Und wieder einer weniger

  • Ich denke, da braut sich eine unschöne Gemengelage aus minimalistischem und sorglosem (und damit nicht autarkem und auch nicht Umwelt-neutralem) Van-Life und dem Lobbyismus der Hotelbranche zusammen.
    In Österreich hat die Hotelbranche - zumindest in Tirol - schon gesiegt. Freies Stehen oder Übernachten auf nicht genehmigten Flächen ist mit 220,- Euro pro angetroffener Person belegt. Das macht schonmal ca. 1-2 Hotelübernachtungen.

    Und der "Feind" der Tolleranz ist immer das Auftreten von Massenerscheinungen. So sind z.B. bei uns am Alpenrand mittlerweile ausnahmsweise alle Wanderparkplätze mit Zeitbeschränkungen für das Parken zwischen 8:00 und 22:00 Uhr ausgestattet. Allerdings bin ich mir nicht sicher, was da passiert, wenn man mit dem WoMo nach 22:00 Uhr angetroffen wird, denn eigentlich ist dann mangels anderer Verbote nur ein Parkverstoss zu ahnden...

    Gruss,

    Thomas.

    -------

    Am Ende wird alles gut. :thumbup: Wenn es noch nicht gut ist, dann war das noch nicht das Ende... :whistling:

  • Ich denke, da braut sich eine unschöne Gemengelage aus minimalistischem und sorglosem (und damit nicht autarkem und auch nicht Umwelt-neutralem) Van-Life und dem Lobbyismus der Hotelbranche zusammen.
    In Österreich hat die Hotelbranche - zumindest in Tirol - schon gesiegt. Freies Stehen oder Übernachten auf nicht genehmigten Flächen ist mit 220,- Euro pro angetroffener Person belegt. Das macht schonmal ca. 1-2 Hotelübernachtungen.

    Und der "Feind" der Tolleranz ist immer das Auftreten von Massenerscheinungen. So sind z.B. bei uns am Alpenrand mittlerweile ausnahmsweise alle Wanderparkplätze mit Zeitbeschränkungen für das Parken zwischen 8:00 und 22:00 Uhr ausgestattet. Allerdings bin ich mir nicht sicher, was da passiert, wenn man mit dem WoMo nach 22:00 Uhr angetroffen wird, denn eigentlich ist dann mangels anderer Verbote nur ein Parkverstoss zu ahnden...

    Gruss,

    Thomas.

    Hallo,


    ich denke auch, dass da ganz viel Lobbyismus am Start ist.


    Am Kochelsee wollte die Gemeinde einen großen Stellplatz errichtet, um die vielen Camper ein wenig zu kanalisieren...

    Dann haben sich die umliegenden Campingplatz Besitzer beschwert, dass solche Plätze ihr Geschäft kaputt machen würde.

    Daraufhin hat die Gemeinde den Betrieb des Stellplatzes ausgeschrieben, damit die Campingplatz Besitzer sich bewerben können und das Geschäft bei den Betreibern liegt ... keiner hat sich beworben...


    Jetzt ist das Projekt wohl ganz vom Tisch...


    Gruß Sepp

    • Official Post

    Summa summarum denke ich, daß das Argument "Camper vermüllen die Gegend, also verbieten wir denen das Stehen" an den Haaren herbeigezogen ist und nur als Vorwand für weitere Verbote genutzt wird. Schade eigentlich. Man könnte tatsächlich mit uns Campern gutes Geld verdienen, wenn es mehr schöne Stellplätze für nen Obulus gäbe.

    Leider ist das nicht so.


    Dieser Ehrencodex, einen Platz eher sauberer zu verlassen, als man ihn vorgefunden hat, ist leider inzwischen nicht mehr beim gesamten wohnmobilen Volk angekommen. Es gibt z.B. nach wie vor die "Feiercamper", die in Gruppen von gemieteten Womos auftauchen, ein WE abfeiern und vebrannte Erde hinterlassen. Da geht es nicht um die Sache, sondern ums Abfeiern. Nicht jeder sucht Ruhe und Erholung mit dem Womo in einer ebenso ruhigen Umgebung.


    Diese Klientel hat (zum Glück) noch nicht solche Angebote wie oben im Video vorgestellt für sich entdeckt.


    Was ich nicht verstehe ist, dass man jetzt schon wieder durchaus interessante Angebote und Entwicklungen sofort der Geldmacherei beschultigt. Ganz egal wer dahinter steckt. Auch ein Internetprotal in dem man sich die Plätze suchen und buchen kann, kostet den Initiator und Betreiber Geld und Aufwand. Er muss sich kümmern, muss die Plätze regelmäßig abfahren usw. Die Kommune baut im Ort eine V/E, was will man denn noch mehr ?


    Sind dafür 10 oder 15 Euro wirklich zuviel ? Ich finde nicht !


    Gruß

    Roman

  • Was ich nicht verstehe ist, dass man jetzt schon wieder durchaus interessante Angebote und Entwicklungen sofort der Geldmacherei beschultigt.

    Na, na. Nicht ein wenig pauschalisiert?

    Private Stellplatzangebote wären hoch willkommen und 10-15 Euro dafür sicherlich nicht zuviel.
    Aber zum einen hat z.B. Österreich (wieder auf Druck der Hotel-Lobby?) die Hürden für derartige private Angebote drastisch angehoben. Es muss einen immensen Aufwand bedeuten, soetwas in OE angemeldt zu bekommen. Es werden z.T. Sanitäranlagen vom Feinsten von den Behörden gefordert, etc.
    In Bundesländern wie Bayern ist dagegen der Grund und Boden so teuer geworden, dass für jemanden der nicht Eigentümer des Bodens ist ein solches Angebot im Prinzip nicht darstellbar ist.

    Auf der anderen Seite "glänzen" WoMo-Mobilisten dann auch wieder durch solche Aktionen, dass im Allgäu ein Betreiber eines privaten Stellplatzes schon keine Reservierungen mehr entgegen nimmt, da zuletzt 80% (!!) der getätigten Reservierungen ohne Rückmeldung und/oder Angabe von Gründen nicht wahrgenommen wurden. Der nächste Schritt wäre dann das Einheben von Vorkasse, was aber bei Übernachtungsgebühren von 10,-/15,- Euro den Verwaltungsaufwand unverhältnismäßig macht. Den Effekt kannte man schon aus der Vergangenheit von Vorreservierungen auf DAV-Alpenvereinshütten, wo nette Zeitgenossen sich für ein Wochenende auf 4-5 über den Alpenraum verstreuten Hütten angemeldet haben und dann dorthin gefahren sind, wo gerade das Wetter am besten war - natürlich ohne irgendwas zu stornieren oder Bescheid zu sagen. Solche Leute killen mit ihrem Tun jedes auf Vertrauen basierende System. In der Endkonsequenz verschwinden derartige Angebote wieder vom Markt, die Betreiber geben aus Frustration auf oder es wird deutlich bürokratischer und teuerer...

    Grüße,

    Thomas.

    -------

    Am Ende wird alles gut. :thumbup: Wenn es noch nicht gut ist, dann war das noch nicht das Ende... :whistling:

  • Jedes Hotel buche ich doch mit Kreditkarte zu meist 2 Tarifen mit Storno oder ohne (also Vorkasse komplett) . Bei no-Show wird eine Nacht abgebucht . Bei ganz vielen CP lief das genauso jetzt in den Alpen es verlangten alle ( oft dann fast leere!) CP in Austria 50-100€ per Überweisung. Einen Storniert (in der 4 Wo Frist) , wurden 30€ einbehalten….. 😎

    • Official Post

    Hallo,


    Ich habe hier in Frankreich viel über diese Themen nachgedacht.


    Meine unbescheidene Meinung:

    1. Ein SP soll nicht vorreserviert werden können.

    2. Ein SP muss zwingend nach vier Nächten verlassen werden.

    3. Ein SP soll etwas kosten - Bezahlung gerne mit Karte, damit der Aufwand für den Betreiber klein ist.

    4. EIN SP braucht nicht unbedingt Strom bzw. V+E, das kann ruhig irgendwo in 1 km Umkreis sein.

    5. Ein Stellplatz soll nicht WC und Dusche haben.

    6. Es sollte mehr Parkplätze für WoMo geben, auf denen man max. drei oder vier Stunden stehen darf. Das soll unbedingt kontrolliert werden und darf auch gerne mehr kosten als ein PKW-Parkplatz, so der PKW-Parkplatz auch kostenpflichtig ist.


    Beste Grüße,

    Uli


  • Da gebe ich Dir vollkommen recht, ein SP braucht keine Dusche und auch kein Strom,

    das ist doch mehr oder weniger nur ein Parkplatz.

    Und so ein Platz kostet auch nicht viel Geld.

  • 3. Ein SP soll etwas kosten - Bezahlung gerne mit Karte, damit der Aufwand für den Betreiber klein ist.

    Keine gute Idee.

    Rund 1,5% der Rechnungssumme geht an den Kartenanbieter (Kreditkartendisagio).

    Da kommt im Laufe der Zeit einiges zusammen.

    Man tut den kleinen Anbietern keinen Gefallen mit Kartenzahlungen.

    Punkt 2 würde ich auf zwei Nächte festlegen. Zustimmung für die anderen Punkte meinerseits.


    LG

    • Official Post

    Hallo,


    Ob man zwei oder vier Tage bleiben kann, ließe sich diskutieren. Bei vier Tagen ginge sich eben auch ein verlängertes Wochenende aus. Wir sind meist nur eine Nacht auf einem Platz, insoferne stört mich da keinerlei Einschränkung.


    Dass die Abgaben an die Kreditkartenfirmen in verschiedenen Ländern vermutlich verschieden hoch sind, liegt wohl auch an der verschiedenen Akzeptanz der Kreditkarten in den betreffenden Ländern.

    Wir waren dieser Tage hier in Frankreich auf einem Platz, auf dem noch persönlich kassiert werden sollte. Bei zwei WoMo hat sich das vermutlich nicht gelohnt, es kam niemand. Bei Kreditkartenzahlung wären EUR 14.- (für zwei WoMo) minus Kreditkartengebühren an die Gemeinde (Besitzer des SP) geflossen.

    Beim persönlichen Abkassieren muss man ja auch die Fahrzeit des Kassiers zum SP, die Zeit vor Ort, das Deponieren des Geldes in der Bank usw. berücksichtigen, das kostet ja auch.


    Beste Grüße,

    Uli

  • Man findet auch SP, die um eine Art Spende bitten, die man dann in eine mehr oder weniger gesicherte Box wirft. In Schweden war das mal eine einfache kleine Holzkiste. In D habe ich schon massive Tonnen und Edelstahltresore gesehen.


    Ich selbst habe auch keine Scheu vor Autobahnraststätten für eine Übernachtung, besonders dann, wenn sie landschaftlich reizvoll liegen ( z.B. Hochfelln Nord an der A8 ). Es gibt was zu essen, saubere Klos und Duschen und meist auch einen Laden, in dem man das dringend benötigte Plüschtier und eine Urinente kaufen kann.


    Und je nach Größe findet man ein ruhiges Plätzchen weit weg von den Kühllastern mit ihren lauten Aggregaten.

    • Official Post

    Hallo,


    Ein uns gut Bekannter, der lange Zeit einen SP in Bayern betreut hat, hat uns erzählt, dass die Leute einfach nicht gespendet haben (V+E, Strom, W-Lan inklusive). Als dann eine verpflichtende Stellplatzgebühr von EUR 4.- eingeführt wurde, waren weniger WoMo da, aber mehr Geld in der Kassa. So schaut's aus...


    Beste Grüße,

    Uli

  • Tja, so sind die Leute :(


    Ein CP-Betreiberin in GR, die ich seit Ewigkeiten kenne, sagte: " Die kommen mit Autos hier an, die mehr kosten als mein Haus, und dann feilschen sie um jeden Euro für den Stellplatz. Dann lassen sie mir ihre Fäkalien und ein paar Säcke Müll hier, tanken hundert Liter Wasser, waschen trotz Verbot ihre Autos, und am nächsten Tag fahren sie weiter."

  • Wie ich schon schrieb, Roman: es wird immer welche geben, die es ausnutzen oder Müll hinterlassen. Wie bei allen anderen Sachen auch. Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, daß mir persönlich noch nie so jemand begegnet ist. ;)

  • Ich finde die Liste interessant und stimme den meisten Punkten bis auf Punkt 6 zu.
    Wegen Punkt 6: warum nur 3-4 Stunden? Wenn ich in ner schönen Ecke bin und wandere mit meiner Frau, möcht ich nicht wirklich auf die Uhr schauen, wann ich wieder zurück sein muß. :)

  • Ich denke, da braut sich eine unschöne Gemengelage aus minimalistischem und sorglosem (und damit nicht autarkem und auch nicht Umwelt-neutralem) Van-Life und dem Lobbyismus der Hotelbranche zusammen.
    In Österreich hat die Hotelbranche - zumindest in Tirol - schon gesiegt. Freies Stehen oder Übernachten auf nicht genehmigten Flächen ist mit 220,- Euro pro angetroffener Person belegt. Das macht schonmal ca. 1-2 Hotelübernachtungen.

    Und der "Feind" der Tolleranz ist immer das Auftreten von Massenerscheinungen. So sind z.B. bei uns am Alpenrand mittlerweile ausnahmsweise alle Wanderparkplätze mit Zeitbeschränkungen für das Parken zwischen 8:00 und 22:00 Uhr ausgestattet. Allerdings bin ich mir nicht sicher, was da passiert, wenn man mit dem WoMo nach 22:00 Uhr angetroffen wird, denn eigentlich ist dann mangels anderer Verbote nur ein Parkverstoss zu ahnden...

    Gruss,

    Thomas.

    tja, wenn sich die ösis da nicht verrechnen. andere länder sind nämlich auch nett zu bereisen und zicken nicht so rum. ich erinnere an die diversen Waage Fallen, die im sommer gesperrten landstrassen an der deutschen grenze damit man auch ja das "pickerl" kauft um nur zwei zu nennen.

  • .....und nicht zu vergessen die auffallend vielen mobilen Blitzer an der alten Brennerstraße, die NATÜRLICH nur der Sicherheit dienen und ABSOLUT nichts mit den Mautflüchtlingen zu tun haben.

  • ...und nicht zu vergessen die auffallend vielen mobilen Blitzer an der alten Brennerstraße, die NATÜRLICH nur der Sicherheit dienen und ABSOLUT nichts mit den Mautflüchtlingen zu tun haben.

    Halte Dich an die Geschwindigkeitsvorgaben und Du wirst kein Problem haben. Ich glaube dort stehen auch nicht mehr Blitzer, wie in Baden-Württemberg, z. B. zwischen Urach und Reutlingen.


    VG und gute Fahrt

    Rupert

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