WOMO Import in die Schweiz

  • Unser Sport Traveller haben wir in Deutschland bestellt. Bin ansonsten nicht der Typ, welcher jedem Schnäppchen nachrennt, aber die Preisunterschiede zwischen D und CH sind halt mehr als ein Butterbrot. Ich habe mich zwar ziemlich erkundigt wegen Einfuhr, Vorführung und Einlösen in der Schweiz, aber vielleicht hat es LeserInnen welche schon Erfahrungen in der Einfuhr haben?
    Mit liebem Gruss
    Ueli

  • Unser Sport Traveller haben wir in Deutschland bestellt. Bin ansonsten nicht der Typ, welcher jedem Schnäppchen nachrennt, aber die Preisunterschiede zwischen D und CH sind halt mehr als ein Butterbrot. Ich habe mich zwar ziemlich erkundigt wegen Einfuhr, Vorführung und Einlösen in der Schweiz, aber vielleicht hat es LeserInnen welche schon Erfahrungen in der Einfuhr haben?
    Mit liebem Gruss
    Ueli

  • Salü Ueli


    Ich hatte ein Bürstner T610 bei Ebay ersteigert.
    Leider stellte sich etwas später heraus, dass genau dieser Motortyp bis dato nicht in die Schweiz eingeführt wurde, somit hätte ich ich eine komplette Neuprüfung durchführen müssen für schätzungsweise CHF 5.000,- und das bei einem bereits 13-jährigen Fahrzeug -.


    Mein Kollege in Deutschland hat in der Folge das Fahrzeug übernommen;-)


    Die Motornummer bei Fiat Schweiz telefonisch klären lassen; ich wäre damals froh gewesen, hätte ich dies vorher gewusst...


    Viel Erfolg
    Greetinx, Erich

  • Salü Ueli


    Ich hatte ein Bürstner T610 bei Ebay ersteigert.
    Leider stellte sich etwas später heraus, dass genau dieser Motortyp bis dato nicht in die Schweiz eingeführt wurde, somit hätte ich ich eine komplette Neuprüfung durchführen müssen für schätzungsweise CHF 5.000,- und das bei einem bereits 13-jährigen Fahrzeug -.


    Mein Kollege in Deutschland hat in der Folge das Fahrzeug übernommen;-)


    Die Motornummer bei Fiat Schweiz telefonisch klären lassen; ich wäre damals froh gewesen, hätte ich dies vorher gewusst...


    Viel Erfolg
    Greetinx, Erich

  • ist schon erstaunlich, worauf man in den "Vereinigten Staaten vonEuropa" achten muss.
    Was mich beruhigt, ist die Tatsache, das der Amtsschimmel der Eidgenossen genau so laut wiehert wie hierzulande!

    Tschüss, Micki


    Glaubt ja nicht wen ihr vor euch habt,


    mit mir sind schon ganz andere fertig geworden!

  • ist schon erstaunlich, worauf man in den "Vereinigten Staaten vonEuropa" achten muss.
    Was mich beruhigt, ist die Tatsache, das der Amtsschimmel der Eidgenossen genau so laut wiehert wie hierzulande!

    Tschüss, Micki


    Glaubt ja nicht wen ihr vor euch habt,


    mit mir sind schon ganz andere fertig geworden!

  • Hallo Ueli


    Habe letztes Jahr mein CS-Reisemobil auf Mercedes Benz Sprinter-Basis als Werks-Occasion in Hamburg beim Hersteller gekauft und danach in die Schweiz eingeführt...


    Immer daran denken: Die Schweiz ist ein Land mitten in Europa, das nicht zu Europa gehört (erklär das mal einem Amerikaner :D) !


    Dabei fallen grundsätzlich Zollgebühr, Automobilsteuer und Mehrwertsteuer an:


    Die Zollgebühr wird pro kg Gewicht berechnet, wurde bei mir allerdings nicht berechnet und sollte auch bei deinem Knaus Sport Traveller (bis 3.5 t) wegfallen.
    Die Automobilsteuer betrug 4% des Fahrzeugwertes. Die Mehrwertsteuer von 7.6% wurde auf der Bemessungsgrundlage des Fahrzeugwertes plus Automobilsteuer berechnet. Dazu irgendwelche weitere Kleingebühren, die nicht der Rede wert sind.


    Du musst Original-Verkaufsbelege vorweisen und die deutschen Ausfuhrpapiere, sowie eine Euro-Konformitätserklärung des Herstellers (damit fällt dann wie gesagt die Zollgebühr weg).


    Ich habe mein Fahrzeug auf einem Tieflader transportieren lassen und den Verzollungsauftrag einer grossen internationalen Spedition übergeben (www.nieten.com). Die Kosten für die Verzollung durch die Speditionsfirma sind verhältnismässig klein und du kriegst dafür eine absolut professionelle Unterstützung, von Zeit-, Nerven- und Fahrtkostenersparnis ganz zu schweigen. Auch die Transportkosten sind nicht übermässig, wenn du sie im Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand bei einer Selbstüberführung auf eigener Achse betrachtest: keine Reisekosten nach Deutschland, kein Fahrzeugschild nötig und somit kein Aufwand für die Einlösung mit Zoll-Nummern usw.


    Für den Transport habe ich mit dem Schweizer Importeur meiner WoMo-Marke zusammengespannt. Da er periodisch beim selben Werk Fahrzeuge ordert und in die Schweiz transportieren lässt, konnte ich meine Neuerwerbung (gegen Kostenbeteiligung) zusammen mit dem nächsten Transport des Schweizer Importeurs durchführen lassen. Ging auch einfacher, weil ich dann meinen Verzollungsauftrag derselben Firma erteilte, bei der auch der Importeur seine Fahrzeuge einführen lässt.


    Das sollte wohl beim Knaus-Händler deiner Region auch gehen...


    In der Schweiz musst du dann dein Fahrzeug bei der MFK vorführen lassen. Die können -z.B . bei den Befestigungen für die Gurten- echt pingelig sein. Kläre das am besten im Voraus mit dem erfahrenen Knaus-Händler ab. Meist kennt er die Leute bei der MFK vor Ort, was von Vorteil ist. Ich habe mein Fahrzeug deswegen im Kanton Aargau vorführen lassen, nicht im Kanton Luzern, wo es eher Schwierigkeiten gegeben hätte.


    Trotzdem: Die Alufelgen an meinem Fahrzeug sind in Deutschland zugelassen, ich konnte die deutschen TÜV-Papiere vorlegen, aber in der Schweiz geht das scheinbar nicht. Also zurück zu einem netten Mercedes-Nutzfahrzeughändler, der mir für die zweite Vorführung beim Amt vier zugelassene Räder leihte ... ;))


    Zudem ist es möglich, dass du in der Schweiz bei FIAT keine Garantie erhälst, wenn du bei FIAT-Schweiz keine sogenannte Direktimportgebühr bezahlst (kostete bei Mercedes-Schweiz Fr. 450). Damit verbunden ist auch die Typengenehmigung durch den Marken-Importeur (bei dir FIAT-Schweiz). Nach Vorführung des Fahrzeuges vor Ort bei Mercedes-Schweiz und Barbezahlung der Direktimportgebühr händigten sie mir die Erklärung aus, die man braucht, damit im Schweizer Fahrzeugausweis eine Typengenehmigungs-Nummer eingetragen werden kann. Auch bei einem Privatimport kassieren die Hersteller also nochmals mit...


    Zusammenfassend würde ich alles nochmals so machen, wie ich es getan habe. Man kann natürlich auch alles ganz alleine machen, wenn man Zeit und Nerven hat. Und allfällige Eigenfehler mit Kostenfolgen von vorneherein mitrechnet.


    Auf die Hilfe des WoMo-Händlers (und dessen Kontakte zu MFK sowie Mercedes-Schweiz) und der Verzollungsfirma würde ich wieder zurückgreifen. Damit die Freude über das neue WoMo grösser ist, als der Ärger über den Amtsschimmel. Das sage ich als passionierter Camper und erfahrener Rechtsanwalt :D


    Gruss, Claudio

  • Hallo Ueli


    Habe letztes Jahr mein CS-Reisemobil auf Mercedes Benz Sprinter-Basis als Werks-Occasion in Hamburg beim Hersteller gekauft und danach in die Schweiz eingeführt...


    Immer daran denken: Die Schweiz ist ein Land mitten in Europa, das nicht zu Europa gehört (erklär das mal einem Amerikaner :D) !


    Dabei fallen grundsätzlich Zollgebühr, Automobilsteuer und Mehrwertsteuer an:


    Die Zollgebühr wird pro kg Gewicht berechnet, wurde bei mir allerdings nicht berechnet und sollte auch bei deinem Knaus Sport Traveller (bis 3.5 t) wegfallen.
    Die Automobilsteuer betrug 4% des Fahrzeugwertes. Die Mehrwertsteuer von 7.6% wurde auf der Bemessungsgrundlage des Fahrzeugwertes plus Automobilsteuer berechnet. Dazu irgendwelche weitere Kleingebühren, die nicht der Rede wert sind.


    Du musst Original-Verkaufsbelege vorweisen und die deutschen Ausfuhrpapiere, sowie eine Euro-Konformitätserklärung des Herstellers (damit fällt dann wie gesagt die Zollgebühr weg).


    Ich habe mein Fahrzeug auf einem Tieflader transportieren lassen und den Verzollungsauftrag einer grossen internationalen Spedition übergeben (www.nieten.com). Die Kosten für die Verzollung durch die Speditionsfirma sind verhältnismässig klein und du kriegst dafür eine absolut professionelle Unterstützung, von Zeit-, Nerven- und Fahrtkostenersparnis ganz zu schweigen. Auch die Transportkosten sind nicht übermässig, wenn du sie im Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand bei einer Selbstüberführung auf eigener Achse betrachtest: keine Reisekosten nach Deutschland, kein Fahrzeugschild nötig und somit kein Aufwand für die Einlösung mit Zoll-Nummern usw.


    Für den Transport habe ich mit dem Schweizer Importeur meiner WoMo-Marke zusammengespannt. Da er periodisch beim selben Werk Fahrzeuge ordert und in die Schweiz transportieren lässt, konnte ich meine Neuerwerbung (gegen Kostenbeteiligung) zusammen mit dem nächsten Transport des Schweizer Importeurs durchführen lassen. Ging auch einfacher, weil ich dann meinen Verzollungsauftrag derselben Firma erteilte, bei der auch der Importeur seine Fahrzeuge einführen lässt.


    Das sollte wohl beim Knaus-Händler deiner Region auch gehen...


    In der Schweiz musst du dann dein Fahrzeug bei der MFK vorführen lassen. Die können -z.B . bei den Befestigungen für die Gurten- echt pingelig sein. Kläre das am besten im Voraus mit dem erfahrenen Knaus-Händler ab. Meist kennt er die Leute bei der MFK vor Ort, was von Vorteil ist. Ich habe mein Fahrzeug deswegen im Kanton Aargau vorführen lassen, nicht im Kanton Luzern, wo es eher Schwierigkeiten gegeben hätte.


    Trotzdem: Die Alufelgen an meinem Fahrzeug sind in Deutschland zugelassen, ich konnte die deutschen TÜV-Papiere vorlegen, aber in der Schweiz geht das scheinbar nicht. Also zurück zu einem netten Mercedes-Nutzfahrzeughändler, der mir für die zweite Vorführung beim Amt vier zugelassene Räder leihte ... ;))


    Zudem ist es möglich, dass du in der Schweiz bei FIAT keine Garantie erhälst, wenn du bei FIAT-Schweiz keine sogenannte Direktimportgebühr bezahlst (kostete bei Mercedes-Schweiz Fr. 450). Damit verbunden ist auch die Typengenehmigung durch den Marken-Importeur (bei dir FIAT-Schweiz). Nach Vorführung des Fahrzeuges vor Ort bei Mercedes-Schweiz und Barbezahlung der Direktimportgebühr händigten sie mir die Erklärung aus, die man braucht, damit im Schweizer Fahrzeugausweis eine Typengenehmigungs-Nummer eingetragen werden kann. Auch bei einem Privatimport kassieren die Hersteller also nochmals mit...


    Zusammenfassend würde ich alles nochmals so machen, wie ich es getan habe. Man kann natürlich auch alles ganz alleine machen, wenn man Zeit und Nerven hat. Und allfällige Eigenfehler mit Kostenfolgen von vorneherein mitrechnet.


    Auf die Hilfe des WoMo-Händlers (und dessen Kontakte zu MFK sowie Mercedes-Schweiz) und der Verzollungsfirma würde ich wieder zurückgreifen. Damit die Freude über das neue WoMo grösser ist, als der Ärger über den Amtsschimmel. Das sage ich als passionierter Camper und erfahrener Rechtsanwalt :D


    Gruss, Claudio

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!