Mülltrennung und -vermeidung unterwegs

  • Liebe Boardler,

    wie geht ihr mit dem Müll unterwegs um? Ich achte daheim sehr stark darauf, Müll zu vermeiden und trenne den vorhandenen Müll gewissenhaft (jaja, die Hälfte landet eh in Malaysia).

    Unterwegs stelle ich immer wieder fest, dass ich da nicht so genau schaue und es mir auch schwerer fällt, unverpackt einzukaufen. Das liegt zum Teil daran, dass ich die entsprechenden Orte in der Fremde nicht kenne. Die Mülltrennung finde ich aus Platzgründen im KaWa schwierig. Außerdem ist die Entsorgung oft ja nur in einem normalen Mülleimer möglich.

    Freue mich über Tipps und die Gewohnheiten anderer Müllbewusster.

    Daniel

  • Wir sind selten auf Stell- und Campingplätzen. Trotzdem finde ich unterwegs in etlichen Ländern „zentrale“ Mülltonnen oder einen Supermarkt und entsorge Glas und Plastikflaschen. Mehr ist kaum möglich.

  • in deutschland haben wir tatsächlich noch wesentlich mehr müll. in südamerika musste ich mir angewöhnen allen biomüll in der natur zu lassen oder die streunenden hunde damit zu versorgen. jetzt muss ich aufpassen, dass meine eierschalen nicht in der natur landen- macht der gewohnheit😜

    glas entsorgen wir getrennt, bio und rest leider zusammen, außer wir haben getrennte tonnen vor der nase.

    wir versuchen tgl zu entsorgen, sonst wird die abfalltüte zu voll.

    somit geht es uns wie dir daniel und haben keine tollen tipps.

  • Es ist für mich ein Ärgernis, dass in D die Mülltonnen fast vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden sind. Nur auf Autobahnrastplätzen gibt es sie noch.

    Ich zahle zu Hause zwangsweise gepfefferte Gebühren für die Müllabfuhr, obwohl ich vor Corona die Hälfte des Jahres unterwegs war und die heimische Müllabfuhr gar nicht nutzen konnte.


    Darum bereitet es mir auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich unterwegs meinen Müllsack z.B. auf einem Wanderparkplatz neben das kleine mickrige Müllkörbchen stelle, das die dortige Gemeinde für ausreichend hält.


    Um wieder auf mein Lieblingsthema "Griechenland" zu kommen: Da stehen an jeder Ecke große Müllcontainer rum, und die werden inzwischen auch regelmäßig geleert, naja, wenn nicht gerade wieder gestreikt wird.


    Neben den normalen grauen Containern gibt es seit ein paar Jahren auch blaue für "Wertstoffe". Aber das haben die Griechen noch nicht wirklich verstanden ;)

  • Ich sehe diese eigenartige Politik der "mini-kleinen" Abfalleimer (oder gar keinen mehr) auf öffentlichen Parkplätzen etc. auch recht kritisch. Wenn es keine legale Möglichkeit gibt, seinen Müll während einer längeren Fahrt loszuwerden (von mir aus auch gegen eine angemessene (!!) Gebühr), was soll dann die Alternative sein. Es ist ja unrealistisch anzunehmen, dass jemand auf einer 8 wöchigen Tour seinen Müll komplett wieder mit Heim nimmt und dort entsorgt.

    Trennen tun wir zumindest Glas, Papier, grosse Dosen. Für mehr Akribie ist im WoMo kein Platz. Folglich gibt es einen etwas größeren Restmüll, als vielleicht zu Hause.

    Thomas.

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    Am Ende wird alles gut. :thumbup: Wenn es noch nicht gut ist, dann war das noch nicht das Ende... :whistling:

    Edited once, last by Mithrandir_63 ().

  • Darum bereitet es mir auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich unterwegs meinen Müllsack z.B. auf einem Wanderparkplatz neben das kleine mickrige Müllkörbchen stelle, das die dortige Gemeinde für ausreichend hält.

    Darum gibt es leider so viele Nestbeschmutzer


    Mülleimer auf Wanderparkplätze sind gewiss nicht für die Entsorgung von Haushaltsmüll gedacht - das ist schlichtweg unanständig

  • Wir sind vor 2 Wochen von einer Sizilienreise zurück gekommen. Da bekommt das Wort Mülltrennung eine ganz andere Ansicht. Die Campingplätze stellen bei ihren Entsorgungsplätzen brav verschiedenfarbige und schön beschriftete Müllcontainer hin und fordern die Gäste auf, ihren Abfall entsprechend sortiert zu entsorgen.

    Verlässt man den CP findet man 20 Meter weiter links und rechts die Sizilianische Art, den Müll loszuwerden. An jeder Ecke und den Strassen entlang liegen Berge von Müllsäcken in allen Grössen und Farben, entsorgte Elektrogeräte, Autobatterien oder was sonst alles nicht mehr gebraucht wird. Da kommt man sich echt komisch vor, vorab im Wohnmobil alles zu trennen.

    Soviel Dreck und Abfall wie in Sizilien ist uns auf unseren Reisen in keinem anderen Land begegnet, inkl. Italien. Sehr schade.


    Sami

  • Auf Sizilien war ich schon ewig nicht mehr.


    Aber eine besondere Art der Müllentsorgung habe ich in Rumänien beobachtet, und zwar im Norden in der eigentlich wunderschönen Maramures.


    Ich saß neben einer Brücke über den Fluss Theiss. Eine altes Mütterchen schleppte sich auf die Brücke zu. Auf dem Rücken trug sie einen großen Plastiksack. Sie ging etwa bis zur Brückenmitte. Dann schleuderte sie den Sack im hohen Bogen in den Fluss. Kein Passant nahm daran Anstoß.


    Bei genauerer Betrachtung konnte man das Ergebnis unten im Fluss kilometerweit beobachten. Die Gebüsche am Ufer waren bis zur Hochwassermarke mit Müll gefüllt.


    In Serbien habe ich eine riesige Mülldeponie am Ufer der Donau gesehen. Oben schoben die Bagger den Müll nach, und unten nahm die Donau ihn dann mit zu den Nachbarn.

  • Verlässt man den CP findet man 20 Meter weiter links und rechts die Sizilianische Art, den Müll loszuwerden. An jeder Ecke und den Strassen entlang liegen Berge von Müllsäcken in allen Grössen und Farben, entsorgte Elektrogeräte, Autobatterien oder was sonst alles nicht mehr gebraucht wird.

    In Apulien ist das nicht viel besser. Und das war auch der Punkt, mit dem ich so meine Probleme in dem ansonsten wunderschönen Teil Italiens hatte.

    Man fährt vom CP durch völlig vermüllte Vororte bis man dann, in den für den Tourismus "aufbereiteten" relativ sauberen Altstädten ankommt.


    Gruß

    Roman

  • Übrigens:

    Die Müllmänner, die die Müllkörbchen und alles was daneben liegt vom Wanderparkplatz weg räumen, freuen sich über die vielen Pfandflaschen und -dosen, die säuberlich aufgereiht da liegen.

  • Verlässt man den CP findet man 20 Meter weiter links und rechts die Sizilianische Art, den Müll loszuwerden. An jeder Ecke und den Strassen entlang liegen Berge von Müllsäcken in allen Grössen und Farben, entsorgte Elektrogeräte, Autobatterien oder was sonst alles nicht mehr gebraucht wird. Da kommt man sich echt komisch vor, vorab im Wohnmobil alles zu trennen.

    Tjaa und was sagt uns das?? =O


    Hast du im Landesinneren von Sizilien die zig Ruinen von Müllverwertungsanlagen gesehen (so wars jedenfalls vor einigen Jahren), deren Bau begonnen wurde, um vom Staat und von der EU Gelder zu kassieren, und dann tschüss.


    Ebenfalls (lieber Roman) Apulien oder noch besser rund um Neapel - die Mafia kassiert die Gelder. macht nix, und die Leute können dann sehen wohin mit dem Müll - so geschehen vor ein paar Jahren, wo die Leute in ihrer Verzweiflung die Müllberge angezündet haben, weil nirgends mehr Platz war zu Entsorgung ihres Mülls.

    Ich bin in der Ecke (Cilento) damals Rad gefahren, und hätte fast ein Sauerstoffgerät gebraucht, um nicht ohnmächtig zu werden...

    "Mülltrennung auf sizilianisch", dass ich nicht lache, wenns nicht so traurig wäre;(8|

    ade :evil: obi


    Es ist schon alles gesagt, aber nicht von jedem =O
    (Karl Valentin)

  • Tjaa und was sagt uns das?? =O


    Hast du im Landesinneren von Sizilien die zig Ruinen von Müllverwertungsanlagen gesehen (so wars jedenfalls vor einigen Jahren), deren Bau begonnen wurde, um vom Staat und von der EU Gelder zu kassieren, und dann tschüss.

    Wieviele Milliarden überweist Brüssel jetzt nach Rom im Zuge der Corona - Hilfen? Übrigens initiiert von unserer scheidenden Kanzlerin und bezahlt von uns, obwohl man uns vor jeder Wahl versprochen hat, dass es sowas NIEMALS geben werde.


    Aber das Thema begleitet uns quer durch die EU. Die Gelder werden raus gehauen als gäbs kein Morgen, und hier in D werden sich jahrelang die Mäuler fusselig geredet, wenn es um eine paar mickrige Euros für Omas Mindestrente geht, die man dann zum Hohn auch noch als "Respektrente" bezeichnet.

  • Das ging schnell OT. 🙄

    Ja, so isses ;)

    Aber was soll man sonst zum Thema noch sagen?


    Ach, da fällt mir doch nochwas ein:

    Mittenwald in Oberbayern ist so ein hübscher Ort. Nur hatte er leider alles gesperrt, wo man sich als Camper nieder lassen konnte. Nur der große Parkplatz direkt an der Isar unterhalb der Talstation von der Karwendelbahn war gegen eine moderate Gebühr noch zugänglich.


    Aber wohin mit dem Müll? Es gab nur Papier- und Glascontainer, sonst nichts. Dann siehst Du inländische wie ausländische Womopiloten verschämt und mit ratlosen Blicken mit ihren Beutelchen rumlaufen. Und einige haben die dann in die Mülltonnen der Anwohner gesteckt oder einfach neben die Glascontainer gestellt.


    Und prompt gab es im Krawall - TV einen Bericht über die "unhaltbaren" Zustände in Mittenwald.


    Ich habe meinen Müll übrigens mit über die Grenze nach A genommen. Da stehen überall an den Rastplätzen große Mülleimer. So muss das sein !

  • Die o.g. Zustände auf Sizilien kann ich nur bestätigen, äusserst bedauerlich und traurig. Ich bin Detrivor/ Daniel für dieses Thema dankbar, denn die Müllentsorgung/ Trennung ist ein wichtiges Thema. Dabei kann die Mülltrennung und Entsorgung einfach sein. Wir stehen zwar gerne frei, aber Müllentsorgung erfolgt im Rahmen der v/e: wir fahren zu einem nah gelegenen Campingplatz, zahlen die üblichen 2-4 Eur und entsorgen umweltgerecht. Zu oft beobachten wir

    Freisteher mit Atomkraft Nein danke Aufkleber, o.ä, oft Fahrzeuge mit den ältesten Dieselmotoren und lassen teils ungeniert ihr Grauwasser in der Natur ab. Hauptsache 2 Eur gespart.

  • Das kommt glaube ich ein bisschen auf die Region an, in der man unterwegs ist. Nicht jeder Campingplatzbetreiber hat ein entspanntes Verhältnis zu Freistehern. Und das ist ja auch gut nachvollziehbar. Um die 5 Euro geht es glaube ich nicht, eher um das Risiko, mehr oder weniger unfreundlich abgewiesen zu werden. Für uns ist dieser Weg die letzte Option - manchmal bleiben (oder zahlen) wir nur zur Entsorgung eine Nacht um Ärger aus dem Weg zu gehen.


    Viele Grüße,

    Rüdiger

  • Hallo,


    Wir sind seit Montag unterwegs. Die erste Nacht verbrachten wir in der Steiermark auf einem Stellplatz, die anderen im nördlichen Niederösterreich (Waldviertel). Überall gab es Restmüll, Biomüll, Papier- und Glascontainer direkt am Platz. Auch hier am CP ist das so.


    Wir versuchen in solchen Situationen, den Müll, so wie er anfällt, ordnungsgemäß zu entsorgen.

    Sind wir unterwegs (z.B. Skandinavien oder Italien), dann sammeln wir Kunststoff und Papier in großen Müllsäcken und entsorgen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Biomüll wird nicht unbedingt weggetrennt.


    Was die Situation in Österreich betrifft, so finde ich, dass es abseits der Autobahnen viel zu wenig Parkplätze gibt und dort auch nicht immer der "Reisemüll" entsorgt werden kann. Da sind die Schweden ein Vorbild...


    Beste Grüße aus dem allernördlichsten Teil Österreichs,

    Uli

  • Nachtrag:


    Müllvermeidung wäre wohl am wichtigsten. Zu Hause funktioniert das in Teilbereichen gut: Obst und Gemüse werden am Bauernmarkt unverpackt gekauft, allenfalls Kirschtomaten werden in einem Papiersackerl verpackt. Kaffee kaufen wir auch "lose", den füllen wir in einem eigenen Gefäß ab. Auch Kosmetika und Putzmittel bekämen wir zum Abfüllen, das habe ich noch nicht getestet.

    Fruchtsaft und Yoghurt kaufen wir in Mehrwegflaschen. Mineralwasser kaufen wir überhaupt nicht mehr, da Roland fast lieber gewöhnliches Leitungswasser hat und ich ohnedies überhaupt nichts Sprudelndes trinke. Milch bekämen wir zwar auch in der Mehrwegflasche, aber die runden Flaschen lassen sich im Kühlschrank nicht so gut stapeln wie die Verbundkartons.


    Im Urlaub ist das nicht so einfach, weil man ja in der Regel nicht weiß, wo man diese Sachen bekommt.


    Beste Grüße,

    Uli

  • Es gibt ja auch die Nomaden ohne festen Wohnsitz, die dauerhaft im Womo leben und die niegarnienicht einen CP ansteuern würden. Die sieht man auf Fotos vor ihren Fahrzeuge sitzen, und da brennt dann auch eine Feuertonne. Schätze mal, dass da auch gleich der Müll mit verfeuert wird.


    Ich kann sowas nicht auch noch mitschleppen. Dafür habe ich keinen Platz.


    Und über meine Erfahrungen mit CP-Betreibern im Coronajahr 2020 decke ich mal den gnädigen Mantel des Schweigens :(

  • Hier in Finnland haben fast alle Häuser und CP nur eine graue Tonne „Mixed“ vor der Türe Stehen. Es soll Trennstationen geben …. Aber nicht gesichtet! Nur f Glas. Wie bei uns in den 80er …. Aber Parken mit Handyapp….teils 6€/Std selbst in Kleinstädten 3€. Wir fanden mit P4N aber bislang was gratis. Grüsslis Peter

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