melden...

    Wir sind mit Bertha Mitte Juli zu unserer großen Reise aufgebrochen und inzwischen in Indien angekommen, wo wir drei Monate bleiben werden, bevor es weiter nach Osten geht. Wir sind mit einer Gruppe unterwegs, fahren aber die Etappen allein, auch individuelle Übernachtungen sind möglich. Ausnahme war Pakistan, wo wir drei Tage durch Belutschistan in Kolonne unter Polizeibegleitschutz fahren mussten.

    Bertha hat bis jetzt gut bewährt und nach vielen Rumpelstraßen muss nur der Kühlschrank neu befestigt werden. Auch den iranischen Diesel hat sie vertragen und auf den Khunjerab-Pass (4693 m) ist sie problemlos hinaufgekommen. Wir haben allerdings zuhause eine Anpassung vornehmen lassen (Adblue, Motoroptimierung und Ferndiagnose).

    Natürlich sind die Anforderungen auf so einer Reise anders. Wir haben uns zum Beispiel eine Solartasche (200 Wp) bestellt, weil bei der Hitze (fast 40°C) der Kühlschrank doch lange läuft und man sich gern ein schattiges Plätzchen sucht. Die Fenster haben dichtere Moskitonetze mit Klettband bekommen. Den indischen Verkehr haben wir bisher gut überstanden, toi toi toi.

    Habe gerade in wunts Beitrag über seinen Neuen über Lüfter gelesen: Wir haben ja im Bad eine Dachluke mit Lüfter eingebaut und nutzen sie gerne zum "Luftduschen" um zwischendurch etwas abzukühlen und zu trocknen ;) Ausserdem haben wir einen 12V-Lüfter über das Bett gehängt, um Nachts besser schlafen zu können.

    Wer ein paar Eindrücke von unterwegs und unserer Route haben möchte: www.wolfx.de

    Werde mich bestimmt noch einmal melden, schließlich sind wir noch ein gutes Stück unterwegs und Australien will auch erkundet werden...

    Herzliche Grüße aus Udaipur

    wilhelm

  • und vorm zu bett gehen schauen wir immer nach wo ihr gerade steckt. wir haben großen respekt vor euren täglichen km-leistungen - ihr kennt ja alle unseren „slow-slow-trödel-trödel“ modus.

    weiterhin euch gute reise, bleibt uns fit und va gesund 🍀🍀🍀!

    🤗 noch aus sardinien, wo wir es uns seid mitte september gut gehen lassen

  • Da habt ihr ja noch ein paar Kilometer vor euch. Danke für den Hinweis auf euren Reisebericht. Bisher habe ich im LKW-Forum die Infos von Jörn verfolgt.

    Gute und sichere Reise weiterhin…

  • Schade ist, dass die Teilnehmer gehalten sind, die Übernachtungsplätze nicht öffentlich zu machen. Einerseits verständlich (Firmengeheimnis ?), andererseits wird wohl kaum eine nennenswerte Zahl von Travellern diese Tour alleine nachfahren. Spätestens in Indien hört der Fahrspaß nämlich auf ;)

  • Wenn ich das hier alles so lese stelle ich mir die Frage :


    Was ist noch ein Urlaub mit einem Reisemobil?

    Wo beginnt die Fernreise mit einem Reisemobil?

    Wo geht es von der Fernreise in eine echte Expedition über?


    Ein ganzes Jahr irgendwo in der Welt mit einem Reisemobil unterwegs ist doch kein Urlaub mehr.

  • Ein ganzes Jahr irgendwo in der Welt mit einem Reisemobil unterwegs ist doch kein Urlaub mehr.

    Als Pensionist / Rentner macht man keinen Urlaub mehr. Man versucht bestenfalls das nachzuholen, was man im Arbeitsleben versäumt zu haben glaubt ;)


    Und übrigens: Alleine die Anreise nach Australien dauert mit dieser Gruppe ein Jahr. Danach muss man dann noch im Roten Kontinent rumreisen, und schließlich muss man ja auch irgendwie wieder nach Hause kommen.

  • Wir fanden es auf unserer, nur bis nach Kirgisistan gefahrenen Reise unproblematisch, Übernachtungsplätze zu finden. Wir waren allein unterwegs und waren nicht im Rudel unterwegs. Wir haben die Augen offen gehalten, mal im Dorf oder auf dem Land gefragt und sicher übernachtet. In großen auch Städten auch mal im Hotel übernachtet wegen der Registrierung und die zweite oder dritte Nacht auf deren Parkplatz mit Wifi in der Hotelhalle. Es ist viel leichter und einfacher als in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder mittlerweile in Portugal.

    Mittlerweile gibts in iOverlander auch reichlich Tipps für diese Regionen.DB31FDEE-0720-43F7-9CC0-E4E8BFE0D3C2.jpg

    Es ist sicher auch logistisch aufwändiger, für eine Gruppe Wasser, Gas, oder einen Grenzübergang zu organisieren als wenn man das nur für sich selbst macht.

    Gut, bei Problemen ist man in einer Reisegruppe mit lokalen Mitarbeitern besser unterwegs.5C5A625B-92D8-4A13-A710-1A195D186E62.jpeg

    An Klöstern oder Moscheen haben wir auch häufig einen schönen Platz gefunden.F8A78900-24BA-4EA9-943E-FF61515FF14C.jpg

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    • Official Post

    Was ist noch ein Urlaub mit einem Reisemobil?

    Wo beginnt die Fernreise mit einem Reisemobil?

    Wo geht es von der Fernreise in eine echte Expedition über?

    Ein ganzes Jahr irgendwo in der Welt mit einem Reisemobil unterwegs ist doch kein Urlaub mehr.

    Na, das kommt zunächst mal drauf an, wie man "Urlaub" definiert. Kann man nur Urlaub machen, wenn man noch berufstätig ist...? Oder gibt es auch "Urlaub vom Alltag".


    Ich wüsste nicht, wie ich das später sonst nennen sollte, wenn ich in Rente bin. In diesem Urlaub kann ich natürlich eine Fernreise machen oder gar eine Expedition.

    Also schließt ja das eine das andere nicht aus.... ;)


    Gruß

    Roman

  • Was ist noch ein Urlaub mit einem Reisemobil?

    Wo beginnt die Fernreise mit einem Reisemobil?

    Wo geht es von der Fernreise in eine echte Expedition über?

    Also ich finde, das alles sind ganz einfach Reisen - ob nah oder fern spielt doch erstmal keine Rolle.

    Urlaub ist eine mehr oder weniger kurze Erholung vom (Berufs-) Alltag.

    Expeditionen werden die allerwenigsten von uns machen, schon gar keine echten - auch wenn es allenthalben so vermarktet wird. Denn das hieße ja, nicht dem Pfad folgen, sondern eine eigene Spur legen - also eher unbekanntes Terrain erforschen.


    Wir haben auch schon die Erfahrung gemacht, nach längeren Reisen erst einmal ein, zwei Wochen Urlaub zu brauchen, weil es eben doch gelegentlich auch anstrengend sein kann, vorallem, wenn man nicht solange unterwegs ist, daß man sich auch mal zwei Wochen nicht zu bewegen braucht.


    Übernachtungsplätze habe ich jetzt auch nie als Problem empfunden. Eher ist es als Individualreisender oftmals schwierig bis unmöglich manche organisatorischen Dinge hinzubekommen und mit dem Bakschisch ist es ja so, daß man nie sicher sein kann, wie das letztendlich ausgeht. Und Ersatzteile fürs Motorrad bspw. habe ich mir auch schon nach Afrika schicken lassen, man braucht halt zu Hause einen zuverlässigen Menschen als Backup, das hilft schon sehr.


    Gruß, Stefan

  • Übernachtungsplätze habe ich jetzt auch nie als Problem empfunden.

    In einem total übervölkerten Land wie Indien ist jeder m² Grund und Boden irgendwie genutzt. Du kannst Dich nicht einfach auf ein Feld stellen und hoffen, eine ruhige Nacht zu haben.

    Sofort stehen -wie aus dem Boden gewachsen- 100 Leute um Dein Auto rum, und die gehen auch nicht mehr weg, selbst dann nicht, wenn Du sie dazu aufforderst, denn das verstehen sie überhaupt nicht :)


    Der Ausweg ist z.B ein bewachter Hotelparkplatz. Vielleicht muss man ein Zimmer mieten, oder man duscht einfach nur mal für ein paar Rupien und isst im Restaurant einen Thali.

  • @ DOC : Danke für das Kompliment, wir bemühen uns mit den Berichten aktueller zu werden, aber die Tage sind einfach ausgefüllt...


    @ heinz1 : Genau, Jörn ist unser "Reiseleiter". Er hat inzwischen seinen LKW wieder und wird mit ihm die Reise fortführen...


    @ wunt : Danke! Wir denken auch immer an euch und hoffen irgendwann auf ein Wiedersehen, auch um SOL kennen zu lernen...


    zu den Stellplätzen:

    Da geht es wohl um Firmeninteressen. Für Alleinreisende sind die Plätze meiner Meinung nach gar nicht nötig, aber wenn eine Gruppe kommt und man schön, zentral usw. übernachten will, ist das Wissen schon Kapital. Alleine würde man irgendwo immer etwas finden. Allerdings sind wir bei einer Übernachtung allein ohne die Gruppe im Iran, abseits der Straßen in der Wüste hinter einer Sanddüne von der Polizei aufgegriffen und mit Blaulicht zu einem hell ausgeleuchteten Rastplatz gebracht worden. Wie haben die uns nur gefunden? Man fürchtete um unsere Sicherheit...


    Zu den Kilometern:

    wir wussten im voraus, dass wir in einem Jahr so etwa 45.000 km fahren müssen, um Osttimor zu erreichen. Das sind so 120 km pro Tag. Bleibt man mal zwei drei Tage vor Ort, muss man das halt wieder aufholen...


    Reisen oder Urlaub?

    Wir sind im dritten, vollkommen selbstbestimmten Lebensabschnitt. Man gibt mir jetzt Geld und ich muss nichts mehr dafür tun :thumbup:

    Wir reisen. Urlaub machen wir in Goa, auf Flores und in Australien an schönen Stränden...


    Wieder viel geschrieben und noch lange nicht alles gesagt ;)


    Schöne Grüße

    wilhelm

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