Wertstabiles Investment

  • Schaue mich gerade auf dem Münchner Immobilienmarkt um.

    2 Zimmer, Balkon, Wohnfläche 59,02m², Euro 599.000


    und noch ein Schnäppchen:

    3 Zimmer EG, Wohnfläche 88,94m², Euro 1.165.000

    im 4.OG kostet die gleiche Wohnung Euro 1.801.000


    Tiefgaragenstellplatz ab Euro 45.000


    Immerhin provisionsfrei :)

  • Bin froh, nicht mehr in München zu wohnen. War eine gute Zeit von 1996 - 2006. Weniger Obdachlose und noch einigermassen bezahlbar. Von der Hohenzollernstrasse war ich in zwei Minuten an der Arbeit und mit meiner Hündin in fünf Minuten im Englischen Garten. Die Biergärten fehlen mir noch heute, -nicht aber die P-Suche mit Reisemobil und die endlosen Staus. Alles hat seine Zeit. Immobilien-Preise nun auf dem Niveau von Zürich…👎.


    Grüsse

    • Official Post

    Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Immobilien ja nach Land, Region und Lage, gehandelt werden.


    Auf dem Sender "SIXX" läuft eine Serie, in der ein Makler Ehepaar Häuser "günstig" aufkauft, etliches an Geld in die Renovierung steckt

    und dann wieder mit sattem Gewinn verkauft. Das ganze spielt sich wohl in Kalifornien ab.


    Top oder Flop? Die Super-Makler – Alle Infos (sixx.de)


    Ich staune jedes Mal, zu welchen Konditionen die Bruchbuden dort aufgekauft werden. Da kosten Hütten (anders kann man sie nicht nennen) 400.000 Dollar,

    für die ich hier bei uns höchstens 70.000 Euro bezahlen würde...lohnt sich wirklich mal rein zu schauen.

    Nach der Renovierung (Kosten oft so um die 70-90.000 Dollar) wird dieses Haus dann für 570.000 verkauft....und die Käufer sind begeistert.


    Interessant vor allem auch deshalb, weil man Einblicke bekommt, WIE dort gebaut wird.


    Gruß

    Roman

  • Häuser die man in Deutschland aus Dachlatten zusammenschraubt nennt man Baracken.

    Ich habe bei den beiden " Künstlern " in USA eigntlich noch nie einen ordentlichen Balken in Ihren Häusern erkennne können.


    Ein Haus aus Stein haben die glaube ich noch nie gelauft, sowas gibt es da im Einfamilienehausbau wohl gar nicht.

    Bemerkenswert auch immer wieder die Dacheindeckungen, einen ordentlichen Dachziegel wie hier bei uns schneint es in

    USA wohl auch nicht zu geben.


    Nicht ohne Grund werden dies Buden immer voll " dekoriert " mit Blumenvasen, Tischdecken, Bildern an der Wand usw. angeboten

    damit wohl die Käufer nicht im Detail in die Ecken schauen.



    Aber schon interessant 60 qm in München 600.000.- €, mensch das sind doch 1,2 Millionen DM wer soll so etwas eigentlich abbezahlen ?

    • Official Post

    Ein Haus aus Stein haben die glaube ich noch nie gelauft, sowas gibt es da im Einfamilienehausbau wohl gar nicht.

    Bemerkenswert auch immer wieder die Dacheindeckungen, einen ordentlichen Dachziegel wie hier bei uns schneint es in

    USA wohl auch nicht zu geben.

    Nein. Aus welchem Material die Häuser gebaut sind, kann man ja nach jedem Tornado sehen, der übers Land gefegt ist...... :evil:


    Für Dachziegel, sind meistens die Dachneigungen gar nicht geeignet (zu flach). Und statisch geben das die Dachaufbauten sicher auch nicht her.


    Gruß

    Roman

  • mensch das sind doch 1,2 Millionen DM

    ...und in Reichstalern erst... ;)

    Aus eigener Anschauung weiss ich, dass es in München hinreichend viele Menschen gibt, die die 600 kEuro bar bezahlen und die Bude als Kapitalanleger anschliessend teuer vermieten. Seit dem Krieg immer weiter vererbter Reichtum z.B. Oder man braucht nur einen Bruchteil davon in bar und drückt die Kreditzinsen auch gleich noch dem Mieter aufs Auge. Läuft. Kredit zahlt sich von allein ab.

    Gruesse,

    Thomas.

    -------

    Am Ende wird alles gut. :thumbup: Wenn es noch nicht gut ist, dann war das noch nicht das Ende... :whistling:

    Edited once, last by Mithrandir_63 ().

  • ...und in Reichstalern erst... ;)

    Aus eigener Anschauung weiss ich, dass es in München hinreichend viele Menschen gibt, die die 600 kEuro bar bezahlen und die Bude als Kapitalanleger anschliessend teuer vermieten. Seit dem Krieg immer weiter vererbter Reichtum z.B. Oder man braucht nur einen Bruchteil davon in bar und drückt die Kreditzinsen auch gleich noch dem Mieter aufs Auge. Läuft. Kredit zahlt sich von allein ab.

    Gruesse,

    Thomas.

    Für Kapitalanleger rechnet sich so was in der Vermietung nieeeeee im Leben !

    Mit Grunderwerbsteuer, Makler, Notar usw. liegt man da bei 650.000,-

    Die teuerste unmöblierte Wohnung 60 qm die ich in München gefunden hab, lag bei 2.100,- Kaltmiete.


    Also wie soll sich das Rechnen ?


    Mirko

  • Aber die Investoren treiben die Preise nicht (rechnet sich nicht wie Mirko schon schrieb) es sind die gut verdienenden jungen Familien mit 2-3 Kids. Der Sohn eines Freundes schlug vor 1 Jahr in M Bogenhausen zu . 8 J altes Reihen(!!)haus am Park, 2.3 Mio. Verrückt. Er kann es sich leisten, Urologieprofessor, Frau Kinderkardiologin, Nanny vorhanden. Und er bekam gerade 2.8 Mio ( gut, er hat auch renoviert) geboten. Grüsslis Peter 😎

  • die Investoren treiben die Preise nicht

    da bin ich mir nicht sicher... ich kann mich an einen Artikel in der Süddeutschen erinnern, wo über den Kaufrausch von Investoren in München berichtetet wurde.

    Es gibt wohl nicht wenige Investoren, die Wohnungen in attraktiven Lagen nur kaufen aber gar nicht mehr vermieten. Die jährlichen Wertsteigerungen ihres Invests reicht denen völlig aus.

    Die wollen sich gar nicht mit Mietern und den damit verbundenen Problemen belasten...


    Gruß Sepp

  • Urologieprofessor, Frau Kinderkardiologin,

    Hast Du auch noch einen Proktologen im Sortiment?


    Gemach, gemach, Ihr Wohlstandsverwahrlosten ;)


    München ist nicht typisch für das ganze Reichsgebiet.

    Eine Sandkastenfreundin ist vor ca. 1 Jahr verstorben und hat eine 90m² Eigentumswohnung in einem modernen 6-Parteienhaus hinterlassen. ÖPNV vor der Türe, Einzugsgebiet von Köln.


    Der Sohn versucht seitdem vergeblich, sie für runde 300k zu verkaufen. In München könnte er dafür das Dreifache verlangen, und sie wäre rubbeldiekatz weg.

  • Der Sohn versucht seitdem vergeblich, sie für runde 300k zu verkaufen. In München könnte er dafür das Dreifache verlangen, und sie wäre rubbeldiekatz weg.

    das ist so:

    es gibt wohl verlassene Orte in Italien oder Frankreich, die kann man schon für 300 Kilo ganze Dörfer kaufen...


    Gruß

    Sepp

  • Für Kapitalanleger rechnet sich so was in der Vermietung nieeeeee im Leben !

    Mit Grunderwerbsteuer, Makler, Notar usw. liegt man da bei 650.000,-

    Die teuerste unmöblierte Wohnung 60 qm die ich in München gefunden hab, lag bei 2.100,- Kaltmiete.


    Also wie soll sich das Rechnen ?

    Leer stehen lassen und 2024 für den doppelten Preis an einen Oligarchen aus der Ukraine oder Russland verhökern.

  • Leute,

    Immobilien rechnen sich doch nicht nur gegen Mieterträge, sondern auch durch Steuererleichterungen auf das Einkommen. Wenn das hoch genug ist, dann rentiert es sich auch.


    Und wenn man diese dann wieder verkauft, dann ergibt sich doch auch noch (Stand heute) der Mehrwert.


    Aber DOC hat schon recht, das mit Mietern, Verwaltern etc. muss man mögen.


    VG

    Rupert

  • Wieso genau rechnet sich eine Immobilie mit 2.100 Kaltmiete (= 25.200 p.a.) bei 650.000,-- Erwerbskosten nicht? Das ist kalkulatorisch immer noch eine Rohrendite von fast 3,9%! Selbst wenn noch ein (1) weiteres % für Verwaltung und außerplanmäßige Instandhaltung verzehrt wird, sind 2,9% bereinigte Rendite kein so schlechter Wert.


    Das kann man m.E. nur am Aktienmarkt (eventuell) schlagen, dort aber mit deutlich mehr ups & downs in der Anlagephase. Das kostet sicherlich mehr Nerven als eine Wohnung in München.


    Und: zu der Rohrendite kommt noch die zu erwartende Wertsteigerung, die zumindest mittelfristig in München nicht ausbleiben wird, sofern der Wahnsinnige im Kreml nicht noch einen (falschen) Knopf drückt.


    Solange Mieten (aufgrund von Angebotsknappheit) so fett angesetzt werden können, sind astronomische Immobilienpreise in begehrten Lagen nicht unrentabel; auch wenn es auf den ersten flüchtigen Blick so aussehen mag.


    Es ist eher die Frage: wer kann (und/ oder will) sich eine Kaltmiete von 2.100 EURO für eine relativ kleine Wohnung leisten? Das zahlt entweder die Firma, oder man muss ordentlich 6stellig mit dem Gehalt unterwegs sein (was in München häufig der Fall sein dürfte!).


    Ergo: ganz so absurd, wie es auf den ersten Blick wirkt, ist das nicht!

  • Klar, wenn man nicht auf Gewinne aus ist und nur Geld parken will mag das evtl.gehen.

    Für mich persönlich ist das lächerlich für die Höhe des Investment. Das ist gut das 25 -fache der Jahreskaltmiete, dazu kommt das die Mieteinnahmen logischer weise Einkommenssteuerpflichtig sind.

    Dann kommt hinzu das gerade solch hochpreisige Wohnungen nicht auf die schnelle vermietet werden, und die dazu passende Klientel auch nicht einfach ist. Die Fluktuation ist dem entsprechend hoch und die Renovierungkosten sollten auch bedacht werden.


    Ne rechnen tut sich das nicht, vielleicht hab da auch ein anderen Maßstab weil ich davon leben will und kann.


    Mirko

  • Das ganze hat in der Vergangenheit auch deshalb solche Auswüchse angenommen, weil die Finanzierung durch den relativ geringen Zinssatz sehr billig war und viele Immobilien mehr oder weniger zu 100% Fremdfinanziert waren.

    Jetzt wo der Zinssatz deutlich angezogen hat, aber historische immer noch sehr günstig ist, dürfte das Tempo am Immobilienmarkt schon ein wenig nachlassen...


    Gruß Sepp

  • Es hat auch solch Auswüchse weil der Staat sich nicht mehr um seine jungen Bürger kümmert

    Dabei ist es egal um welche Partei es geht. Staatlicher Wohnungsbau ist ja keine Option mehr, lieber fördert man das Eigenheim, um eine Zersiedlung zu fördern die dann noch mehr kostet.

    Der Wohnungsbau wir auf die Privatwirtschaft abgeschoben, die ja dann die Gierigen sind.


    Ich hatte in den letzten 2 Monaten zwei 3- Raum Wohnungen neu vermietet. Eine DG 80 qm und eine 1- Etage 90 qm. Auf das DG waren es 326 Anfragen auf die andere 270 Anfragen, davon 50% Ausländer mit hohen Einkommen zum meist aus der IT Branche und die größte Gruppe kam aus Indien. Bei der letzten Wohnung war noch ein Schwung IT-ler aus Moskau und St.Pertersburg bei, alle von der Deutschen Bank.

    Das Einkommen der IT-ler lag zwischen 4.000-6.000,- netto alle mit festen Arbeitsvertrag und 85% incl. Frau und Kind, fast alle zwischen 27-40 Jahren.


    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-it-experten-101.html

    Mirko

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