Feuchtigkeit im Zelt

  • hallo Camping Board,


    wie mein Benutzername schon sagt, bin ich Campingfan - aber das erst seit kurzem. Deshalb habe ich noch nciht viel Erfahrung und hoffe, hier hilfreiche Tipps zu bekommen.


    meine Frau und ich sind am liebsten ganz schlicht mit dem Zelt unterwegs. Bei unserem Urlaub letztes Jahr hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter und es hat fast durchgängig geregnet. Gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel mit einer Heizung, das Zelt trockener zu halten?


    Viele Grüße
    Pete

  • hallo Camping Board,


    wie mein Benutzername schon sagt, bin ich Campingfan - aber das erst seit kurzem. Deshalb habe ich noch nciht viel Erfahrung und hoffe, hier hilfreiche Tipps zu bekommen.


    meine Frau und ich sind am liebsten ganz schlicht mit dem Zelt unterwegs. Bei unserem Urlaub letztes Jahr hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter und es hat fast durchgängig geregnet. Gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel mit einer Heizung, das Zelt trockener zu halten?


    Viele Grüße
    Pete

  • Hallo Peter,




    zunächst darf ich Dich mit einem HERZLICH WILLKOMMEN hier im Camperboard begrüßen. Da ich selbst viele Jahre mit dem Zelt verbracht habe, versuche ich es mal:



    Vorausgesetzt, daß das Zelt an sich "dicht" ist, kommt die meiste (Luft)feuchtigkeit i.a. aus dem Erdboden hoch. Da kann man zunächst mal nicht viel gegen machen. Der Abtransport der Luftfeuchtigkeit ist dann stark vom Zelttuch abhängig:




    Synthetikstoffe sind sehr pflegeleicht, aber meist nicht atmungsaktiv. Da kann man nur viel lüften. Ein Baumwollzelt hingegen "atmet" und läßt die Luftfeuchtigkeit raus. Daher ist das Klima in einem Baumwollzelt guter Qualität meist besser. Wichtig ist dann aber, daß man so ein Baumwollzelt niemals nie unter keinen Umständen mit einem versiegelnden Imprägnierer behandelt. Dann ist alles hin. Am besten nicht mit fettigen (eingecremten) Fingern anfassen und nicht mit Reinigungsmitteln bearbeiten. Dann braucht das Zelt auch praktisch keine Pflege.




    Eine Heizung bringt in Sachen Lufttrocknung meist nicht den gewünschten Effekt. Man braucht in einem Zelt ziemlich viel Leistung, die meist nur mit Gas, Petroleum o.ä. zu erreichen ist. Und speziell eine Gasheizung produziert reichlich Wasserdampf! Genau den wolltest Du ja eigentlich loswerden.




    Gelegentlich liest man begeisterte Berichte über die Petroleum-Öfen. Ich habe das selbst nie probiert, da die beim Start doch einigen Gestank verursachen und der Brennstoff ja doch recht teuer ist. Aber es gibt sehr leistungsstarke Ausführungen, die dann aber auch recht groß sind.




    Gruß




    Marcus

  • Hallo Peter,




    zunächst darf ich Dich mit einem HERZLICH WILLKOMMEN hier im Camperboard begrüßen. Da ich selbst viele Jahre mit dem Zelt verbracht habe, versuche ich es mal:



    Vorausgesetzt, daß das Zelt an sich "dicht" ist, kommt die meiste (Luft)feuchtigkeit i.a. aus dem Erdboden hoch. Da kann man zunächst mal nicht viel gegen machen. Der Abtransport der Luftfeuchtigkeit ist dann stark vom Zelttuch abhängig:




    Synthetikstoffe sind sehr pflegeleicht, aber meist nicht atmungsaktiv. Da kann man nur viel lüften. Ein Baumwollzelt hingegen "atmet" und läßt die Luftfeuchtigkeit raus. Daher ist das Klima in einem Baumwollzelt guter Qualität meist besser. Wichtig ist dann aber, daß man so ein Baumwollzelt niemals nie unter keinen Umständen mit einem versiegelnden Imprägnierer behandelt. Dann ist alles hin. Am besten nicht mit fettigen (eingecremten) Fingern anfassen und nicht mit Reinigungsmitteln bearbeiten. Dann braucht das Zelt auch praktisch keine Pflege.




    Eine Heizung bringt in Sachen Lufttrocknung meist nicht den gewünschten Effekt. Man braucht in einem Zelt ziemlich viel Leistung, die meist nur mit Gas, Petroleum o.ä. zu erreichen ist. Und speziell eine Gasheizung produziert reichlich Wasserdampf! Genau den wolltest Du ja eigentlich loswerden.




    Gelegentlich liest man begeisterte Berichte über die Petroleum-Öfen. Ich habe das selbst nie probiert, da die beim Start doch einigen Gestank verursachen und der Brennstoff ja doch recht teuer ist. Aber es gibt sehr leistungsstarke Ausführungen, die dann aber auch recht groß sind.




    Gruß




    Marcus

  • Hallo Marcus,


    danke für die Antwort :) Also wir haben ein "stinknormales" Nylonzelt. Ich habe mal von Heizungen gehört, die man irgendwie ins Zelt einbauen kann, also mit einem Ausgang nach draußen (der dann natürlich gut abgedichtet sein muss). Gibt es sowas auch für kleine Zelte? Bzw. wie groß muss das Zelt sein, dass sowas möglich ist? Sowas in der Art hier (http://www.carrierrentalsystem…izung/zeltheizung-mieten/) soll es auch für kleine Zelte geben. Stimmt das?


    Viele Grüße
    Peter

  • Hallo Marcus,


    danke für die Antwort :) Also wir haben ein "stinknormales" Nylonzelt. Ich habe mal von Heizungen gehört, die man irgendwie ins Zelt einbauen kann, also mit einem Ausgang nach draußen (der dann natürlich gut abgedichtet sein muss). Gibt es sowas auch für kleine Zelte? Bzw. wie groß muss das Zelt sein, dass sowas möglich ist? Sowas in der Art hier (http://www.carrierrentalsystem…izung/zeltheizung-mieten/) soll es auch für kleine Zelte geben. Stimmt das?


    Viele Grüße
    Peter

  • Hallo Peter,


    beim Nylonzelt hast Du genau den Effekt, daß es als Dampfsperre wirkt. Aber mit der von Dir genannten Heizung könntest Du den ganzen Campingplatz heizen :D . Für ein kleines Campingzelt kenne ich sowas nicht.


    In der Übergangszeit (wenn es also nur um einige °C geht) könnte evtl. ein kleiner Elektroheizer helfen. Dann aber bitte einen mit Keramikheizelement und dauerbetriebsfest (z.B. die Ecomat Modelle) oder Du probierst wirklich mal einen Petroleumofen. Evtl. könnt Ihr ja mal einen leihen.


    Gruß


    Marcus

  • Hallo Peter,


    beim Nylonzelt hast Du genau den Effekt, daß es als Dampfsperre wirkt. Aber mit der von Dir genannten Heizung könntest Du den ganzen Campingplatz heizen :D . Für ein kleines Campingzelt kenne ich sowas nicht.


    In der Übergangszeit (wenn es also nur um einige °C geht) könnte evtl. ein kleiner Elektroheizer helfen. Dann aber bitte einen mit Keramikheizelement und dauerbetriebsfest (z.B. die Ecomat Modelle) oder Du probierst wirklich mal einen Petroleumofen. Evtl. könnt Ihr ja mal einen leihen.


    Gruß


    Marcus

  • Wenn es sich wirklich um ein sogenanntes "Nylonzelt" handelt, erkennbar an der sehr glatten Außenseite - vergleichbar mit Geweben für Anoracks- Dann ist das für einen Campingurlaub nicht die beste Wahl gewesen. Die Zelte sind weder luftdurchlässig noch atmungsaktiv, schon durch die Atemluft kommt es bei geringen Temperaturunterschieden zu außen zur Kondenswasserbildung. Die fällt nur dann als geringer auf, wenn das Raunvolumen entsprechend groß ist. Hier hilft wirklich nur intensiver, vielleicht sogar dauerhafter Luftaustausch.
    Da sind Baumwollzelte, auch wenn die schwerer und nicht so pflegeleicht sind, die bessere Lösung. Nicht nur die da vorhandene Luftdurchlässigkeit führt zu einem besseren Raumklima, Baumwolle kann bis zu 20% des Eigengewichtes an Wasser aufnehmen ohne dass sich der Stoff feucht anfühlt!
    Da es nicht nur schlechthin um dasWohlfühlklima geht, sondern im gewissen Umfang doch auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle spielen, solltest Du vielleicht eine Neuanschaffung in Deine Überlegungen einbeziehen.
    Dabei gibt es auch genügend gute Zelte aus synthetischen Geweben die entsprechend beschichtet sind und mit grösserem Rauminhalt und konstruktiven Lösungen zur Zwangsbelüftung auch ein gutes Raumklima sichern.


    Eberhard

  • Wenn es sich wirklich um ein sogenanntes "Nylonzelt" handelt, erkennbar an der sehr glatten Außenseite - vergleichbar mit Geweben für Anoracks- Dann ist das für einen Campingurlaub nicht die beste Wahl gewesen. Die Zelte sind weder luftdurchlässig noch atmungsaktiv, schon durch die Atemluft kommt es bei geringen Temperaturunterschieden zu außen zur Kondenswasserbildung. Die fällt nur dann als geringer auf, wenn das Raunvolumen entsprechend groß ist. Hier hilft wirklich nur intensiver, vielleicht sogar dauerhafter Luftaustausch.
    Da sind Baumwollzelte, auch wenn die schwerer und nicht so pflegeleicht sind, die bessere Lösung. Nicht nur die da vorhandene Luftdurchlässigkeit führt zu einem besseren Raumklima, Baumwolle kann bis zu 20% des Eigengewichtes an Wasser aufnehmen ohne dass sich der Stoff feucht anfühlt!
    Da es nicht nur schlechthin um dasWohlfühlklima geht, sondern im gewissen Umfang doch auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle spielen, solltest Du vielleicht eine Neuanschaffung in Deine Überlegungen einbeziehen.
    Dabei gibt es auch genügend gute Zelte aus synthetischen Geweben die entsprechend beschichtet sind und mit grösserem Rauminhalt und konstruktiven Lösungen zur Zwangsbelüftung auch ein gutes Raumklima sichern.


    Eberhard

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