Nebensaison in Spanien? Gibt es nicht mehr

  • Moin,

    ich habe gerade dieses Video gesehen:

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    Ich fand es shocking. Zum einen, weil ich nicht dachte, dass Stellplätze in Spanien um diese Zeit so brechend voll sind. Zum anderen, weil ich doch feststellen muss, dass mir manche Wohnmobilisten ziemlich fremd sind. So ein eng gedrängter, komplett asphaltierter Camper-Parkplatz ist aus meiner Sicht total unattraktiv. Wenn ich dem nächsten Camper in zwei Metern Entfernung auf den Teller schaue, kann ich doch auch gleich eine Bettenburg in Torremolinos buchen. Was soll ich da? Das Wetter kann doch nicht alles sein. Offenbar steht man mit so einer Sichtweise ziemlich allein da, wenn man sich das Gedränge auf so einem CP anguckt. Oder wie seht ihr das?

  • Hallo!


    Ohne mir das Video angesehen zu haben kann ich dir versichern, du steht mit deiner Sichtweise nicht alleine da! ;)


    Ein Camping- oder Stellplatz muss ansprechend sein, ein "Großparkplatz" ist das sicher nicht.



    Roland

    You don't need to be a magican to disappear, you just need a camper!

  • Der allseits bekannte Jonson ist angeblich auch wieder in Spanien unterwegs, und zwar immer noch in seinem riesigen Liner. Und angeblich geht er niegarnienicht auf einen CP sondern schlimmstenfalls mal auf einen SP. Aber meistens steht er wohl "frei".


    Ich war zuletzt vor ein paar Jahren mit dem Bulli auf dem Jakobsweg unterwegs und habe auf kleinen CP und an Klöstern u.ä. gestanden. Das ging ganz gut, aber Spanien war noch nie mein Favorit.

  • Der Pilgerpfad verläuft auf langen Strecken entlang der Landstraße :)


    800 km wandern von den Pyrenäen bis Santiago wäre mir eindeutig zu weit. Ich habe mich auch nicht als Pilger gesehen sondern als Tourist.


    Trotzdem hat es Spaß gemacht, abends nach der Tagesetappe das entsprechende Kapitel im Hörbuch von Hape Kerkeling anzuhören.


    Leider hat es nur wenige km vor dem Ziel Santiago einen schweren Unfall gegeben, bei dem zwei Pilger ums Leben gekommen sind. Als ich die Stelle passierte, lagen noch die Rucksäcke auf der Straße.

  • Wir waren vor zwei Jahren im Spätherbst in Spanien und Portugal und waren vor allem in Spanien geschockt wie voll und eng es stellenweise war… sind dann aber wieder von der Küste weg (ging wegen des Wetters nicht immer) und fanden da meist gute Plätze. Aber wer da insgesamt auch so unterwegs war bzw überwinterte… na ja… zum Glück sind wir alle verschieden und unsere Geschmäcker auch..

  • Der Pilgerpfad kreuzt die Straße sehr oft. Der Autofahrer wird zwar schon weit im Voraus gewarnt, aber die Unfallstelle lag hinter einer Kuppe und war für den LKW-Fahrer, der den Unfall verursacht hatte, erst spät einzusehen.

    Angeblich hatte es genau an dieser Stelle schon mehrere schwere Unfälle gegeben.


    Es gibt landschaftlich sehr schöne Abschnitte aber auch lange Wege durch endlose Vorstädte und Gewerbegebiete.


    Und wenn ich mir dann vorstelle, die Nächte in Sammelherbergen und auf Stockbetten zu verbringen, dann bleibe ich doch lieber in meinem Bulli.


    Aber die Begegnung mit den Pilgern, die trotz bandagierter Fuß- und Kniegelenke nicht aufgaben, hat mich doch sehr beeindruckt.

  • Von Sommer 2017 bis Sommer 2019 hatten wir uns eine Auszeit genommen. Und sind mit unserem VW T4 Camper kreuz und quer durch Europa. Dabei haben wir im Winterhalbjahr auch Spanien und Portugal besucht.


    Und ja, "Winter" ist an vielen Orten Hochsaison! Camping-/Stellplätze sind teils brechend voll. Vor allem an der spanischen Mittelmeerküste. Aber wie gesagt, man darf es nicht verallgemeinern.

    Fährt man ein paar Kilometer ins Landesinnere, sieht die Welt vielerorts schon anders aus. Auch im Norden Spaniens und von Portugal haben wir nie volle Plätze erlebt. Teilweise waren wir allein und fragten uns, warum die geöffnet haben.


    Mitte Januar 2018 waren wir auf dem Weg Richtung Portugal. Und wollten mal in der Region Calpe/Benidorm anhalten Ich wollte mir das einfach mal anschauen. An 7 Campingplätzen haben wir nachgefragt - alle voll! Auf einem in Calpe wurde uns im VW T4 ein XXL-Stellplatz angeboten für 60 € am Tag. Das war der Moment, in welchem ich zu meiner Frau sagte: "Im Winter kriegen mich hier keine 100 Pferde mehr her!"

  • In der Ecke Calpe waren wir Mitte der Achziger Jahre im vorigen Jahrhundert mehrfach in den Weihnachtsferien zum Klettern. Es gab keinerlei Probleme frei zu stehen, stellenweise auch direkt am Strand.

    Mittlerweile unvorstellbar!

  • Hallo,

    wenn ich das so höre, wird mir ja himmelangst ...

    Wir haben nächstes Jahr von März bis Anfang Mai das erste Mal eine 9wöchige Auszeit ( Cosmo-Jogi - wie kann man 2 Jahre frei machen?) und planen nach Spanien zu fahren.

    Da bleibt wohl doch nur das Landesinnere?!


    Was für Erfahrungen habt Ihr gemacht?


    Grüße Jens

  • hola jens, dann löst ihr uns ab. wir sind gerade und vermutlich bis märz in 🇪🇸unterwegs.

    in san sebastian sind gerade viele spanier mit womos, da da morgen ein 20km lauf stattfindet mit 30.000 teilnehmern (wir sind geplant geflüchtet).

    ansonsten haben wir bisher immer gute stellplätze gefunden- ggf fragt uns in ein paar monaten nochmals.

    unsere homepage wollen wir dann auch x wieder füttern.


    ps das filmchen haben wir nicht gesehen, denn wir haben noch keine spanische simkarte..

  • Als Womo-Stellplatz ist der in dem Video vorgestellte doch eher mustergültig zu nenen. Ich habe wenig Plätze bisher gesehen,die so abwechslungsreich angelegt sind und so großzügig bemessene Parzellen besitzen.

    Da gibt es gerade in Südspanien nun wirklich deutlich abschreckendere Beispiele. Wer mit dem hier vorgestellten Platz noch Probleme hat, sollte vielleicht wirklich ausschließlich versuchen allein und frei zu stehen.


    Womit man auf diesen Plätzen allerdings klar kommen muss, ist die grundsätzliche Mentalität die dort herrscht. Es geht schon sehr in Richgtung Dauercamper. Viele dort kennen sich seit Jahren. Wir haben damals mehrfach erlebt, wie man sich über etliche Plätze hinweg, zu gemeinsamen Geburtstagfeiern u.ä. Anlässen eingeladen hat. Das muss man wollen....


    Als Durchreise Tourist ist man dann inzwischen u.U. auf einem CP besser aufgehoben, da die Überwinterer natürlich die Angebote suchen, bei denen sie am günstigsten stehen können und das sind meist die Stellpätze.


    Aber auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass wenn man um bestimmte Gebiete eine großen Bogen macht, dazu zählt die Algarve ebenso, wie der Bereich um Malaga und Marbella, dann kann es auch recht ruhig zugehen. Zumindest war das 2004 und 2005 so.


    Gruß

    Roman

  • Hallo,

    ehrlich gesagt bin ich froh dass viele Fahrer mit so "fetten" Mobilen auf solche Plätze gehen und damit mir wenig in die Quere kommen. Hinter so einem Liner oder größerem Womo steckt ja ein ganz anderes Konzept. So eher nach dem Motto ich ziehe mit meinem ganzen Hausstand auf Zeit um. Und deutsches TV sollte auch nicht fehlen. Die meisten Nutzer hier fahren Kastenwägen oder eher kleine Teilintegrierte. Hier steht eher der Gedanke "ich nehme nur das Nötigste mit", bin dafür aber sehr flexibel und kann auch abseits der großen Straßen unterwegs sein.


    Gruß Hans

  • Hallo,

    Hallo,

    ehrlich gesagt bin ich froh dass viele Fahrer mit so "fetten" Mobilen auf solche Plätze gehen und damit mir wenig in die Quere kommen.

    Kastenwägen sind was Besseres? :rolleyes:


    Wir sind mit einem "fetten" Mobil unterwegs, allerdings wäre es nicht unsere Sache, an einem solchen Stellplatz für Wochen oder gar Monate zu bleiben.


    Das ist eine Mentalitätsfrage, keine Frage des Fahrzeugs. Das sind wohl Mitmenschen, die auch früher Jahr für Jahr an ein- und denselben Urlaubsort, in ein- und dieselbe Unterkunft fuhren, die dort die ganze Zeit hockten. Und jetzt sind es eben Wohnmobilisten oder Wohnwagenfahrer, die sich für Monate an einem Platz einmieten, die Deutschen gehen dann nur zum Lidl, die Engländer zum Tesco und die Franzosen zum E.Leclerc einkaufen. Alle essen nur das, was es eben zu Hause auch gäbe. Man ärgert sich, wenn die Dienstleister dort nicht die eigene Sprache sprechen. Man bleibt unter sich in einer Blase. Wer von diesen Menschen nutzt in dieser langen Zeit die Möglichkeit, die Landessprache zu lernen? Wohl kaum einer. Wer hat Kontakt mit Einheimischen, treibt Hobbies, wo er auf diese Einheimischen trifft? Keiner.

    In der Heimat ärgert man sich über Ausländer, die sich nicht integrieren wollen - hier ist es nicht anders.


    Die einzelnen Stellplätze im Video sind wohl nicht klein, aber das Ganze wirkt auf mich irgendwie trist. Da wollte ich persönlich nicht länger als ein oder allenfalls zwei Nächte bleiben. Unser Stil ist es ohnedies, nur eher kurz irgendwo zu verweilen. Zwei Tage Aufenthalt sind bei uns in der Regel schon viel.


    Warum bleiben außerdem alle draußen am Meer? Sicher ist das Meer schön, aber im Landesinneren gäbe es doch so viel Kulturelles zu entdecken. Das verstehe ich auch nicht.


    Nur so ein paar Gedanken zum Sonntag,

    Uli

  • Ich habe auch immer gerne über die weissen Sperrholzkästen und die typischen "Überwinterer" gelästert. Dann hat mir mal eine ältere Dame erklärt, dass sie im südlichen Klima deutlich weniger Medikamente gegen ihre diversen Gebrechen braucht als zu Hause in D.

    Ein gutes Argument, finde ich.

  • Hallo Jens,

    ich weiß natürlich nicht, wie das im kommenden Frühjahr auch im Hinblick auf die mittlerweile verstrichenen "Virus"-Jahre wird. Aber wir hatten sowohl 2019 wie auch 2020 ab etwa Mitte Februar keine Probleme, ordentliche Übernachtungsplätze zu finden. O.K., wir sind keine Langzeitsteher, sondern fahren meistens nach spätestens 2, 3 Tagen ein Stück weiter und ja, hin und wieder muss man auch mal einen Kompromißplatz für eine Nacht in Kauf nehmen und ja, wenn das Wetter mitspielt ist das Hinterland zur Küste in jedem Fall auch sehr sehens- und besuchenswert. Vor allem Portugal, aber auch Spaniens Süden bieten im Hinterland unendlich viele Kulturschätze und auch schöne Flusslandschaften, zumal das "Freistehen" an Portugals Küsten ziemlich teuer geahndet wird (da waren wohl in den letzten Jahren doch zu viele Kastenwägen ohne Toilette an Bord unterwegs)


    Gruß

    Bernhard

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