• Der Ohrid See liegt zwischen Albanien und Nordmazedonien. In seiner 1,36 Mio Jahren dauernden Geschichte war ich dreimal da. Zuerst auf der Seite, die damals noch Jugoslawien hieß, dann vor vier Jahren auf der albanischen Seite und vor zwei Jahren auf der nordmazedonischen Seite.


    Die Fahrt entlang des albanischen Ufers war schon enttäuschend, weil es eine Baustelle nach der anderen gab. Albanien hat eben viel nachzuholen, was Massentourismus angeht.


    Aber noch schlimmer war dann die nordmazedonische Seite vor zwei Jahren.


    Ich bin den Empfehlungen versch. Foren gefolgt und habe mich auf einem CP beim Dorf Radozda nieder gelassen. Am Empfang gab es zuerst mal einen starken kleinen Kaffee ( lecker ! ) und einen starken kleinen Schnaps (noch besser ! ). Der Platz war recht nett direkt am Seeufer, das man allerdings seines Schilfgürtels beraubt hatte. Die Sani - Anlagen waren solala.......


    Als treuer Leser der SZ muss ich heute aber lernen, dass ich ein Banause bin, der sich an der Zerstörung des Weltkulturerbens UND des Weltnaturerbes, das der Ohrid See gewissermaßen in Doppelfunktion ist, mitschuldig gemacht hat.


    Natürlich sind mir die riesigen Müllberge unweit des Ufers aufgefallen. Natürlich habe ich die endlosen Baustellen gesehen. Und natürlich habe ich nachts das Bassgewummere vom anderen Seeufer gehört, dem die Frösche und Unken nur noch mühsam Paroli bieten konnten.

    Und ich bin auch nach drei Tagen abgereist mit dem festen Vorsatz, nie mehr wieder zu kommen.


    SZ vom 2.8.2021 "Ramponiertes Welterbe"


    PS: Eigentlich wollte ich die Geschichte der Frau lesen, die mit dem Esel über die Alpen gewandert ist. Aber die gibt es wohl nur online.

  • Hallo Heinz,

    danke für die Information. Bekenne mich hiermit ebenfalls schuldig. war auch auf dem besagten Campingplatz und auch in Ohrid selbst um dort Essen zu gehen.

    Eine ähnliche Situation hatten wir in Albanien. Wir waren in Ksamil Muscheln essen. Einige Sorten wurden auf der Karte angeboten, andere Sorten gab es auch, die standen aber nicht auf der Karte. Begründung: die könne man nicht auf die Karte schreiben da der Fang illegal sei. Heute würde ich die wohl nicht mehr bestellen.

    Gruß

    Ronald

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    Kurz vor der Grenze nach Nordmazedonien liegt der Campingplatz Arbi, topp gepflegt mit Restaurant. Gut und preiswert. Ein Muss für einen Besuch ist das Kloster Sveti Naum nach dem Übergang. Das Museum bei den restaurierten Pfahlbauten war wie überall am Montag geschlossen.

    An diesem Ufer kein sichtbarer Dreck.

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