Estland, Lettland, Litauen..

  • Moin, liebe Campingfreunde..
    ..wir wollen im Juni nach Estland, Lettland, Litauen !
    Wer war schon mal dort und kann uns ein paar Tips oder Ratschläge geben ??
    Ich meine, persönliche Erfahrungen !
    Informationsmaterial, Reiseführer u.ä. haben wir *durchgeforstet* - aber Papier ist ja bekanntlich geduldig.. :rolleyes:
    Diverse Links haben wir auch hinter uns..... :D


    Ich wäre sehr dankbar, für ein paar persönliche Eindrücke...
    Liebe Grüße von eusebia
    :wavey

  • Hallo,


    hier gibt`s einige Reiseberichte vom Sommer bzw. Herbst 2007:
    http://www.camper-55plus.info/…richte/reiseberichte.html


    Aber auch hier gibt es einen Bericht, gleiche Länder ähnliche Zeit:
    http://www.camperaustria.at/reise-alois_.htm


    Die 3 beschriebenen Reisen wurden mit verschiedenen Mobilen durchgeführt und die Autoren setzten wohl auch andere Schwerpunkte.


    Vielleicht ist etwas dabei was Ihr bei der Planung verwenden könnt?


    Gruss skorp

    "Ein Reisender ohne Wissen ist wie ein Vogel ohne Flügel" (Musharifz - Ud - Din, 13. Jahrh.)

  • Viielen Dank, skorb..


    leider kommt man im ersten Link nicht an den Bericht über Polen-Lettland-Estland-Litauen ran..
    Aber bei den anderen ging´s..
    Ich finde solche Berichte immer wesentlich interessanter als das, was man *offiziell* zu lesen bekommt..
    Die Angaben über die gefahrenen Kilometer stimmen auch in etwa mit unseren Planungen überein..
    Liebe Grüße von eusebia :186:

  • Quote

    Original von christel
    Hallo,


    von mir steht ein Reisebericht unter "Berichte" hier im Forum.


    Christel


    Ja, Christel...das war so ziemlich das erste, was ich hier im Forum gelesen habe... 8)..
    Der war recht aufschlußreich.
    Vielen Dank ...
    Liebe Grüße von eusebia

  • Hallo eusebia und willkommen einmal hier im Camperboard!


    Wir waren im Vorjahr (2007) bereits zum dritten Mal nach 2001 und 2006 auf dem Weg nach bzw. Von Skandinavien durch die drei Länder unterwegs. Ich kann nicht behaupten, sie zu kennen – wann kann man das schon – aber ein paar Gedanken seien mir gestattet.


    Wir waren in diesen drei Jahren entlang der Via Baltica unterwegs, 2006 auch auf der Kurischen Nehrung im Vorjahr dann auch auf der Insel Saaremaa. Die Straßen waren teilweise sehr gut (Via Baltica), dann wieder holprig, Prognosen lassen sich da keine machen. 2006 trafen wir auch auf einige Großbaustellen.


    Einkaufen machte Spaß, lokale Waren sind (sehr) gut und günstig, man muss nicht krampfhaft Lidl & Co. Suchen. Wir trafen durchwegs auf freundliche Verkäuferinnen, in Mitteleuropa scheint das inzwischen ja Mangelware zu sein. Die Küche ist mitteleuropäisch und osteuropäisch zugleich. Bierliebhaber kommen auf ihre Kosten.


    Nun zu den wenigen von uns besuchten Campingplätzen:


    Litauen:


    CP bei Vente südlich von Klaipeda:
    Saubere Sanitäranlagen, Ver- und Entsorgung für Wohnmobile im eigentlichen Stellplatzbereich. Hier gibt es natürlich auch Strom. Allerdings ist die Aussicht auf das Haff durch das Hotel verdeckt. Wenn man auf Strom verzichten kann, steht man neben dem Hotel auf der Wiese und sieht auf das Wasser und die Nehrung in der Ferne. Am Platz gibt es ein kleines, aber empfehlenswertes Restaurant.



    CP auf der Kurischen Nehrung bei Nida:
    Saubere Sanitäranlagen, Ver- und Entsorgung für Wohnmobile vorhanden. Strom an den Stellplätzen. Der Großteil der Stellplätze liegt im hochstämmigen Kiefernwald, ein Platzteil (bei unserer Anwesenheit für eine geführte Tour reserviert) im etwas „offeneren“ Bereich. Chinesisches Restaurant am Platz. Durch den Kiefernwald geht es ein paar Minuten zu Sandstrand. Die Straße vor dem CP führt vielleicht 500 m weiter zu einem Parkplatz, von wo aus man zur von einem Orkan zerstörten Sonnenuhr kommt und wo man einen tollen Überblick über die Nehrung und das Haff hat. Durch seine Lage (einziger CP auf der Nehrung) hat der Platz mitteleuropäisches Preisniveau.



    Lettland:


    Camping Nemo in Jurmala bei Riga:
    Diesen Platz kann ich nicht empfehlen: überbelegt, wenige Sanitäranlagen, laut und das hat sich laut Auskunft eines Bekannten nicht geändert (2001 haben wir das schon so dort erlebt).



    City Camping in Riga:


    Auf einer Insel in der Daugava gelegen, recht ruhig hinter einer Sport- und Mehrzweckhalle. Sanitäranlagen gibt es in der Sporthalle (sauber) und in Containern am Gelände. Ver- und Entsorgung für Wohnmobile vorhanden. Die Stadt ist zu Fuß erreichbar, entsprechend sind auch die Preise mitteleuropäisch. Strom auf den Stellplätzen.



    Estland:


    Tallinn:


    Den Platz am Fernsehturm scheint es nicht mehr zu geben.


    Die beiden vorhandenen Plätze befinden sich auf dem Weg vom Zentrum in Richtung N an der Küstenstraße entlang. Der erste Platz liegt rechts (Name ist mir entfallen):


    Die Lage fanden wir 2007 nicht so prickelnd: ein asphaltierter Platz zwischen Häusern, davon einige im (Um-)Bau. Allerdings ist hier Ver- und Entsorgung für Wohnmobile vorhanden.


    Der zweite Platz liegt etwas weiter in Pirita am Hafen: Die Lage ist wegen des Blicks auf das Wasser viel schöner, Frischwasser ist vorhanden, WC-Entleerung gibt es ebenfalls. Ein paar WCs stehen in einem angrenzenden Gebäude zur Verfügung. Von hier geht es (wie auch vom anderen Platz) problemlos mit dem Bus oder dem Taxi in die Stadt.



    Kuressaaare auf Saaremaa:


    Hier waren wir auf dem CP am Hafen. Der erste Blick ist vielleicht nicht so einladend, ist doch der asphaltierte Platz von einem hohen Zaun umgeben. Rund um das asphaltierte Gelände befindet sich ein Grünstreifen mit Tischen und Bänken, davor eine Ver- und Entsorgung für Wohnmobile. Die Sanitäranlagen sind blitzsauber, ein kleines Restaurant gibt es auch, zudem liegt der Platz am Ortsrand. Wir würden wieder hinfahren.



    Was du dir ansehen möchtest, entscheidest natürlich du selbst. Ich möchte sicher wieder einmal (bald) dahin, aber ich möchte auch wieder auf diese Insel, wo es mir ausgesprochen gut gefallen hat: Meteoritenkrater, Windmühlen, Leuchttürme, Pilze ohne Ende…


    Zur Sprache:
    Die Jugend lernt Englisch, man ist aber durchaus bereit „mit Händen und Füßen“ zu reden. Allein im Krankenhaus von Kuressaare wäre es gut gewesen, ein wenig Russisch zu können: Unser Vater wurde dort von einem jungen Arzt russischer Abstammung (laut Namensschild) behandelt, der zwar behauptete, Englisch zu können, das dann aber nicht sprechen wollte.


    Falls du noch was wissen möchtest, so frag einfach.


    Beste Grüße,
    Uli

  • Liebe Ulrike..
    ..ich danke dir herzlich für deinen interessanten und ausführlichen Bericht und für die Mühe, die du dir damit gemacht hast..
    Das ist eben etwas anderes, als wenn man *Hochglanzprosekte* liest, denn da ist alles schön..
    Aber es geht nichts über die eigenen Erfahrungen ! -
    Ich werde gerne nochmal nachfragen, wenn es um *spezielles* geht..
    Unsere Planung ist noch nicht vollständig, weil in letzter Zeit der Garten *sein Recht* verlangte.. :D
    Liebe Grüße von eusebia..

  • Moin, moin..ich melde mich mal zurück.. :D


    Es war eine wirklich schöne und aufschlußreiche Reise in Länder, die noch nicht vom Massentourismus heimgesucht werden und man sollte nicht alles glaubem, was man so hört..
    ( ich hatte anfangs schon ein mulmiges Gefühl - denn ausser hier im Forum wurden wir von allen Seiten gewarnt...)
    Natürlich gehört, wie auf jeder Reise, eine gewisse Vorsicht und Umsicht dazu..
    Aber beides gehört auch dazu, wenn man Berlin, Rom, Venedig, Paris oder sonst eine Stadt besucht. Nicht mehr und nicht weniger..
    Geld und Ausweise sollte man da wie dort *am Mann * tragen und das Auto sollte man nur auf bewachte Parkplätze abstellen oder einer sollte im Auto bleiben...
    Auf Campingplätzen und bewachten Plätzen hat man generell immer das Gefühl, dass die Leute gut auf die Gäste aufpassen. Man wird vom Wachpersonal darauf hingewiesen, dasss man z.B Fahrräder festschließen soll. Überwachungskameras stehen an den wichtigsten Stellen und die Tore werden abends verschlossen! Zusätzlich dreht das Wachpersonal regelmäßig seine Runden.
    *Vermeidung durch Vorbeugung* ist überall üblich!
    Ich hatte nicht ein einziges Mal ein unsicheres Gefühl..
    Auch nicht in Polen, obwohl da manchmal lieber der Inhalt des Portemonnaies gesehen wird, als der Gast...
    Mit Englisch kam man ganz gut durch - ausser in Polen..Da war es meist besser in Deutsch mit der Verständigung..


    Man wird nachdenklich, wenn man im Baltikum war...
    Die Menschen sind sehr freundlich – und auch sehr stolz auf das, was sie geschaffen haben und sie sind stolz, dass sie den Gästen alles zeigen können und sie freuen sich vor allem, dass Gäste da sind..
    Ich habe noch nie so viel Geduld und Zufriedenheit erlebt wie dort und man wird davon angesteckt ! Aber die Nachwirkungen sind dann leider auch schnell wieder vorbei, wenn man zu Hause und im alten Trott ist....


    Hoffen wir mal, dass den Menschen dort noch eine lange Zeit beides erhalten bleibt........ ;)

  • Für eine Strecke, also entweder hin oder zurück, würde ich eine Fähre nehmen. Der Landweg durch Polen zieht sich, aber Masuren und Ermland sind schön.....besonders die Wolfsschanze und der benachbarte Mauerwald ;)


    Aber im Ernst:

    Das Baltikum ist was für Liebhaber von platter Landschaft, endlosen Wäldern, menschenleeren Stränden an der grauen Ostsee. Und es gibt ein paar sehr schöne Städte. Genannt sei hier nur Riga wegen seiner wunderbaren Jugendstil - Stadtviertel, die im Kommunismus zwar nicht gepflegt aber immerhin erhalten wurden. Heute sind das wahre Schmuckstücke.

  • Die Fähre von Kiel nach Memel (Kleipeda) mit DFDS, dann Transit nach Estland. Dafür muss man nicht in Quarantäne.

    Weiterhin gibts noch eine Strecke über Schweden nach Estland.


    Kleipeda-Kiel sind wir mal gefahren, es sind einfach ausgestattete Fähren.6151A6AE-3D15-466B-88CF-F662D6A80AAF.png

    B6A75B07-6DA2-4936-A819-8CAAB23B8B23.pngund alles ohne Gewähr...

  • Ich bin auch mal Klaipeda - Kiel gefahren. Leider gabs kein Bett mehr sondern nur noch Sitze, und auch der Raum war proppenvoll. Das Essen war super, reichlich und billig, und auch die Drinks an der Bar waren ein Schnäppchen .

    Bei der Ankunft in Kiel wartete schon die Polizei mit Alktests.

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