Luftdruck mit BF Goodrich AT 245/75

  • . . . also 1.700 kg vorne und 2.100 hinten gemessen?


    Ich fahre zwischen 3,0 und 3,1 bar, versuche halt immer, die 3.500 kg (1700 bzw. 1.800 je Achse) Gesamtgewicht zu halten. Diese bei kaltem Reifen eingestellten Drücke erhöhen sich bei einer Umgebungstemperatur zwischen 10 und 20° nach kurzer Fahrtstrecke auf rund 3,5 bar, Reifentemperatur steigend auf irgendwas zwischen 30 und 40° C, bleibt dann konstant (diese Druckanzeige inclusive Temperatur findet man, wenn man die Reifendruckkontrolle mitbestellt hat, im Menü der Anzeige).


    Die in Deinem Aufkleber für die falsche Reifengröße (Du hast doch 245er ATs, oder) angebotenen 4,9 bar hinten sind nun mal eindeutig zu hoch. Könnte und sollte Probleme mit der Haftung (z. B. bei feuchter Fahrbahn in Kurven) und dem Laufbild (in der Mitte mehr abgefahren) auf der Hinterachse geben.

  • Wolfgang, Du hast natürlich recht dass sich die Angaben nur auf einen ähnlichen Reifentyp beziehen - das hatte ich ganz zu Anfang ja schon geschrieben. Und die Michelin-Empfehlungen unterscheiden sich auch.


    Aber wenn ich den Reifendruck im warmen Zustand einstelle und Du im kalten liegen die tatsächlichen Drücke dann doch gar nicht so weit auseinander. Gibt es denn wirklich genau den einen richtigen Reifendruck? Neben optimaler Bodenhaftung spielt der Verbrauch ja auch eine Rolle. Ausgeliefert wurde unser Fahrzeug mit erheblich höherem Druck, wenn ich mich richtig erinnere...


    Viele Grüße,

    Rüdiger

  • . . . der Auslieferungsdruck (bei mir hinten über 5 bar) war grob fahrlässig.


    Natürlich gibt es genau einen richtigen Reifendruck, in Abhängigkeit von Fabrikat, Typ, Dimension, Lastindex und Achs- bzw. Radlast.


    Deshalb würde ich (Dr.-Ing., will aber nix heißen) mich streng an die Vorgaben von Michelin / BFG halten und nicht irgendeinem Mitarbeiter eines Reifenhändlers oder einer Werkstatt vertrauen.


    Michelin bzw. deren Ingenieure haben sich schon was bei der Tabelle gedacht :-).


    Mein Motto zu Deiner letzten Bemerkung: lieber 0,1 l auf 100 km mehr als ein Abflug auf feuchter Fahrbahn.

  • War grad im Service (Serviceumfang A bei der Larag/St. Gallen). Der Werkstattleiter dort hat mir für die 245er vorne und hinten 4.0 bar für die Strasse empfohlen und auch einen entsprechenden Kleber angebracht. Begründet hat er das damit, dass das Auto vorne und hinten praktisch genau gleich schwer ist.

  • . . . ich fahre meinen Duo Independent mit 3 bar.


    Wie gesagt, ich glaube eher dem Reifenhersteller als irgendeinem Werkstattleiter. Mit dem fast identischem Gewicht hinten /vorne stimmt, der Luftdruck nicht.


    Aber: jeder kann natürlich demjenigen glauben, dem er vertraut.

  • Natürlich gibt es genau einen richtigen Reifendruck, in Abhängigkeit von Fabrikat, Typ, Dimension, Lastindex und Achs- bzw. Radlast

    Da scheinen nicht alle mitzugehen - hier gib's ja einige, die einen schweren Kompressor spazieren fahren um auf unterschiedliche Bedingungen reagieren zu können. Was macht Dich eigentlich so sicher, dass Michelin für einen All-Terrain-Reifen die Reifendruckempfehlung ausgerechnet allein an perfektem Asphalt und Tempo 100 ausrichtet? Fände ich unlogisch.


    Man kann diese Angabe dogmatisch lesen, muss es aber nicht. Je weniger Druck, desto schwammiger das Fahrverhalten. Das kann bei höheren Geschwindigkeiten auch ein Sicherheitsaspekt sein. Ich denke, man kann mit guten Argumenten im Detail zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.


    Und was den Abflug angeht - andere haben das gleiche Argument schon mal benutzt, um allen BFG-Fahrern grobe Fahrlässigkeit zu unterstellen. Was aber stimmt: Wer möglichst schnell um die Kurve will fährt besser andere Reifen.


    Viele Grüße,

    Rüdiger

  • Ich denke, man kann mit guten Argumenten im Detail zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

    Es kommt halt - wie immer - darauf an. Das sind ja, gerade bei den groben Dingern eher mehr als weniger, Richtwerte und ich würde da jetzt keine Wissenschaft daraus machen. Wenn sich an den Stollen Sägezähne bilden, war´s in jedem Fall zu viel (meine Erfahrung). Ich neige dazu, AT- oder MT-Reifen immer mit etwas weniger Luft zu fahren, dann wird´s halt bei hohen Reifenquerschnitten etwas schwammiger, dafür aber auch bequemer und auf Asphalt gibt´s mehr Haftung.


    Gruß, Stefan

  • Da scheinen nicht alle mitzugehen - hier gib's ja einige, die einen schweren Kompressor spazieren fahren um auf unterschiedliche Bedingungen reagieren zu können. Was macht Dich eigentlich so sicher, dass Michelin für einen All-Terrain-Reifen die Reifendruckempfehlung ausgerechnet allein an perfektem Asphalt und Tempo 100 ausrichtet? Fände ich unlogisch.

    . . . die Kompressorjungs fahren in den Sand ;-).


    Die Michelinmänner & -frauen werden rechnen, simulieren oder messen, bei welchem Druck, bei gegebener Achslast die Flächenpressung der Kontaktfläche an jeder Stelle über die Breite der Auflagefläche möglichst identisch ist.


    Schwammig fährt sich der Duo bei 3 bar nicht, heute bei 15° C (kalte Garage) und 3,0 gestartet, Umgebungstemperatur 22,5°, der sich einstellende Druck war dann 3,5 bei einer Reifentemperatur von 40°.


    Da war nichts schwammig, der Luftdruck war korrekt.


    Problematisch im Sinne von schwammig wird es erst, wenn der Luftdruck zu niedrig ist, insbesondere beim schnellen Mopped recht unangenehm.

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