PL: Masuren 2012

  • Hallo,


    Danke für deinen schönen Bericht und die schönen Bilder - ich werde gerne einmal darauf zurückgreifen, da Polen auch bei mir auf der Wunschliste steht - allerdings nicht im Sommer, weil es da zu heiß ist. (Durchgefahren sind wir schon ein paarmal.)


    Wie stand es mit den Mücken?


    Beste Grüße,
    Uli

  • Moin Uli!


    Mücken haben wir keine "erlebt".
    Dazu war das Wetter auch etwas zu frisch!


    Ich würde das nächste Mal auch eher im August nach Masuren fahren - es ist dann mit Sicherheit wärmer.


    Die Ostseebäder würde ich im Sommer eher meiden. Die sind dann überfüllt.


    Munterholln!


    haba

  • Ja, sehr gut gemacht! Weckt Erinnerungen, haben 2009 große Polenrundfahrt gemacht, vom Süden in Zakopane bis an die Ostsee. Waren auch spät im September/Oktober unterwegs. Viele Campingplätze schon geschlossen. Während wir im Süden noch sommerliches Wetter hatten begrüßte uns die Ostsee mit Sturm und Regen.


    Grüße aus Franken Theo

  • Ist schon eine Weile her, daß wir in Masuren waren.
    In Sachen Straßenzustand und entgangene Kanalfahrt am Elbing-Kanal habe ich was drangehängt.
    In Erinnerung
    Hartmut

    Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert.
    Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.
    In meinem Fall Theorie und Praxis perfekt kombiniert:
    Nichts Funktioniert und keiner weiß warum !

  • Moin Hartmut!


    Danke für die ergänzenden Fotos.


    Ein Camper erzählte uns dort, dass die Schifffahrt auf dem Kanal schonunterbrochen sei, weil eine "Geneigte Ebene" nicht befahrbar sei. Er sprach davon, dass es drei Jahre dauern würde bis alles repariert ist und die Schiffe wieder "richtig" fahren können.


    Das Verkehrsschild warnt vor den unglaublichen Spurrillen - kommt man da rein, denkt man, man hat zuviel Wodka getrunken.
    :)


    Munterholln!


    haba

  • Moin!
    Einen kleinen Nachtrag möchte ich euch nicht vorenthalten:



    Begegnung in Danzig


    Wohnmobilfahrer tauschen sich gerne über Ziele, Wege und weitere Reise-Informationen aus.
    So erging es uns auf dem Parkplatz bei der Musikhochschule in Danzig auch.
    Wir kamen ins Gespräch mit den Nachbar-Wohnmobilisten: Der Mann erzählte uns dabei seine bewegende Geschichte:


    Im Jahr 1944 wurde er mit seiner Mutter und seiner Schwester aus dem Westen Deutschlands ins sichere Masuren umgesiedelt. Seine Mutter habe immer erzählt, dass sie in Ortelsburg gewohnt hätten. Die Recherche im vergangenen Jahr ergab aber, dass sie in Wirklichkeit rund ca. 15 Kilometer von Ortelsburg in einem kleinen Dorf mit nur sehr wenigen Häusern gelebt haben.
    Nun hatte er auf der diesjährigen Reise dieses Dorf gesucht und nach großen Schwierigkeiten auch gefunden. Die Zurückhaltung der Einwohner ist verständlich. Mit Händen und Füßen redete er mit den älteren Einwohnern. Endlich kam ein alter Mann mit dem Schlüssel der alten Schule und wollte ihm die Schule zeigen, in der damals auch Familien untergebracht worden waren. Als dieser Mann nun im Gebäude eine Tür öffnete, stand der Junge von damals wie angewurzelt vor einer steilen Treppe. In ihm stieg die Erinnerung auf: „Ja, hier haben wir gewohnt. Hier habe ich mich als 4jähriger an diesem Geländer die steile Treppe immer hoch gezogen. Diese Treppe – das war unsere Treppe!“


    Er berichtete uns dann weiter, dass sie zu Beginn 1945 auf der Flucht waren und für die Gustloff vorgesehen waren. „Ich habe als 5jähriger meiner Familie das Leben gerettet!“ Was war geschehen? Kurz vor dem Erreichen der Gustloff war der kleine Junge plötzlich verschwunden. Seine Mutter wollte ihn nicht zurücklassen, sondern begab sich auf die Suche nach dem verlorenen Sohn. Als sie ihn endlich fand, war die Möglichkeit, aufs Schiff zu kommen, vorbei. Das rettete den dreien das Leben.


    Da standen wir nun zu viert mitten in Danzig und hatten feuchte Augen.



    So weit der Nachtrag.


    haba

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